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Das Tagebuch der blauen Dogge Atlantis


November 2008

  • Die ungewohnte Novemberhitze macht uns Allen doch etwas zu schaffen. Zu Allerheiligen spazierten wir jackenlos durch die Gegend und versuchten, aus den hohen Temperaturen das Beste daraus zu machen. Maler "Herbst" trug seines dazu bei, um die innere Stimmung höher schlagen zu lassen. Überall, wohin das Auge reicht, bunt verfärbtes Laub, was auch mein Mädchen neugierig machte - schnupper, schnupper. Atlantis genießt jeden Tag, an dem wir unsere Runden ziehen. Mit Argusaugen werde ich beobachtet, wenn ich die am Boden liegenden Nüsse einsammle. Denn natürlich knacken und schmatzen wir diese gemeinsam.
    Zurzeit wird vor dem Bauernhaus das Futter für die Rinder gelagert, das von Atlantis argwöhnisch betrachtet wird. Fragend kreiste ihr Blick immer wieder in Richtung Frauchen. Unbeachtet dieser Ungetüme spazierten wir durch die davorliegende Wiese, was meinem Mädchen wesentlich besser gefiel.

  • Zu Allerseelen, wiederum ein wunderschöner Tag, wanderten wir hoch zur Kirche nach St. Peter. Auf dem Weg dorthin gedachten wir unserer Lieben, die bereits über die Regenbogenbrücke gehen mußten. Vorbei an herabhängenden Ästen, lauschten wir Mutter Natur. Betrachter dieses Gotteswerkes zu sein, macht dankbar und demütig. Leider durfte an diesem Tag Atlantis nicht mit mir die Kirche betreten. Herr Reikerstorfer erklärte sich bereit, auf mein Mädchen aufzupassen. Er hat ja bereits einschlägige Erfahrung mit Doggen. Denn unsere Freunde, das Königsrudel aus Leipzig, mietete bei ihm des öfteren mit ihren Doggen die Sommerwohnung.
    Auf dem Heimweg, vorbei an dem am Fuße des Schihanges liegenden Teich, hielt mein Mädchen nochmals inne, um ihren Blick in Richtung
    St. Peterstrasse schweifen zu lassen. Danke für diesen besinnlichen Spaziergang.
  • Im Anschluß daran durften wir uns noch einiger schöner Spätherbsttage erfreuen. Vor dem Bauernhaus auf der nahe gelegenen Wiese halten die letzten blühenden Pflanzen Hof. Doch die herannahende Kälte läßt sicher nicht mehr lange auf sich warten. Vor dem Haus wartete bereits Bella auf mein Mädchen, um ihr beim Vorbeigehen eine kleine Begrüßung aufzudrücken. Noch ein Blick auf die sonnengereiften Kürbisse - und weiter ging es in den Wald. Eine kleine Rast vor der Computerbank (was für Insider) wurde eingelegt, um gestärkt und ausgerastet weiterzulatschen. Man glaubt es kaum, aber am Waldrand staunten wir beim Anblick eines "giftigen" Pilzes, der stolz sein Sonnenbad genoß.
    Auch unsere kleinen Hochlandrinder ließen sich ihre schon strammen Körper von der Sonne bestrahlen und spähten etwas scheu zu uns herüber.
    Atlantis hingegen spurtete über die Wiese und suchte sich ein stilles Plätzchen, um - ja, meine lieben Tagebuchleser, auch das muß mal sein - sich einer kleinen Last zu entledigen. Besser hier, als zu Hause!

  • Ja, wer lief uns denn da heute in die Arme.

    Blacky hat an Atlantis einen Narren gefressen. Sofort behüpfte sie mein Mädchen, um sie zum Spiel aufzufordern. Atlantis jedoch stellte ihre Ohren auf, um Blacky zu deuten, heute absolut keine Lust zum Laufen zu haben.
    Da half auch das Geturtel am Annalbereich von Atlantis nichts. Auch meine Überredungskunst blieb heute fruchtlos. Dann versuchte es Blacky mit einem leisen Zwiegespräch, was mein Mädchen aufhorchen ließ. Ein letzter Versuch von Blacky und zum Abschluß nochmals ein kleines Hoppala, dann hatte Atlantis genug und wir gingen unverrichteter Dinge weiter. Na, mein lieber Freund, vielleicht klappt es beim Nächstenmal.



    Atlantis sitzt derweil noch im Trockenen. Doch man kann den ersten Graupenschauer bereits wahrnehmen.



    Hurra, der erste Schnee ist da!

    Ehrfurchtsvoll ließ mein Mädchen ihren Blick durch die frisch verschneite Landschaft streifen. Noch ist neu, was hoffentlich in nächster Zeit unsere Herzen höher wird schlagen lassen. Dann begann Atlantis's Spurensuche. Nachdem ihr jedoch dabei langweilig wurde, zog sie den Sprint durch den weichen Schnee vor. Mein Mädchen hatte solchen Spaß daran, daß auch ich frohen Mutes durch die hereinbrechende Kälte dahinstapfte. Immer wieder hüpfte und sprang Atlantis ausgelassen durch die Wiese. Zum Unterschied von Frauchen benötigte meine Große keinen Wanderstock - hat ja auch vier Beine!
    Zu Hause angekommen, trabte sie hinter mir her in das Obergeschoß, wo sie sich friedlich ihrem zweiten Hobby hingab - ausruhen und auf Frauchen aufpassen.

 

 

 

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