zurück zum Tagebuch

Das Tagebuch der blauen Dogge Atlantis


April 2008


  • 04. April 2008
    und was feiern wir heute für ein Fest?
    Natürlich - Mein Mädchen ist heute 7 Jahre alt - aber jung geblieben.
    Zur Feier des Tages gab es eine getrocknete Hasennase, die sich Atlantis auf ihrem Bettchen munden ließ.
    "Alles Gute, mein Mädchen, bleib so, wie Du bist und mir noch laaaaange erhalten."

  • Eine Hausrunde war angesagt.
    Diese führte uns zur Ruine, vor der mein Mädchen eine kleine Rast einlegte, war es doch etwas schwül. Nach sieben Jahren muß ich eben schon etwas Rücksicht auf das Alter von Atlantis nehmen. Bei diesem Spaziergang trafen wir unsere kleine Freundin Sissi mit Frauchen, die mir ganz traurig erzählte, dass sich bei ihrer Kleinen ein Tumor an der Blase gebildet hat. Sollte sich dieser als bösartig herausstellen, so müßte Sissi eingeschläfert werden. Tränen standen der Frau ins Gesicht und mir tat sie unendlich leid. So hoffe ich, dass wir uns doch noch gesund wiedersehen werden - arme Kleine. Später empfing uns Freundin Bella auf ihrem Bauernhof, den sie bereits streng bewacht und nur mehr aufgefordert verläßt, um mit Atlantis ein wenig zu spielen. Bei diesem Anblick traten meine traurigen Gedanken etwas in den Hintergrund. Bella ist noch so erfrischend jung und unbekümmert und bereitet uns jedesmal viel Freude, wenn wir uns begegnen.


    Heute fuhren wir zur Mittagszeit nach St. Peter, wo wir eine große Runde drehen wollten. Ja, Ihr lest richtig "wollten". Doch zuerst erfreuten wir uns beim Anblick eines Paragleiters, der direkt vor uns zur Landung ansetzte. Dann ging es in den Wald, wo normalerweise Atlantis nicht von meiner Seite weicht. Doch an diesem Tage war alles anders, als sie plötzlich im Wald verschwand, und auch auf mein zuerst sanftes Rufen nicht herbeieilte. Ich konnte sie auch nicht wahrnehmen. So ging ich ein Stück zurück und rief nochmals, aber diesmal lauter. Auf einmal kam sie dahergerannt und blieb neben mir stehen. Bevor ich noch schimpfen konnte, wurde mir bei ihrem Anblick mulmig zumute. Sie roch nicht nur, sondern sah auch aus wie Sch .......................... , Auf einer Seite war sie voll davon. Also blieb mir nichts anderes übrig, als sofort, aber wirklich sofort, nach Hause zu fahren. Vor dem Einsteigen erlöste ich Atlantis vom Ärgsten. Zu Hause angekommen, ging es ab in den Garten und zum Wasser. Nachdem Atlantis wasserscheu ist, mußte ich um jeden Tropfen kämpfen, den ich ihr versuchte, zu verabreichen. Dann füllte ich einfach eine große Gießkanne und begoß damit mein Mädchen - dreimal - inklusive Halsband. So und nun hinein ins Haus, Du Ferkel. Da saß unser Benjamin bereits und labte sich an Atlantis's Wassernapf.
    Für mich war der Tag gelaufen ................ !

  • Wieder einmal ein wunderbarer Frühlingssonntag, wo es Neues zu erkunden gab. Wir ließen das Auto in der Nähe von der Kirche in St.Peter stehen und gingen ein Stück des Weges, wo sich in der noch feuchten Wiese vereinzelt Märzenbecher sonnen ließen. Derweil Frauchen einen Apfel verzehrte, labte sich mein Mädchen am Wasser des ersten Teiches. Unser eigentliches Ausflugsziel waren die vier Teiche der Kaserne Freistadt. Bis dahin mußten wir durch den Wald bergab wandern. Der Anblick ließ unsere Herzen höher schlagen. Man glaubt es ja kaum - mitten im Wald diese herrliche Pracht. Vergnügt lief Atlantis auf und ab und versuchte, ihren Durst aus dem Vollen zu schöpfen. Doch leider ist ihr Hals zu kurz und so setzte sie sich ans Ufer und wartete. Ich vertröstete mein Mädchen, indem ich sie zum parallel fließenden Bächlein lotste. Glücklich sprang sie in den Bach und trank, was das Zeug hielt - es war sehr warm. Doch beim Verlassen des Bächleins wählte sie das falsche Ufer und überlegte, wie sie denn wieder zu mir herüber käme. Dann machte es klick, Atlantis drehte sich auf die Seite und lief über die im Wasser liegenden Kieselsteine ans andere Ufer. Hab' ich nicht ein intelligentes, aber leider wasserscheues Mädchen? Zum Abschluß setzten wir uns in die Wiese und beobachteten die verliebten Enten im Teich beim Plantschen. Den Heimweg wählten wir durch den kühleren Wald. Aber wir mußten natürlich wieder die ganze Strecke hoch gehen. Nicht nur für mich, auch für Atlantis war das letzte Stück anstrengend. Doch beim Anblick der Kirche von St. Peter wußten wir, daß das Auto nicht mehr weit war, und freuten uns gemeinsam auf ein Nickerchen zu Hause.

 

 

 

 

zurück zum Tagebuch