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Das Tagebuch der blauen Dogge Atlantis
September  2004

 


  • 01.09.2004:
    Welch ein Bilderbuchtag, der Atlantis und mich frühzeitig aus den Federn holte. Sonnenschein und warme Luft begleiteten uns bis zur ersten Station, die mein Mädchen zum Wasser schlürfen nutzte. Insgeheim hoffte ich, dass dieser Durst ein Schwimmwunder bei Atlantis auslösen würde. Doch weit gefehlt, das, worauf sie es abgesehen hatte, war nur ein kleines Stück Holz. Nach der ersten Abkühlung ging es steil bergauf zur Marienkapelle, wo ich zum Dank für meine Mutter eine Kerze anzündete. Friedlich hielten wir eine Zeit lang inne. Auch mein Mädchen gesellte sich dazu, um gemeinsam mit mir innerliche Einkehr zu halten. Außer dem Gezwitscher einiger Vögel und sonstiger Waldbewohner war weit und breit kein Störenfried zu vernehmen. Weiter ging es dem Wald entlang zur Lichtung, die unser geliebtes Heimatstädtchen Freistadt in hellem Glanz erstrahlen ließ. Beeindruckt blieben wir stehen, um dieses Bild in uns aufzunehmen. Auf meinen Sommeranorak breitete ich meinen Körper aus und ließ meine Gedanken hinauf in den Himmel senden. Atlantis hielt beschützend ihren Kopf über mein Haupt, um auf ihre Art Zwiesprache zu halten und diesen einzigartigen Ausblick zu genießen. Ausgeruht und glücklich traten wir beide den Heimweg an, bei dem uns am Waldrand reifende Brombeeren als Wegzehrung dienten. Auch ein Fliegenpilz begrüßte uns, der aber wohlweislich nur als Fotomotiv verwendet wurde. Als sich bei Atlantis bereits Hungergefühl einstellte, wurden die letzten Meter unserer Wanderung schneller als sonst zurück gelegt.

  • 10.09.2004:
    Ein Traumtag führte uns heute von St. Peter aus zur Waldandacht. Auf dem Weg dorthin suchte ich vergeblich nach Brombeeren, die heuer etwas verspätet zur Reife gelangen. Dafür wurden wir in Form eines kleinen Sonnenblumenfeldes entschädigt, welches im herrlichen Glanz in der Mittagssonne erstrahlte. Fast war man dazu geneigt, andächtig an diesem Ort der Ruhe zu verweilen. Während ich auf dem kleinen Bänkchen vor der Waldandacht meinen Gedanken nachhing, zog Atlantis die Nähe der Sonnenblumen vor, um ihr Gesicht der Sonne preis zu geben.

  • 11.09.2004:
    Wieder einer der schönen Spätsommertage. Wir spazierten mit Freund Einstein und dessen Frauchen zum Waldsee. Vergnügt sprang Einstein seiner Belohnung in Form eines Hölzchens nach, um mit diesem in Eintracht wieder an Land zu schwimmen. Wie immer nach solchen Badefreuden, wälzte er sich anschließend genüsslich auf der Walderde, um uns zu zeigen, wie wohl er sich dabei fühlt. Anders Atlantis - sie zog den Duft der Wiese vor und wartete geduldig auf ihren Freund, der sich auch nach getaner Arbeit zu ihr gesellte.
    Nachdem es an diesem Tag sehr heiß war, zog es uns bald wieder nach Hause, wo ein gemütlicher Nachmittag auf uns wartete, den wir gemeinsam mit unseren drei Samtpfötchen genossen.
    Zu später Stunde genügte ein Blick aus dem Fenster, um ein kurzes, aber unfassbares Naturschauspiel einzufangen. Ein feuerroter Sonnenuntergang sendete uns die Botschaft des Friedens aus einer anderen Welt.

  • 21.09.2004-Herbstbeginn:
    Ein zwar sonniger, aber kühler Herbstanfang, der mich erstmals wieder nach längerer Zeit zu Anorak und Filzhut greifen ließ. Schwanz wedelnd brauchte ich mein Mädchen nicht zu überreden, mit mir durch Felder und Wiesen zu streifen, die besonders jetzt an das letzte Kapitel im Jahr erinnern. Bei unserem Spaziergang kreuzten wir den Weg von Aiko, einem Hasky-Mischling, der von Atlantis eingehend unter die Lupe genommen wurde. Obwohl Aiko sich die Annäherung gefallen ließ, blickte sie doch etwas skeptisch hoch zu Frauchen. Weiter führte der Weg vorbei an der neu gegründeten Familie unserer geliebten Freunde, der Hochlandrinder. Es ist immer wieder ein Erlebnis, die Liebe der Eltern zu ihren Jungen beobachten zu können.


    Eine kleine Hundegeschichte:
    Begegnung mit dem Mischling "Ballu":
    Ballu - plötzlich steht er vor mir
    und pirscht sich vorsichtig an mich heran.
    "Was wünschst Du, lieber Freund?"
    Nein, bitte keine Annäherungsversuche,
    lieber laufe ich weg und ergreife die Flucht.
    Aber vielleicht versäume ich doch etwas
    Also gut, Du darfst mich beschnuppern.
    Hm, das tut aber gut, nur so weiter.
    Warum hörst Du auf und laufest mir davon?
    Ballu, Du entkommst Deiner Strafe nicht
    Ich werde Dich schon noch erwischen,
    damit Du ...............................

    30.10.2004:
    Nach etlichen unbeständigen Tagen wurden wir von lang ersehnten Sonnenstrahlen überrascht. Unsere Begleiter zu einem Ausflug nach Dreissgen waren Einstein mit Frauchen Margareta, wo wir das herrliche Wetter und die uns angebotene Natur genossen. Überrascht wurden wir dabei vom Anblick einer laufenden Kuh, die sich uns furchtlos näherte. Ein durchdringender, aber süßer Blick, genügte, um Atlantis und Einstein die Flucht ergreifen zu lassen. Weiter ging es in den Wald, wo Atlantis ihren Allerwertesten der Sonne entgegen streckte. Wir Zweibeiner konnten vom herrlichen Duft des Waldes und der Wiesen gar nicht genug bekommen.
    Auch Atlantis und Einstein ließen ihre Blicke in die Weite der Natur streifen.
    Sommer Ade - wir begrüßen Dich, Du Maler des Herbstes und für mich der besinnlichsten Zeit des Jahres.
     

 


 

 

 

 

 

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