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Das Tagebuch der blauen
Dogge Atlantis
August 2004
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08.08.2004:
Die vergangenen extrem heißen Hundstage veranlassten mein
Mädchen und mich, unsere täglichen Spaziergänge auf ein Minimum zu
reduzieren.
Doch heute bei einer leichten Brise fuhren wir hoch nach St. Peter,
wo das Auto an
einem
schattigen Plätzchen neben dem Wald geparkt wurde. Atlantis konnte
es kaum erwarten, mit der ihr so vertrauten Umgebung Katz und Maus
zu spielen. Immer wieder verließ sie mich und ihren Weg, um im noch
hohen Hafer ihr Glück zu versuchen.
Nur
mit viel Überredungskunst konnte ich sie davon wieder herauslocken.
Als wir in den Wald eintraten, war die Freude um so größer. Kühl,
wie dieser uns entgegenlachte, hielten wir uns einen Großteil
unseres Weges darin auf. Mein Mädchen war natürlich flotter
unterwegs als ich, konnte sie es doch kaum erwarten, mit mir durch
den grünen Tann zu streifen. Besonders
fasziniert
blieb sie stehen, als ihr die Sopnne am Ende der Lichtung
entgegenstrahlte. Besonders beeindruckt war sie aber vom Anblick
eines Schmetterlings, der es sich auf einer Blume gemütlich
machte,
um dort seine Fühler genussvoll auszustrecken und die Sonne zu
genießen. Glücklich und zufrieden nach diesem so lang ersehnten
Spaziergang blieb Atlantis auf mich blickend stehen, als ob sie
sagen würde "Danke, liebes Frauchen, für diese so schöne Stunde in
Wald und Feld".
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12.08.2004:
Endlich war es wieder so weit und ich konnte gemeinsam mit Atlantis
unsere lieben Freunde aus Leipzig, das Königsrudel, bestehend aus
den Zweibeinern Jörg und Bärbel
mit
ihren Sohnemännern Ralf und Christian sowie deren Vierbeiner, einer
wunderschön gestromten Dogge, namens Brutus von Haag, den sie seit
dem heurigen März ihr Eigen nennen dürfen, in die Arme schließen.
Atlantis hat sich ja mit Brutus bereits im Winter angefreundet,
sodass wir beide Hunde problemlos ihrem Schicksal überlassen
durften. Wir trafen uns am Abend zu einem gemütlichen Beisammensein
auf der Terrasse, wo wir bis spät in die Nacht über das
bevorstehende Doggentreffen plauderten.
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13.08.2004:
Wie bereits im letzten Jahr hat Bärbel König das Doggentreffen
hervorragend organisiert, was wohl an ihrem temperamentvollen Blut
liegen muss. Und so fuhren mein Mädchen und ich voller Erwartung zum
familienfreundlichen Gasthaus "Strasseder", um die Ankömmlinge zu
begrüßen.
Leider konnte ich aus familiären Gründen (Mutti Herta befand sich in
stationärer Behandlung) nicht an allen Programmpunkten teilnehmen,
was mir auch sehr leid tat und zur Folge hatte, dass ich nicht alle
Anwesenden mit ihren Vierbeinern mit der Kamera festhalten konnte.
Also bitte, nicht böse sein, wenn sich einer auf meinen Fotos nicht
wieder findet.
Als neue Freunde konnten wir unter anderem Rocky vom Klesslplatz mit
Frauchen Gabi aus Wien begrüßen.

Viel Freude bereitete uns die Anwesenheit von Silke und Tim aus
Berlin mit Titus und Filu vom Solling. Silke hat mit ihrer guten und
ansteckenden Laune zum Gelingen des Festes beigetragen.
Weiters
begrüßten wir Stammgast Maria aus dem nahe gelegenen Sandl bei
Freistadt mit ihrem Temperamentsbündel Bruno vom Alztal. Leider
musste ihre Doggendame Kimberley, die uns im vergangenen
Jahr
noch entzückte, vor Kurzem eingeschläfert werden.
Kurt aus Linz beglückte uns mit seiner Doggendame Alice und dem
Mischlingsmädchen Xena.
Nach der ersten stürmischen Begrüßung mit allen Beteiligten wurde
unser geliebtes Thurytal aufgesucht, wo sich Zwei- und Vierbeiner
neben
Wald und Flussbett richtig austoben und regenerieren konnten.
Atlantis
hatte
wie immer einen Riesendurst, den sie gemeinsam mit Purzel, einem
Doggenmischling, löschte. Bevor Atlantis mit Filu dem kalten Wasser
frönte, beschnupperten sich beide ganz zart und behutsam.
Sony,
ein Malteser, suchte allerdings Schutz suchend Frauchens Beine auf.
Sonst nicht scheu, betrachtete er doch das allgemeine Treiben im
kalten Nass von oben. Mit diesem herrlichen Spaziergang beendete ich
diesen Tag im Kreise meiner Freunde.
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14.08.2004:
Leider fing es heute leicht zu regnen an, wodurch die von Bärbel
so liebevoll organisierten Spiele mit Tier und Mensch etwas verkürzt
werden mussten, was unserem Spaß allerdings keinen Abbruch tat. Beim
ersten Spiel wurden zwei mit Wasser voll gefüllte Eimer aufgestellt.
Unter Zeitdruck musste ein Leckerli vom Vierbeiner aus einem Kübel
herausgefischt
werden, was man unseren Lieben nicht zwei mal anschaffen musste. Die
Gegenaufgabe für uns Zweibeiner war das Herausfischen eines Apfels,
wo jegliche Hilfe von außen strikt verboten war. Atlantis
beobachtete mich mit Argusaugen, was auch geholfen hatte.
Glitschenaß bekam ich den Apfel zu fassen und zog ihn heraus. Mit
einem Apfel unter dem Kinn und einem voll gefüllten
Glas
in der Hand, konnten sich Hund und Herrchen/Frauchen beim
anschließenden Slalomlauf auszeichnen. Es gab schöne Preise und
nachdem es keine Verlierer, sondern nur Gewinner gab, wurde jeder
Teilnehmer mit einem Pokal ausgezeichnet.
Nach getaner Arbeit labten wir uns an Grillwürstel und guter Laune
im Gasthof Strasseder.
15.08.2004:
Die Tage vergingen viel zu schnell und so hieß es denn bei
einem
letzten Spaziergang
Abschied
nehmen. Dieser Weg führte uns an neugierigen Kühen vorbei, die
verständnislose Laute von sich gaben, was den einen oder anderen
Hund abschreckte. Schützend hielt Christine ihre Hand über Sony, um
ihn unversehrt an den Kühen vorbei zu tragen.
Beim Gasthof wieder angelangt, wurde noch kurz Siesta gehalten, wobei
sich Brutus und eine liebe
Dame beim uni sono-Sonnen näher kamen.
Zum Abschluss wurde noch mit einem Glas Rotkäppchen-Sekt
angestoßen, dem sich auch unser Kleinster, Julian aus Wien,
tatkräftig anschloss. Wir alle waren uns einig, im kommenden Jahr
dieses bereits zur Tradition gewordene Treffen zum vierten Male zu
wiederholen, wobei ich natürlich hoffe und es mir wünsche, dass
Bärbel als Verantwortliche wiederum ihre straffe Hand über uns alle
legt. In diesem
Sinne möchte ich mich bei meiner Freundin für die so gut funktionierende
Organisation bedanken und hoffe auf ein baldiges Wiedersehen in
Freistadt.

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