Das Tagebuch der blauen Dogge Atlantis
Juni 2008
Hallöchen,
hier sind wir wieder!
Gott sei Dank, haben sich die
frühsommerlichen Temperaturen nicht auf den Juni
übertragen. Atlantis war
ganz begeistert ob der Abkühlung und genoß
unsere Spaziergänge durch das kühle und
verwehte Gras. Bald wird der Bauer eintreffen, um
dieses als Futter für seine Hochlandrinder zu mähen. "Ja, mein liebes
Mädchen, auch Du wirst gleich dem Futter
ausgeliefert sein." Fordernd machte sich
Atlantis bemerkbar. Doch vorher statteten wir
unseren Freunden noch einen kleinen
Besuch ab. Und siehe da - welch Überraschung -
der Storch ist eingeflogen, der sich gleich
frisch-fröhlich unters Volk mischte. Während
die Rinder unter den Bäumen Sonnenschutz
suchten, spazierte Freund Adebar
gemütlich über die Wiese. Hörten wir da nicht
ein Bellen? Na ja, wer konnte das wohl sein,
natürlich unsere süße Bella. Freudestrahlend
lief sie auf Atlantis zu, um sich dann sogleich zu
ergeben. Irgendetwas muß heute bei meinem
Mädchen besonders gut riechen. Bella ließ sich
selig auf die Seife fallen, um am Schwanz von
Atlantis herumzuschnofeln. Hm - war
das gut. Atlantis hingegen hatte genug und zog
davon. Bei unserem Bächlein trafen wir noch auf
Emmilie, die mit Nachbarshund Karli unterwegs war.
Bei seinem Frauchen machte er ganz brav
Männchen, was Atlantis ziemlich cool ließ. Ihr
müßt nämlich wissen, daß Karli beim Anblick
meines Mädchens immer großen Respekt zeigt.
Doch vielleicht gelingt es uns gemeinsam, dass
aus Beiden nochmals Freunde werden. So wie es mir mit unseren
Hochlandrindern gelungen ist. Seit geraumer Zeit
läuft Atlantis nicht mehr vom Weg ab und den
Rindern davon, sondern geht brav neben mir
einher. So wie an diesem Tage, wo wir unseren
Freunden eine gute Nacht wünschten.
Ein
neuerlich warmer und schwüler Vormittag
erwartete uns. Vorbei an blühenden Mohnblumen,
zogen wir es vor, in den Wald hochzugehen und
dort der Natur zu frönen. Beide lagen wir am
Waldesrand und lauschten der Stille, die uns
umgab. Ab und zu huschte ein Hase an uns vorbei
oder ein Reh machte sich bemerkbar. Auch die
Vögel zwitscherten ihr Liedchen.
Die gelben Rosen am nahegelegenen Bauernhof
erblühen in voller Pracht. Ach, Kinder, ist das Leben schön. Als sich bei meinem
Mädchen die ersten Ermüdungserscheinungen breit
machten, durfte sie am Heimweg nochmals rasten,
beim Bach Wasser schlürfen, und zu Hause faul
sein.
Doch am späteren
Nachmittag hatten wir noch Lust auf mehr. 
So fuhren wir mit dem Auto hoch in unser
geliebtes St. Peter, wo wir auf Edith, Robert und
Timmy trafen. Timmy lief uns freudestrahlend
entgegen und begrüßte Atlantis. Objekt der
Begierde von Timmy waren Atlantis's lange Beine, an denen er sich nicht
genug sattschlecken konnte. Mein Mädchen
hingegen ergab sich dem Genuß des frischen
Grases. Gähnend zeigte sie Timmy, dass sie zum Spielen keine Lust hatte, war sie
doch noch vom Vormittagsspaziergang müde.
Enttäuscht zog klein Timmy von Dannen - also auf
ein Neues, mein Kleiner.
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