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Das Tagebuch der blauen
Dogge Atlantis
Juni 2004
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Erste Juni-Tage:
Trotz des widrigen Wetters versuche ich, mit meinem Mädchen
unsere täglichen Runden zu absolvieren. Doch Atlantis können auch
diese Hundstage von ihren Gewohnheiten nicht abhalten. Also
heißt es für mich: hinein in den Anorak, Hut und Kapuze auf,
Wanderschuhe an und auf geht es. Wir hoffen allerdings jeden
Tag auf Wetterbesserung dem Monat Juni entsprechend.
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09.06.2004:
Endlich ein Sommertag,
der
auch dem Datum gerecht wurde. Also zog es mich und mein Mädchen
hinauf nach Dreissgen, wo uns
herrlich
warmes Wetter erwartete. Besonders Atlantis genoss das Treiben und
Sitzen im hohen Gras. Immer wieder richtete sie ihren Blick auf die
Seite, um ja nichts zu versäumen. Beim anschließenden Gang durch den
verträumten Wald konnten wir dem Gezwitscher unzähliger Vögel
lauschen und wurden Zeugen, wie ein Eichkätzchen flink von der Krone
eines Baumes Besitz ergriff. Nach längerem Treiben durch die mit
heißen Sonnenstrahlen beschienene Wiese erreichten wir keuchend
Herrchens ehemalige
Raststätte. Atlantis suchte
sich ohne Aufforderung ein schattiges Plätzen, wo sie noch
kurz
ihre Zunge in Bewegung setzte, um sich dann eine kleine Pause zu
gönnen. Ich ließ mich auf der Bank nieder und meine Gedanken in die
Ferne schweifen. Zu Hause angekommen, erwartete uns nicht nur das
verdiente Mittagsmahl, sondern auch ein herrlicher Sommergruß.
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15.06.2004:
Einstein freute sich Schwanz wedelnd, als wir ihn mit seinem
Frauchen zu einem Spaziergang zum Waldteich abholten. Auch für
Atlantis war die Freude groß, konnte sie es doch kaum erwarten, das
Ziel zu
erreichen. Für Einstein
eine besondere Freude, hat er sich doch seit vergangenem Sommer zu einem richtigen Wasserratten entwickelt. Da Atlantis leider noch immer zu den Nichtschwimmern gehört, konnte sie diesen Spaß nur vom Ufer
aus mit erleben. Einstein schwamm immer wieder seinem von Frauchen
ins kühle Nass
geworfene Stück Holz nach, um es unversehrt an Land
zu bringen, wo mein Mädchen bereits ungeduldig auf ihn wartete, um
ihm seinen Fund streitig zu machen. Aber da hatte sie nicht mit der
Gegenwehr
von Einstein gerechnet, der seinen Teil verteidigte, um sich
anschließend patsch nass in der Erde zu wälzen und auf der Waldwiese
eine
kleine
Rast einzulegen. "Ja, meine liebe Atlantis, schwimmen lernen wäre
angesagt, dann musst Du nicht mehr betteln." Nach einem weiteren
Badegenuss von Freund Einstein gingen wir alle gemeinsam über die
Wiese, auf der sich Atlantis noch einmal so richtig austoben konnte,
nach Hause.
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Die letzten Juni-Tage
endeten leider so, wie sie begonnen hatten. Wechselhaftes Wetter,
zwar mitunter auch etwas Sonnenschein, aber großteils bedeckter
Himmel. Das war es, was wir von oben geboten bekamen. Atlantis und
ich trotzten diesen Grüßen und gingen auch bei dieser Witterung
unserer Wege.
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