Das Tagebuch der blauen Dogge Atlantis
Mai 2008
Bevor
der Mai seine Pforten schließt, noch schnell die
neuesten Eintragungen von meinem faulen Frauchen.
Ja, schön waren die ersten beiden Wochen im
Wonnemonat Mai, mit Temperaturen wie im Sommer.
Also hieß es, bald raus aus den Federn, um ja
nicht zu viel ins Schwitzen zu kommen, was
besonders für Atlantis galt.
An
einem dieser heißen Tage zog es uns in den
kühlen Wald, um dort der fröhlichen Tierwelt zu
lauschen. Ab und zu huschten Rehe, mal ein
ausgewachsener Hase, an uns vorbei. Auf der
Schiwiese ließ sich dann Atlantis - ganz Modell
- in ihrer Lieblingspose ablichten,
 um den Leser zu fragen
"Links oder rechts - wo bin ich
schöner?"
Na,
so eine Frage!

"So, jetzt habe ich vom Modeln genug, bin
mir aber noch nicht sicher, was ich jetzt
anfangen soll. Mich hinsetzen, den Berg
hinunterlaufen oder mich im Gras wälzen."
 
"Wuff, ist das lustig, einmal von links und
dann wieder von rechts kommend, das macht einfach
nur Spaß."
Auch unsere Freunde waren Nutznießer des
herrlichen Frühsommerwetters.
  
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Ist es nicht herrlich in unserem Mühlviertler
Landl - 
ein Segen, hier wohnen zu dürfen.
Atlantis begegnete in der Mittagspause einer
lieben Freundin, mit der sie sich blendend
unterhielt.
Aber wozu dient denn
eigentlich eine Mittagspause,na eben, zum
Faulenzen. Das gilt auch für unsere
Hochlandrinder, die diesen Zeitvertreib erfunden
haben dürften.
Zu
Hause wurden wir bereits ungeduldig von Samtpfote
Benjamin erwartet, der mein Mädchen
freudig herzte.
 Bei
einem kleinen Nachmittagsspaziergang auf unserer
Wiese trafen wir auf einen Freund von Atlantis,
wobei die Neugier meines Mädchens nicht zu
übersehen ist.
Nachdem es in letzter Zeit drückend warm war,
wurden wir vergangene Woche mit etlichen
Regengüssen bedacht, die uns Mutter Natur durch
ihr saftiges Grün und blühenden Wiesenblumen
dankte.
So auch am Fronleichnamstag. 
Dem
Fest zu Ehren gingen mein Mädchen und ich über
den Kreuzweg hoch zur Kirche St. Peter, vorbei an
allen Stationen und einem Gedenkstein.
Bevor wir die Kirche erreichten, erholte sich
Atlantis im kühlen und hohen Gras vom steilen
Anstieg. Na ja, sie ist ja auch nicht mehr die
Jüngste (und Frauchen auch nicht ...........) 
"Verweile doch, Du bist so schön" -
gesagt, getan -und das vor dem heiligen Anblick.
In der Kirche zündeten wir zwei Kerzchen an und
machten uns dann auf
den Heimweg. Einmal noch, und zwar im Wald auf
Atlantis's Lieblingsplatz, legten wir eine kleine
Rast ein.
Blickt mein Mädchen nicht zufrieden und
glücklich? Folgsam schritt Atlantis neben mir
her den Waldweg entlang hinunter auf die Wiese, begleitet
von Vogelgezwitscher und dem Rauschen der Bäume.
Am Wegesrand blieb ich noch des öfteren stehen,
um einen Strauß Blumen für Mutti Herta zu
pflücken.
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