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Das Tagebuch der blauen
Dogge Atlantis
Jänner 2006

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07. Jänner 2006:
Der erste Bilderbuchtag im neuen Jahr führte Atlantis und mich
in unser
geliebtes
und zur Zeit tief verschneites St. Peter. Eine Winterlandschaft, wie sie
nur unser Herrgott erschaffen kann. Obwohl uns die
Schneemenge
zum Benützen der Traktorspur zwang, hatte Atlantis ihren Spaß daran und
kühlte ihr Näschen im frisch angeschneiten Weiß. Aber die eigentliche
Überraschung wartete noch auf mein Mädchen. Als
wir
den Weg in Richtung Wald einschlugen, blieb Atlantis plötzlich stehen
und beobachtete ganz verdutzt die gehäuften Schneehügel. Jetzt
konnte mein Mädchen ihre Kondition unter Beweis stellen und blieb dabei
nichts schuldig.
Doch
irgendwann musste meine Kleine auch mal ............ und überlegte kurz:
"Soll ich, oder soll ich nicht." Die Antwort fand sich leicht und
Atlantis zog es vor, ihr Ding im hauseigenen Garten zu erledigen, wo ich
ihr eigens einen Platz dazu ausschaufeln musste. Ja, ja, der Winter ist
heuer ein strenger Gast.
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Frauchen war eine Woche krank
Jetzt spurt sie wieder, Gott sei Dank
(wuff - wird ja endlich Zeit)
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15. Jänner 2006:
So ein kleiner Frechdachs, mein Mädchen, aber recht hat sie ja,
kam Atlantis vergangene Woche so gar nicht auf ihre Kosten.
Doch das sollte sich mit heutigem Tag ändern.
Obwohl körperlich noch etwas müde, wurde Atlantis von mir auf
die nahe gelegene Wiese ausgeführt. Nachdem die
Langlaufspuren für uns tabu sind, mussten wir uns
mit
den vorhandenen Fuß- und Traktorspuren begnügen, mit denen wir jedoch
das Auslangen fanden. Umgeben von einer traumhaft schönen
Winterlandschaft streifte eisige Kälte über unsere Häupter, was Atlantis
immer wieder zu
Freudentänzen veranlasste, hatte sie doch einigen Nachholbedarf.
Unterhalb der
Ruine
am Waldesrand legten wir eine kleine Rast ein, die allerdings nicht
lange währte, konnte es doch mein Mädchen nicht erwarten, weiterhin im
Schnee herum zu albern. Nach
einer ausgiebigen Stunde war nicht nur ich, sondern auch Atlantis von
Müdigkeit und Hunger gezeichnet. Froh, den Heimweg antreten zu dürfen,
blickte sie mich dankbar an und ließ sich nochmals ins Visier nehmen.
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26. Jänner 2006:
Am
heutigen Tage besuchten wir unser winterliches Glück in St. Peter, wo
uns jedoch eisiger Wind
mit
beißender Kälte begrüßte. Nur die Sonne stimmte uns lind und wir
starteten frischen Mutes unseren Spaziergang. So gut es ging, versuchten
wir, unsere Spuren unter dem sonnigen Blau nahe am Waldesrand zu
hinterlassen. Plötzlich blieb Atlantis stehen und blickte neugierig
gerade aus. Nachdem ich ihrem Blick folgte und sich nichts Auffälliges
ereignete, setzte ich meinen Weg in Gedanken vertieft fort. Auf einmal -
wie aus dem Nichts - stand ein mir unbekannter Freund gegenüber,
der uns skeptisch ins Visier nahm. Um ihre üblichen Annäherungserfolge
zu dokumentieren, schnupperte
sie
genüsslich Herrn "Unbekannt" ab, bis dieser das Weite suchte. So, wie er
gekommen ist, war er auch wieder verschwunden. Trotz aller Anstrengungen
und eifriger Ausschau musste sich mein Mädchen damit abfinden, einer
Eintagsfliege erlegen zu sein.
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29. Jänner 2006:
Der erste Monat im neuen Jahr neigt sich dem Ende und ich kann
mich nicht erinnern, in den letzten Jahren von so herrlicher
Schneepracht umgeben gewesen zu
sein.
Diese weißen Erlebnisse mit meinem Mädchen setzten sich auch heute auf
wunderbare Weise fort.
Auf unserem nahe gelegenen Terrain ist bereits seit geraumer Zeit eine
Langlaufloipe gespurt, die kürzlich durch eine breite Spur, äußerst
geeignet für Zwei- und Vierbeiner, ergänzt wurde.
Endlich konnte mein Mädchen ausgiebig ihrem Hobby, dem Schnelllauf,
frönen.
Kein Aufpassen mehr, im Tiefschnee einsinken zu müssen. Freudig erregt
führte mir Atlantis immer wieder ihre so geliebte Rolle vor, bis sie
genug davon hatte und sich mit
angezogenem
Bein, gekräuseltem Schwanz und wind schlüpfrigen Ohren dem Objektiv
stellte.
Gleich in der Nähe des Schiliftes befindet sich ein von den
Kleinkindern gern genützter Rodelhügel. Diese so sanft anmutende kleine
Piste war auch vor Atlantis nicht sicher. Mein Mädchen hatte es eilig,
den Hügel hoch zu stapfen, um vor der Abfahrt nochmals die schöne
Aussicht zu
genießen.
Dann stieg Atlantis noch etwas ratlos einige Schritte voraus und
betrachtete eingehend das
Ziel
ihrer Begierde. "Soll ich, oder soll ich nicht?" Das war die Frage, die
sie sich wohl stellte, um schließlich doch ihren Körper sanft über
den Hügel gleiten zu lassen.
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