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Das Tagebuch der blauen
Dogge Atlantis
J u n i 2006
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Anfang Juni warteten wir immer noch vergebens auf Schön- bzw.
Sommerwetter, was Atlantis und mich allerdings von unseren täglichen
Spaziergängen nicht abhalten konnte.
So auch an diesem trüben Tage, wo wir beide Bekanntschaft mit einem
niedlichen Rüden, namens Igor, machten. Igor ist noch ganz jung und
zeigte überhaupt keinen
Respekt
vor Atlantis, im Gegenteil, frech streckte er seine Zunge heraus, die
für seinesgleichen gedacht war. Doch wer war der/die Glückliche? Aber
egal, mein Mädchen ließ sich nicht entmutigen und pirschte sich ganz
langsam an Igor heran, wie es
bei Weibchen eben so üblich ist. Und siehe da, der Erfolg ließ nicht
lange auf sich warten. Geduldig ließ er sich von Atlantis herzen und war
auch von einem kleinen Spielchen
nicht
abgeneigt. Mein Mädchen geriet außer Rand und Band und ließ sich vor
lauter Freude ob dieses Erfolges in das Gras fallen, um ihre übliche
Atlantisrolle
zu drehen und im Anschluss daran die bereits hoch gewachsene Wiese
unsicher zu machen.
Da
staunte nicht nur ich, sondern auch unsere Hochlandrinder blickten
neugierig durch die Gegend.
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10. Juni 2006:
Endlich war es wieder so weit - unsere Freunde aus Leipzig Bärbel,
Jörg und Christian mit ihrem Vierbeiner Brutus kamen für einige Tage
nach Freistadt.
Bei
schönem und sonnigem Wetter fuhren wir in alter Gewohnheit nach St.
Peter. Um Atlantis und Brutus wieder aneinander zu gewöhnen, spazierten
wir nach Labach. Wir Zweibeiner hatten uns in der Zwischenzeit viel zu
erzählen, ist doch bereits ein Jahr seit
unserem letzten Wiedersehen vergangen. Unterdessen beschnupperten unsere
Ranken genüsslich das frische
Gras.
Atlantis konnte es kaum erwarten, ihren Durst am Labach zu stillen und
querte eilig den Weg. Brutus hingegen zog die Stille der Natur
vor und schlenderte besonnen durch das kühle Gras. Einige Flächen wurden
von den Bauern bereits gemäht, was sich Freund Brutus zu eigen machte
und sich
genüsslich
am Boden wälzte. Bekommt da mein Mädchen etwa Konkurrenz? Durch den nie
enden wollenden Regen der letzten Wochen war der Labach im Gegensatz
vergangener Jahre voll herrlich frischem Wasser.
Atlantis musste zu ihrem Wohl nicht zwei mal aufgefordert werden.
In
Dreissgen angelangt, wurden wir durch ein uni sono-Blöken einer
vertrauten Schafherde begrüßt. Beim anschließenden Spaziergang durch den
Wald
blieb Christian plötzlich stehen und erspähte mit seinem "biologischen"
Weitblick ein kleines Etwas, das behutsam auf ein weiches Blatt geborgen
wurde - vielleicht ein Tausendfüßler?
Zu
Hause angelangt, hatten Zwei- und Vierbeiner richtigen Spaß. Doch
Atlantis machte sich als Erste bemerkbar und mit Christians Hilfe wurde
ihr
Durst alsbald gestillt. Brutus' neue Umgebung wurde von ihm durch
eifriges Hin- und Hergucken erkundet. Als Atlantis' Durst und B rutus'
Neugier gestillt waren, nahmen Beide auf ihren Liegen Platz und
beobachteten uns müde beim Schnitzelessen, die einen herrlichen Duft
über beider Köpfe verbreiteten.
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11. Juni 2006:
Ehe unsere Freunde wieder die Heimreise antreten mussten, trafen wir
uns nochmals
zu einem abschließenden kleinen Spaziergang. Ich fuhr mit meinem Mädchen
zum alt bewährten Landgasthaus Strasseder, wo Atlantis von Christian und
Brutus bereits mit offenen Armen bzw.
Pfoten
empfangen wurde. Im hohen Gras am nahe gelegenen Teich überlegten unsere
Vierbeiner, was sie denn noch alles in der kurzen Zeit anstellen
könnten. Brutus zog es folgsamer weise zu Christian hin, was Atlantis
allerdings
mit Gleichgültigkeit quittierte und von Dannen zog. Atlantis konnte
Brutus doch noch zu einer kleinen Rangelei überreden. Zur Belohnung
durfte Brutus
auf einen Traktoranhänger klettern, welcher gefahrlos neben dem Teich
stand. Stolz und majestätisch ließ er sich auch ablichten. Leider gelang
es mir nicht,
Atlantis
zu überreden, es ihrem Freund gleich zu tun. Statt dessen holte sie sich
eine süße Streicheleinheit, die mein Mädchen meisterhaft beherrscht.
Doch
es half alles nichts, irgendwann hieß es Abschied nehmen. Traurig
blickte Atlantis in das spiegelnde Wasser, um sich bis zum nächsten Jahr
an die
netten
Stunden mit ihren Freunden zu erinnern. Zu Hause angelangt, versteckte
sie sich hoch erhobenen Hauptes im Garten, als ob sie Ausschau nach
Brutus halten würde. Nun, ich bin davon überzeugt, dass wir im kommenden
Jahr, falls alle gesund bleiben, ein fröhliches Wiedersehen feiern
werden.
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Der wochenlangen Kälte folgten die so genannten heißen "Hundstage".
Atlantis zog es bei diesen extremen Temperaturen vor, den Rest des Tages im Haus bei
unseren
drei Samtpfötchen zu
verbringen.
Erst am frühen Abend wagten wir einen kleinen Spaziergang auf unsere
Wiese. Wenn sich mein Mädchen doch mal entschloss, dem Garten zu frönen,
dann zog sie sich auf ein kühles Plätzchen zurück.
26. Juni 2006 - Herrchen Karl Heinz hat heute Geburtstag
Liebes Herrli, wir haben Dich nicht vergessen. Atlantis schlunzt Dir
über die Regenbogenbrücke zärtliche Schlabberlis und Frauchen Elfi tut
ihres dazu bei.

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29. Juni 2006:
Wunderbare, aber heiße Sommertage, waren unsere täglichen Begleiter.
Vergeblich versuchte ein Hochlandrind, sich vor der
Sonne
zu schützen. Vorbei an herrlich blühenden Kornblumenwiesen genossen mein
Mädchen und ich das Wunder der Natur.
Atlantis spazierte zuerst voller Elan über die Wiese. Doch dann
wurden ihre
Schritte
immer langsamer, was zur Folge hatte, dass sie sich letztendlich im Gras
niederließ, um gemütlich bis auf mein Eintreffen auszuharren. Es dauerte
nicht lange und ich konnte mein Mädchen zum Weitergehen überreden, gab
es doch in der Nähe ein kleines Bächlein,
wo
Atlantis ihren Durst stillen konnte. Allerdings ließ sie bei der
nächsten Bank ihren Körper wiederum das Gras berühren, um darauf
auszuharren. Gut, dass der Weg nach Hause nicht mehr weit war.
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