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Das Tagebuch der blauen Dogge Atlantis
Oktober 2005

 


  • Oktober 2005:
    Was lange währt, wird endlich gut - "Herbst", was willst Du mehr!



    Das bereits lang anhaltende Traumwetter entschädigt uns endlich für den meist verregneten und viel zu kalten Sommer und lässt uns so die trüben Tage vergessen. Mein Mädchen, das ich ab nun zu meinem Herbst(Z)blatt ernenne,
    und ich genießen in dieser Zeit Wiese, Wald und Feld und laben unsere Seelen an der märchenhaften Landschaft. Auch wenn manchmal ein etwas unangenehmer Wind aufkommt, kann uns dieser die Freude am Wandern nicht nehmen. Denn dann geht es einfach auf in den Wald, wo sich bereits die ersten Bäume und Sträucher ihres Gewandes entledigen.
     

  • Auf der nahe gelegenen Bauernwiese war der Chef persönlich rege im Einsatz und wurde von Atlantis eingehend unter die Lupe genommen.


    Animiert durch das herrliche Wetter, hielten zwei von unseren geliebten Hochlandrindern angeregt Ausschau nach einer passenden Partnerin. (Atlantis war damit nicht gemeint).


    Unterdessen vergnügte sich mein Mädchen mit einer Vielzahl an herab gefallenen Äpfeln und überlegte dabei, ob nicht doch der Verzehr dieses Fallobstes köstlich sein könnte. Es blieb allerdings bei der Überlegung.


    In Labach wurden wir ebenfalls von Mutter Natur verwöhnt und setzten unsere Wanderung in Richtung Rainbach fort.


    Doch plötzlich liefen uns im Eiltempo Küche entgegen, die nur der elektrisch geladene Draht aufhalten konnte. Oh Schreck - wo blieb mein Mädchen?



    Nein, nicht auf der Strecke. Fluchtartig lief sie über einen nahe gelegenen Acker und wartete Schutz suchend auf mich. Es dauerte einige Minuten, bis ich sie beruhigen konnte. Doch dann konnten wir beide unseren Gang in den Wald fortsetzen, wo auch Atlantis wieder ihre ausgeglichene Ruhe fand.



    Die Rosenhofteiche in Sandl geben im Herbst immer wieder Anlass zu einem Besuch. Atlantis genoss nicht nur das gesunde Wasser, sondern auch den Blick in die wärmenden Sonnenstrahlen.


    Atlantis wartete geduldig auf mich, denn es war - wie fast täglich - Pilzsuche angesagt. Parasole, Herrenpilze und Maroniröhrlinge wurden zu Hause einer nachbarlichen Begutachtung unterzogen, gereinigt und dann verkostet.



    "Frauchen, komm' endlich, ich will nach Hause. Nicht nur Du, auch ich habe Hunger."
    Einer so liebevollen Aufforderung konnte ich nicht widerstehen.



    Offensichtlich hatte das Wort "Hunger" auch ein Hochlandrind erreicht. Ein kleiner gelber Apfel musste daran glauben.


    In Dreissgen (nahe St. Peter) blickten uns unzählige sonnenhungrige Schafe entgegen, die von einander nicht lassen wollten.


    Atlantis, mein kleiner Feigling, blieb sitzen und beobachtete das Treiben aus einer gewissen Distanz.



    Ein von der Sonne hell beleuchtetes Rapsfeld erstrahlte in gelbem Glanz, was spät sommerliche Gefühle aufkommen ließ.



    Wie schön, von meiner Lieblingswiese aus unser wunderschönes Städtchen bewundern und so mit Frauchen und Mutter Natur eins sein zu dürfen.





    Auch unsere Hochlandrinder sind Zeugen der herbstlich warmen Sonnenstrahlen.




    Einige Sonnenstrahlen ließen den um diese Jahreszeit bereits dunkel anmutenden Wald romantisch erleuchten. Atlantis beobachtete dieses Schauspiel von der Loge aus und war so beeindruckt, dass es einer kleinen Aufforderung zum Weitergehen bedurfte.

    Der Wald als Fundgrube. In diesem Fall hatten wir es mit einem fest einbetonierten ................. zu tun. Vielleicht eine Idee der Naturfreunde? wer weiß!


Was streckt mir denn da Atlantis aus ihrem ach so süßen Mäulchen entgegen? Wahrscheinlich hatte sie genug vom Wald stapfen und deutete mir so ihren Durst an. Na denn, mein Mädchen, auf geht's zum Bach.
 



Mit dieser Herbstlandschaft aus dem Mühlviertel verabschiede ich mich von diesem wundervollen Monat Oktober. Jeder Tag mit meinem Mädchen Atlantis war Balsam für unsere Seelen. Der Herbst mit seinen  unvergleichlichen Verfärbungen drang tief in unser Innerstes ein in der Hoffnung, dort einen Fixplatz zu erhalten.
 


 

 

 

 

 











 

 

 

 

 

 






 







 

 

 

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