Das Tagebuch der blauen Dogge Atlantis
August 2007
Hallo und wuff, liebe Freunde:
Jetzt haben wir schon Ende August und mein
Frauchen hat noch immer keine
Tagebucheintragungen getätigt. Also setze ich
mich jetzt zum PC und erzähle Euch einiges, was
ich so erlebt habe.
Der Sommer verwöhnt uns mit herrlichen Tagen.
Im Garten erglänzt ein Strauch nach dem anderen
in voller Blüte und meiner einer macht es sich natürlich
auf der Terrasse gemütlich. Ab und zu mit von
der Partie sind meine Freunde, die Samtpfötchen
- heute beglückte mich Benjamin, der mich beim
Schlaf mit Argusaugen beobachtet.
Stellt Euch vor, fast hätte ich eine kleine
Schwester bekommen. Ich habe sie ja nicht
persönlich betrachten können, aber Frauchen
fuhr zu Karin in das Tierheim
und verliebte sich prompt in ein kleines
geflecktes Mischlingsweibchen. Ist sie nicht ganz
bei Verstand mein "Alterchen"?
Schließlich hat sie mit mir genug am Hut. Aber
zum Knuddeln ist die Kleine und wollte gleich mit
Frauchen mitgehen. Ich kann mir vorstellen, wie
schwer es gewesen sein muß, auf das winzige
Wesen zu verzichten.
Wieder einmal war ein Besuch bei Timmi angesagt.
Es war ein heißer Tag und um
mich
vor der Sonne zu schützen, wollte ich mich
unbedingt in den Schatten legen. Doch mein
kleiner Freund hinderte mich daran. Als wir uns
so nett gegenüberstanden, schien er mich auf ein
Spielchen einzuladen. "Nein,
bitte, es ist ja sooooooooo heiß". Also
mußten meine
allzu langen Beine daran glauben. Na ja, sollst
Deinen Spaß haben. Zur Belohnung gab es dann
noch ein Schlabberli. "Hast Du jetzt genug
geknuddelt, mein kleiner Freund?"
Schlußendlich hatte ich genug und vertschüßte
mich auf den kühleren Steinboden, wo ich dann genüßlich
einschlief. Obwohl Timmi immer wieder als kleiner
Störenfried eingriff, um meinen Schlaf zu
stören, rührte ich mich nicht von der Stelle.
Das tat gut.

An einem dieser extrem heißen Tage fuhren wir in
unser geliebtes St. Peter, um dann nach Dreissgen
zu spazieren. In dieser Höhe fühlten wir uns
wohl, wurde doch die Hitze von einer leichten
Brise abgelöst.
Heute ereilte uns eine
traurige Nachricht.
Mein Frauchen und ich konnten es kaum fassen, als
wir erfuhren, daß mein Bruder
"Archimedes" an einem Herzinfarkt starb
und am 13.08.2007 um 6.35 Uhr über die
Regenbogenbrücke gehen mußte.
Lieber Archi,
obwohl wir uns nicht viel gesehen haben,
warst Du mir immer ein lieber Bruder.
Ich hoffe, Dir geht es jetzt gut und Du bist auch
nicht alleine.
Einige Deiner Weggefährten werden ganz lieb zu
Dir sein.
Liebe Grüße auch an unseren unvergessenen Nero.
Wir haben Euch alle ganz lieb und werden Euch nie
vergessen.
Ich erzähle Euch nun, was man
bei einem noch so kleinen Spaziergang alles so
erlebt:
Nachdem es immer noch so heiß ist, gehen
Frauchen und ich erst zu späterer Stunde eine
kleine Runde.

Vorbei an (mittlerweile auch meinen Freunden),
die sich schon auf den Abendschlaf, bis auf eine
Ausnahme, einstimmten.
Meiner
einer ist aber noch nicht müde.Im Gegenteil,
jetzt bin ich erst so richtig in Fahrt und laufe
auf Frauchen zu, daß es eine reine Freude ist.
Aber
dann muß ich doch rasten, setze mich in die
etwas kühle Wiese und lasse meine Seele baumeln.
Doch was fliegt da über meinem Kopf hin und her?
Beim
Blick in den Himmel erspähe ich ein Flugzeug.
Doch Frauchen klärte mich auf, daß es sich hier
um ein Modellflugzeug handelt und ich keine Angst
zu haben brauche.
Neben
den Hochlandrindern sind auch gackernde Hühner
meine Freunde geworden. Sie tun mir nichts und
auch ich lasse sie in Frieden. Somit gibt es
zwischen uns keine Schwierigkeiten.

Wer ist denn dieser kleine Kerl da? Den kenne ich
nicht, aber er ist zum Schlabbern lieb - also auf
zu Heldentaten.
So,
jetzt habe ich aber Durst, und auf geht es über
die gemähte Wiese zu Bächleins Wasser.
Schlürf,
schlürf.
Das Gras ist so hoch, daß mich Frauchen fast
nicht zu Gesicht bekommt. Ob ich mich verstecken
soll?
Das
kann ich doch Frauchen nicht antun.
Also erhebe ich meinen Allerwertesten und steige
wieder hoch.
Jetzt habe ich es eilig, erwartet mich zu Hause
mein Abendmahl.
Ja,
nun haben sich auch die Hochlandrinder aufgeteilt
und alle sind glücklich im Schlaf vereint.
(Denke heimlich auch an mein gutes Bettchen im
Wohnzimmer)
Zu
Hause angekommen, überraschte mich meine
Freundin Lisa auf der Terrasse unter dem alten
Schaukelpferd.
Na so was, "komm doch herein zu mir und
schlaf auf meinem Bettchen, wie Du es sonst immer
tust".
Ich hoffe, Ihr hattet genauso viel Spaß beim
Lesen dieses kleinen Abenteuers, wie ich es
erlebt habe.
Auf ein "Neues" im nächsten Monat.
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