Das Tagebuch der blauen Dogge Atlantis
September 2009
Der
Herbst läßt mit seinen schönsten Farben
grüssen.
Mein
Mädchen und ich nahmen dies zum Anlaß, eine
bereits selten gewordene längere Wanderung zu
unternehmen.
Ich hatte kein bestimmtes Ziel vor Augen,
mußte ich doch auf Atlantis Rücksicht nehmen
(und auch ein wenig auf mich) ....!
So fuhren wir mit dem Auto
nach St. Peter und ab ging es in Richtung
Dreissgen, wo sich mein Mädchen bereits der
herrlichen Landschaft hingab.
Am Beginn unseres Weges
wurden wir von herzigen Geißlein begrüßt, die
uns neugierig betrachteten, überragte doch
Atlantis Beide an Größe und Volumen.
Die dunkle Geiß hüpfte
auf ein hochstehendes Brett, um uns respecktvoll
zu beobachten. Einziger Zeuge war der lachende
Gartenzwerg. Was wird sich der wohl gedacht
haben?
Plötzlich huschte die
Dritte im Bunde hervor, um uns zu begrüßen. Auf
einmal verschwand ihre Scheu und sie wollten
offensichtlich mit uns spielen, was jedoch der
Drahtzaun verhinderte. So beschnupperten wir uns
gegenseitig und zogen weiter des Weges.....
vorbei an gackernden
Hühnern, die sich ein ausgiebiges Sonnenbad
gönnten und uns einfach ignorierten. "Macht
nichts", dachte sich Atlantis, "hab' ja
mein Frauchen."
Weiter ging es in den Wald
hinein, der uns eine herrliche Herbstlandschaft
bot. Immer wieder wird man bei so einem Anblick
demütig und glücklich. Für einen Augenblick
vergißt man Sorgen und Traurigkeit.
Atlantis wurde fündig, und
zwar in Form einer Futterstelle für Waldtiere.
Neugierig beschnupperte sie den Ort ihrer
Begierde und hoffte auf Gutes - tja, die Hoffnung
stirbt zuletzt.
An einen meiner
Lieblingsplätze in dieser Gegend legten wir eine
besinnliche Rast ein und gedachten meiner lieben
Mutti Herta. Da mein Mädchen noch keine
Ermüdungserscheinungen zeigte, mußte ich zum
Sitzen direkt ein wenig nachhelfen - aber dann
war es gut so.
Langsam machten wir uns auf
den Heimweg, der uns durch den kühlen Wald
führte. Ab und zu wurden wir von
Vogelgezwitscher begleitet, ansonsten waren wir
alleine auf weiter Flur. Bevor wir das Auto
erreichten, legten wir nach ein einhalb Stunden
noch eine kleine Rast ein, zu der ich Atlantis
nicht lange überreden mußte.
Aber dann hopp in das Auto
und ab nach Hause. Mein Mädchen wird doch nicht
müde sein?
Zu Hause angekommen, war
Atlantis's erster Weg zum Wassernapf, den sie
genüsslich leerte, um anschließend auf der
Terrasse einzuschlafen. Liebevoll betrachtete ich
mein Mädchen und war nach dieser Leistung
besonders stolz auf sie.
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