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Das Tagebuch der blauen Dogge Atlantis


Juli 2008

  • Hallo und wuff im Juli:
    Heiß ist es wiederum - über 30 Grad. Da schwitzen nicht nur unsere Vierbeiner. Auch Frauchen sucht sich fast jeden Tag Abkühlung im Freibad und schwimmt etliche Längen. Das tut gut und ist hervorragend geeignet für eine gute Kondition.

  • Mein Mädchen bevorzugt bei jedem unserer Spaziergänge die in der Früh noch kühle Wiese. Ich lasse Atlantis ihre Abkühlung und warte geduldig auf sie. Dann erfolgt der obligate Gang durch das Kornblumenfeld (wer weiß, wie lange dies noch möglich ist). Denn der Bauer hat schon sein Auge darauf geworfen. An diesem Ort wird auch einiges erledigt, was man hier nicht sieht. Ist mein Mädchen damit fertig, schwupps heraus aus dem Feld und weiter geht's. Ein müder Aaron begrüßte Atlantis unterwürfig und doch freudig. Er ist ein ganz Lieber, nur zeigt er vor der Größe meines Mädchen noch einigen Respekt. Auch treffen die Beiden viel zu selten aufeinander. Auf dem Heimweg dann eine Überraschung. Eine Schulklasse, die sich auf ihre Wanderung vorbereitete, begrüßte Atlantis. War das ein Gejohle und Gehupfe. Die erste Frage lautete: "Dürfen wir ihn streicheln?" Natürlich durften sie. Zuerst etwas zaghaft, aber als sie dann an der Lieblingsstelle von Atlantis umherstreichelten, war der Bann gebrochen. Meinem Mädchen tat dies so gut, dass sie vor lauter Lust dahinschlürfte. Doch das Schönste an dieser Begebenheit war das Zusammentreffen zwischen Hund und Kinder. Da könnten sich so manche Erwachsenen ein Beispiel nehmen, mit wie viel Liebe und Zärtlichkeit und ohne Angst Kinder einem so großen Vierbeiner gegenübertreten.

  • Ein gemütlicher Abendspaziergang nach einem wiederum extrem heißen Tag stand bevor. Wir gingen den Kreuzweg entlang, machten es uns auf einer Bank gemütlich und betrachteten das Treiben unserer Hochlandrinder. Direkt vor uns und vor meiner Linse tummelte sich eine Familie, deren Oberhaupt genüßlich fraß. Auch das Kälbchen konnte vom satten Grün nicht genug bekommen. Ich wollte das Kleine streicheln, doch leider war der mit Strom gefüllte Draht dazwischen. (Bin schon fast so ängstlich wie Atlantis). Ja, was war denn das? Die Mutter, so schmutzig, als ob sie sich im Dreck gewälzt hätte. Hat ihr das womöglich den Appetit verdorben?

  • Heute ging es ans Eingemachte, Frauchen pflückte Heidelbeeren. Zuerst spazierten wir durch den kühlen Wald und dann blieb ich am Schihang sitzen, um auf Frauchen zu warten. War das heute fad. Immer wieder ein Stückchen dem Frauchen nachlaufen, um mich dann wieder zu setzen. Wass soll denn das, Frauchen? Ich habe jetzt genug und laufe hinunter und da warte ich so lange, bis Du mit Deinem Heidelbeerenpflücken fertig bist (vielleicht bekomme ich auch was davon ab).
    Gesagt, getan, mein Mädchen lief den Berg hinunter, zeigte mir den Rücken und wartete .................................... bis ich endlich genug im Sack hatte.
    Plötzlich blieb ich stehen und verdonnerte mein Mädchen abermals zum Warten. Denn
    vor mir stand ein Storch. Ganz langsam schlich ich mich an ihn heran, um ja nicht zu stören. Atlantis blieb brav hinter mir stehen und muckte sich keinen Augenblick. Doch irgendwann muß mich Freund Adebar wahrgenommen haben. Ich konnte gerade noch auf den Auslöser drücken, um seinen Weiterflug festzuhalten. Irgendwie mußte ich heute mein Mädchen ob ihrer Geduld belohnen und verwöhnte sie mit duftenden roten Rosen an einem unserer Lieblingsplätze. Zuerst war sie gar nicht damit einverstanden. Doch als ich es mir auf der Bank gemütlich machte, tat sie es mir gleich und ließ sich in die Wiese fallen.
    Ein versöhnlicher Abschluß!

  • Ein besonderes Ereignis stand Freistadt ins Haus. Über 20.000 freiwillige Feuerwehrleute traten drei Tage an, um ihr Können zu zeigen. Auf unserer nahe gelegenen Wiese parkten unzählige Autos. Doch alles war gut durchorganisiert und ging friedlich über die Bühne.

 

 

 

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