Leider war dieser sonst so
schöne Herbstmonat völlig durchwachsen.
Meistens mußten wir mit für diese Jahreszeit
viel zu niedrigen Temperaturen vorlieb nehmen. So
nahm ich nur die vereinzelt schönen Tage zum
Anlaß, diese bildlich festzuhalten.
So geschehen am Monatsbeginn, als sich mein
Mädchen nochmals
in den letzten Sommerblumen wälzte, um sich dann
von ihnen
gebührend zu verabschieden. Besonders hatten es
ihr am Boden liegende Baumäste angetan. Immer
wieder schnofelte sie darin und leckte sich
genußvoll ihre lange Zunge. Doch vergebens -
hier gab es nichts zu holen.
Natürlich
trafen wir auch auf Freundin Bella. Von Weitem
hörten wir schon das einladende Gebelle der
Kleinen und Beide gaben sich einem ausgiebigen
Begrüßungsritual hin. So sind sie halt, unsere
Ranken.
In
den letzten Wochen erblickte so manches
Hochlandrind das Licht der Welt, natürlich immer
bewacht von einem Familienmitglied. Warm
wird einem ums Herz, wenn das Junge bei seiner
Mutter zu saugen beginnt. Dann stehe ich mit
Atlantis ruhig da und werde Betrachter dieser
innigen Zweisamkeit. Am liebsten möchte ich
diese Kleinen knuddeln, aber bei dieser Bewachung
habe ich keine Chance - ist auch gut so.
Mein
Mädchen steht am grünen Hügel und
verabschiedet sich im Sonnenlicht von diesem
Monat in der Hoffnung, daß wir im Oktober
verspätete sonnigere Herbsttage genießen
dürfen.