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Das Tagebuch der blauen
Dogge Atlantis
Juni 2005
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Mit der Heimfahrt unserer Freunde aus Belgien verabschiedete sich auch
die Sonne in Freistadt. Wind, Kälte und Regen machten sich breit, sodass
die Temperaturen maximal 15° erreichten.
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03. Juni 2005:
Bei halbwegs annehmbaren Temperaturen spazierten Atlantis und ich
bei St. Peter durch den Wald. Nicht nur meine, sondern auch die Beine
meines Mädchens dürften
Opfer
der Wetterkapriolen gewesen sein. Obwohl wir uns relativ langsam dahin
schleppten, blieben wir immer wieder stehen, um der Schwüle zu trotzen.
Schluss endlich machten wir auf der Picknickbank Rast, um Betrachter
unseres kleinen Städtchens zu werden.
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05. Juni 2005:
An diesem letzten halbwegs sonnigen Tag fuhr ich mit Mama Herta und
Atlantis nach Rufling bei Linz, um die Familie meines Mannes zu
besuchen. Vor allem aber, um Klein Anna Lisa knuddeln zu können. Sie ist
einfach ein Schatz und bei ihrem Anblick
lässt sich die Ähnlichkeit mit der Familie, in die sie hineingeboren
wurde, nämlich die meines verstorbenen Mannes, einfach nicht verleugnen.
Manchmal glaube ich, Heinz lachen zu sehen - schön, dass es Dich gibt,
mein Schatz. Ein weiteres Familienmitglied ist Aiko, mit dem auch
Atlantis keine
Probleme
hat. Als sich in der Mittagszeit die Sonne zeigte, breitete mein Mädchen
ihre Pfoten aus, um den warmen Asphalt zu genießen. Nach eingehender
Stippvisite von Aiko zog diese wieder von Dannen und suchte sich ihr
eigenes
Plätzchen.
Nach kurzer Sonnenbestrahlung zog es Atlantis zu einem auf der Terrasse
befindlichen mit einer gusseisernen Fliege verzierten Steinbrunnen, die
sofort ihre Aufmerksamkeit erregte. Sie
verstand
gar nicht, dass ihre Aufforderung zum Spiel nicht von Erfolg gekrönt
war. Elegant, wie es sich eben für eine Dame gehört, nahm mein Mädchen
vor dem regungslosen Etwas Platz, und blickte uns fragend an. Bevor wir
die Heimfahrt antraten, ließen wir den gemütlichen Nachmittag bei Kaffee
und Kuchen ausklingen, wobei auch mein Mädchen nicht zu kurz kam.
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09. Juni 2005:
Kurz entschlossen, traten mein Mädchen und ich zu einer gemütlichen
Wald- und
Wiesenrunde
an. Wohin das Auge reicht, überall erblühen durch den anhaltenden Regen
Kornblumen und Margeritten im satten Glanz.
Es
ist wunderbar, die Natur in ihrer vollen Pracht erstrahlen zu sehen.
Auch das kühle Wetter kann dem keinen Abbruch verleihen. Meinem Mädchen
hatten es besonders die Mohnblumen angetan. Kann auch ein
Vierbeiner
von diesem gefährlichen Rot süchtig werden? - ich hoffe nicht. Weiter
ging es über des Bauern frisch gemähte Wiese hoch zur Computerbank, wo
sich Atlantis genüsslich ihren Allerwertesten reinigte. Gut, dass dieser
von einigen Wiesenhalmen verdeckt blieb. Könnte sich doch ein
Tagebuchleser etwas abschauen!
Die Sicht war glasklar, sodass sich uns ein herrliches Panorama
einschließlich
Hochlandrindern
bot, die friedlich ihre Ruhe im stechigen Gras suchten. Ab und zu
konnten wir hinter uns im Wald Vogelgezwitscher vernehmen, was wiederum
vom genüsslichen
Muhen der Rinder abgelöst wurde. Dies alles und mehr nahmen wir in uns
auf und spazierten an den Mohnblumen vorbei nach Hause. Doch Atlantis
ließ es sich nicht nehmen, zwischen Knospe und Blüte Platz zu nehmen.
Bevor sie jedoch Gefahr lief, ihren Hunger daran stillen zu können,
führte ich sie nach Hause zu ihrem gewohnten Fressnapf.
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10. Juni 2005:
Heute besuchen wir wieder einmal Herrchens Lieblingsplätzchen, um
dort den Duft von Wiese und Margeriten einzuatmen. Da jedoch Atlantis
nach Hause drängt, komme ich diesem Wunsche gerne nach, zumal Mutti
Herta bereits mit dem Essen wartet. Doch vorher
lädt
der bereits stark verwachsene Bach mein Mädchen zu einem kleinen Umtrunk
ein. Sie hat Durst, meine Kleine, und gräbt sich ihren Platz frei, um
genüsslich ein wenig Nass zu schlürfen. Mit "Köpfchen unter Wasser,
Schwänzchen in die
Höh' " gelingt dies auch.
12. Juni 2005 - Vatertag
Atlantis schickt allen Doggenvätern zum heutigen Vatertag wuffige Grüße
und seid weiterhin lieb zu Euren Kindern

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14. Juni 2005:
Aufgrund
der anhaltenden Luftfeuchtigkeit brachen Atlantis
und ich zu einem kleineren Spaziergang durch das Thurytal auf.
Bei der
Mühle angekommen, setzte sich mein Mädchen in das noch kühle Gras und
wartete darauf, endlich Wasser schlürfen zu können. Als sie lechzend die
Zunge heraus hängen ließ, tat sie mir richtig leid. Kurz darauf
erreichten wir jene Stelle, wo sich Zwei- und Vierbeiner erholen und ich
Atlantis den Wunsch nach Wasser erfüllen konnte.
Ich
sprang von Stein zu Stein, musste allerdings aufpassen, nicht im Wasser
zu landen. Im Gegensatz zu mir hatte mein Mädchen an dem
Wasserspaziergang viel Spaß, konnte sie doch endlich genügend Nass
schlürfen, um dann wieder fit durch den Wald dem Auto entgegen zu gehen.
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22. Juni 2005:
Ein herrlicher Tag - St. Peter rief und dieser Aufforderung kamen
wir gerne zeitig nach. Dieses eindrucksvolle Motiv zieht mich immer
wieder magnetisch an und stellt auch für Atlantis ein
besonderes Erlebnis
dar. Beim Anblick eines von den Bauern benützten Arbeitsgerätes legte
sich mein Mädchen mit einem gewissen Respektabstand in das Heu und
wartete vergebens auf dessen Inbetriebnahme.
Das
Laufen durch die Wiese verursachte bei Atlantis anhaltende Müdigkeit,
derer sie durch ein einfaches Hilfsmittel habhaft wurde. Ich musste sie
nicht
lange
bitten, schon lag sie in der Wiese, um sich auszuspannen. Was hatte sie
denn bloß, mein Mädchen? Als ich sie höflich zum Aufbruch aufforderte,
zeigte sie mir einfach die Zunge und dachte sich ihren Teil - na, so was!
Habe ich Dich etwa falsch erzogen?
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24. Juni 2005:
Wiederum ein heißer und schwüler Sommertag. Atlantis entledigte sich
der
Temperaturen, in dem sie sich genüsslich im Heu räkelte und diesen
Vorgang einige Male wiederholte. Es wurde ein kurzes Unterfangen, zu hoch
stiegen die Temperaturen und ich wollte mein Mädchen
der fast unerträglichen Hitze nicht länger aussetzen. Also suchten wir
zum Verweilen kurz
entschlossen ein kühleres Plätzchen am Waldrand, an dem
sich Atlantis der Länge nach ausbreiten und ihre Seele baumeln lassen
konnte.
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26. Juni 2005
Liebes Herrchen;
An Deinem heutigen Geburtstag
sind wir in Gedanken ganz fest bei Dir
und schicken über die Regenbogenbrücke blumige Grüsse

Deine Atlantis
mit Frauchen Elfi
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28. Juni 2005:
Entgegen meinen Gewohnheiten war ich bereits um 7.00 früh in St.
Peter,
um
mit Atlantis den Morgentau zu genießen. Wir wurden von einer herrlich
kühlen Briese umweht, die uns das Gehen einigermaßen erleichterte. Ja,
es kündigte sich wiederum ein äußerst heißer Sommertag an. Eine Stunde
lang spazierten wir durch den Wald, wobei wir von Vogelgezwitscher
begleitet wurden. Obwohl bereits früh unterwegs, war es doch eher
schwül; und so hielten wir auf der einen oder anderen Bank Rast. Man
mochte es kaum glauben, aber mein Mädchen und ich waren nicht die
einzigen Frühaufsteher. Etliche Hundebesitzer zogen
es
vor, um diese Zeit ihre Vierbeiner auszuführen. Als wir bereits den
Heimweg antraten, kam uns Tommy entgegen, der es meinem Mädchen
besonders angetan hat. Bis Tommy dem Drängen von Atlantis nachgab,
dauerte es zwar ein Weilchen, doch dann siegte das Verlangen nach Lust
und Spiel, dem sich beide hingaben.
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