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Das Tagebuch der blauen Dogge Atlantis


September 2007

  • Jetzt meldet sich wiederum Frauchen zu Wort. Doch ein Bravo an mein Mädchen, die den Text vom Vormonat sehr einfühlsam und wahrheitsgetreu verfasst hat.

  • Langsam, aber sicher, schleicht sich der Herbst bei uns im Mühlviertel ein.

  • Bald werden auch unsere mittlerweile lieb gewonnenen Störche von unserer Heimat Abschied nehmen. Es sind das bereits fünf an der Zahl (einer hat sich versteckt) und man darf bereits engen Kontakt mit ihnen aufnehmen.
    Mein Mädchen genießt jeden Tag den Sonnenschein in der gelb blühenden Wiese. Jetzt, wo es nicht mehr so heiß ist, legt sie besonderen Wert auf eine kleine Rast mitten im kühlen Grün. Auch Frauchen kommt bei dieser Witterung wieder auf Touren.

  • Ein Hochlandrind nahm Atlantis ins Visier, um anzufragen, wer denn mehr an Schönheit glänzt.

    Mal ehrlich, wer hat Vorfahrt.
    Süß sind sie Beide, jede auf ihre Art.


  • Die Geburt eines Hochlandrindes setzte mich in Verzücken.
    Dieses Kleine ist drei Tage jung und noch sehr schwach auf den Beinen. Seit seiner Geburt halte ich täglich Ausschau. Von diesem entzückenden Anblick kann ich nie genug kriegen, was sich bei Atlantis eher in Grenzen hält.

    Atlantis betrachtet unser Minenspiel lieber sitzend von der Wiese aus. Was soll sie auch mit so einem kleinen Wesen anfangen.



    Ja, was liegt denn da in der Wiese und schaut so verheißungsvoll?
    Wiederum erblickte ein kleiner Erdenbürger das Licht der Welt. Noch kann es nicht aufstehen. Die Geburt dürfte anstrengend gewesen sein. Schlaf wohl, mein Liebes.

    Atlantis hatte nun endgültig genug von meiner Gefühlsduselei. Sie drehte mir den Rücken zu, um ihre Notdurft zu verrichten. War ja auch schon höchste Zeit - so kurz vor dem Nachhauseweg.

  • Die Tage werden jetzt immer kürzer und die Ansätze des Herbstes sind nicht zu übersehen. Doch das tut dem "Altweibersommer" keinen Abbruch.
    Atlantis und ich genießen die besinnlichen Spaziergänge, wie heute nach St. Peter, wo uns die Sonne fröhlich entgegenlachte. Der Blick meines Mädchens schweifte in die Ferne und verhieß Neugierde, denn es kamen uns drei Männlein entgegen, wobei einer davon Atlantis neugierig beschnupperte. Die zweite Männlichkeit umgarnte Atlantis ebenfalls mit Nachdruck. Nur der Dritte im Bunde hielt sich fern und ging auf Distanz. Nach diesen Annäherungsversuchen spazierten wir an einer schlafenden Kuhherde vorbei, die sich auch durch unsere Anwesenheit vom Nichtstun nicht abhalten ließ. Davon angesteckt legte sich mein Mädchen zu Hause flach und genoß die Liebe ihres Plüschtieres.

  • Bilderbuchwetter begleitete uns in den letzten Septembertagen hinein.
    Waldspaziergänge waren jetzt angesagt.
    Vorbei an echten und giftigen Schwammerln, die wir zur Sicherheit stehen ließen (Frauchen kennt sich nicht so gut aus) ging es zur Marienkapelle, wo dann meist eine kleine besinnliche Rast eingelegt wurde. Wie man sieht, erfreuen sich unsere "kleinen" Hochlandrinder, die vor ungefähr drei Wochen das Licht der Welt erblickten, bester Gesundheit und genießen mit einem Elternteil die frische gute Luft. Aber auch mein Mädchen durfte in den sonnigen Genuß kommen und blickte gespannt auf ihr Schattenbild.

 

 

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