zurück zum Tagebuch

Das Tagebuch der blauen Dogge Atlantis


September 2008

 

  • Leider war dieser sonst so schöne Herbstmonat völlig durchwachsen. Meistens mußten wir mit für diese Jahreszeit viel zu niedrigen Temperaturen vorlieb nehmen. So nahm ich nur die vereinzelt schönen Tage zum Anlaß, diese bildlich festzuhalten.

    So geschehen am Monatsbeginn, als sich mein Mädchen nochmals in den letzten Sommerblumen wälzte, um sich dann von ihnen gebührend zu verabschieden. Besonders hatten es ihr am Boden liegende Baumäste angetan. Immer wieder schnofelte sie darin und leckte sich genußvoll ihre lange Zunge. Doch vergebens - hier gab es nichts zu holen.

    Natürlich trafen wir auch auf Freundin Bella. Von Weitem hörten wir schon das einladende Gebelle der Kleinen und Beide gaben sich einem ausgiebigen Begrüßungsritual hin. So sind sie halt, unsere Ranken.

    In den letzten Wochen erblickte so manches Hochlandrind das Licht der Welt, natürlich immer bewacht von einem Familienmitglied. Warm wird einem ums Herz, wenn das Junge bei seiner Mutter zu saugen beginnt. Dann stehe ich mit Atlantis ruhig da und werde Betrachter dieser innigen Zweisamkeit. Am liebsten möchte ich diese Kleinen knuddeln, aber bei dieser Bewachung habe ich keine Chance - ist auch gut so.

    Mein Mädchen steht am grünen Hügel und verabschiedet sich im Sonnenlicht von diesem Monat in der Hoffnung, daß wir im Oktober verspätete sonnigere Herbsttage genießen dürfen.

 

 

 

zurück zum Tagebuch