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Das Tagebuch der blauen
Dogge Atlantis
März 2004
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03.03.2004:
Bei Kaffee und den letzten Faschingskrapfen fand im Hause von
Frauchen ein
gemütlicher
Kaffeeplausch statt. Unsere Ranken bildeten eine verschworene
Gemeinschaft und hatten es sich in den Kopf gesetzt, der
herrlich riechenden runden Dinger habhaft zu werden. Von Antje im
Flüsterton aufgefordert, versuchte zuerst Atlantis,
sich
an das Eingemachte heranzutasten, was auf Geheiß von Frauchen
vereitelt werden konnte. Beiderseits hagelte es Proteststürme, die
in lautes einvernehmliches Geheul umgesetzt
wurden.
Beim Betrachten dieser Szene blieb uns fast der Krapfen im Hals
stecken. Als sich Antje und Atlantis endlich mit den Gegebenheiten
abgefunden hatten, zogen sich beide zur Terrassentüre zurück, wo
Antje von meinem Mädchen trotz des Misserfolges geleckt und geherzt
wurde.
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04.03.2004:
Lauf- und Trainingstag mit Antje und Atlantis, dem
temperamentvollen Geschwisterpaar.
Fangen
spielen, welches sie im harmonischen Gleichklang absolvierten,
war angesagt. Sowohl Antje, als auch Atlantis,
durften
sich aufgrund ihrer zurückgelegten Kilometer als Sieger fühlen. Beim
anschließenden Waldlauf, bei dem der Hochsprung getestet wurde, ging
der Sieg eindeutig an Antje. Dieser Übungen und Spiele schon etwas
müde
geworden, versuchte Atlantis, sich ein wenig im Schnee auszuruhen,
was von Antje jedoch vehement vereitelte wurde. So hieß die weitere
Devise - laufen, laufen und wieder laufen. Wunderbar, wie sich die
Geschwister verstehen. Menschen könnten sich daran ein Beispiel
nehmen.
Nach
einer Stunde Dauerlauf fuhren mein Mädchen und ich wieder nach
Hause, wo Speisenapf und Wasserschüssel zur Gänze geleert wurden.
Freiwillig und ohne Aufforderung ging es dann ab zum Mittagsschlaf,
bei dem Atlantis von Lisa, einem unserer Samtpfötchen, und dem neu
erstandenen Plüschtier, fleißig unterstützt wurde.
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05.03.2004:
 Nach
langen trüben Tagen endlich ein sonniger Lichtblick am Horizont.
Ihre Schwester Antje vermissend, blieb Atlantis immer wieder stehen,
um nach ihr Ausschau zu halten. Doch Schluss endlich musste sie mit
mir, ihrem Frauchen, Vorlieb nehmen. Der Weg führte Atlantis und
mich in unseren
geliebten
Wald, vorbei an frisch verschneiten Bäumen und Sträuchern. Besonders
der noch fest zugefrorene Teich hatte es Atlantis angetan. Träumend
verharrte sie dort ein Weilchen, um sich ein Sonnenbad zu
genehmigen. Oder - vielleicht kommt doch noch mein Schwesterchen bei
mir vorbei?
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06.03.2004:
Abschiedsfest in Freistadt, verbunden aber auch mit
gleichzeitiger Wiedersehensfreude.
Abschied zum einen, da meine Freunde Gerti und Hannes mit Antje die
Heimreise antreten müssen. Freude zum anderen, da Brutus mit seinem
Königsrudel die Anwesenheit vervollständigen.
Atlantis vernahm zu Mittag ein Motorengeräusch und schlug beim
Fenster so lange Alarm, bis die Blicke der Ankömmlinge in die Höhe
schnellten. Die Begrüßung fiel aber auch dementsprechend aus.
Bärbel, ihre Söhne Christian und Ralf mit ihrem neuen
Familienmitglied Brutus; sowie Gabi mit Zoe bereicherten mit ihrer
Anwesenheit Haus und Wiese, die wir nach dem Mittagessen ausgiebig
nutzten. Da sich die Hunde untereinander bereits gut kannten -
Brutus
mit
einbezogen - hatten sie auch viel Spaß
miteinander.
Atlantis spielte ausgelassen mit ihrem neuen Freund Brutus im Schnee
und hielt eine kleine Hundedame, die zuerst eingehend unter die Lupe
genommen wurde, in Schach. Die Zeit mit einander war leider karg
bemessen, da das Königsrudel am morgigen Tag ihre Heimreise mit
Brutus antreten mussten. Also hieß es, so schnell wie möglich nach
Hause, wo sich Gerti und Hannes mit Antje zum Kaffee einfanden. Das
hieß allerdings auch - vier Doggen unter einem Dach. Aber,
keine
Angst, friedlich, spielend, teilweise schlafend, verbrachten sie
miteinander eine harmonische Stunde. Natürlich wurde der neue Freund
Brutus eingehend von Antje und Atlantis berochen, was er
aber
gerne über sich ergehen ließ. Wer einmal von Antje liebkost wird,
der darf sich ihrer Zuneigung immer erfreuen - und so war es denn
auch bei Brutus,
von
dem sie genussvoll Besitz ergriff. Gabi indessen hielt stumme
Zwiesprache mit ihrer am Boden liegenden Zoe, wobei ihr
Herzbube Christian die Nähe von Brutus
suchte
und sich von ihm genüsslich verwöhnen ließ.
Ein wunderschöner Urlaub und viel zu kurzer Nachmittag im Kreise
lieber Freunde ging zu Ende.
Lieber Brutus, ich weiß aus tiefster Überzeugung, dass Du den Platz
gefunden hast, der Dir zusteht und freue mich für Dich. Dir und
Deinen neuen Besitzern wünsche ich Zeiten voller Zärtlichkeit und
Liebe - und natürlich viele kleinere Leckerlis - bis zum nächsten
mal.
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10.03.2004:
Man glaubt es kaum, aber der Winter hat uns in Freistadt noch
immer fest im Griff. Traktorspuren, die unser Gehen etwas
erleichtern sollten, waren leider nirgends zu
finden.
So stapften wir etwas beschwerlich, aber gut gelaunt, über den
geharschten Schnee, in den mein Mädchen
immer
wieder versank, durch den Wald. Das schöne Wetter und die noch immer
tiefen winterlichen Verhältnisse versetzten uns in eine romantische
Stimmung, wobei mein Mädchen immer wieder stehen blieb, um die
wunderbare Landschaft zu genießen.
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11.03.2004:
Wahrscheinlich einer der letzten schönen Wintertage hat uns zu
einer Wanderung durch
den
Wald angeregt. Zuerst entdeckte Atlantis auf der Wiese ein
übergroßes Holzstück, dem sie aber trotz ausgiebiger
Animation
nicht so recht Herr wurde. Übermütig, wie mein Mädchen heute war,
suchte sie sich ein schattiges Plätzchen, um sich darauf ausgiebig
zu wälzen und anstatt der Zunge eine ihrer weiß glänzenden Pfote
zur
Schau zu stellen. Auch beim Verlassen des Waldes war sie vom
Holzsuchen nicht mehr abzubringen und stöberte im Schnee nach
passendem Kleinholz. Ich
dagegen
amüsierte mich und ließ sie gewähren. Bevor wir den Heimweg
antraten, suchte Atlantis auf der schneebedeckten Wiese nun nach
Spielgefährten und setzte sich erwartungsvoll in den Schnee, um die
neben ihr rätselhaften Spuren aufzulösen - ein Reh oder Hase, oder
einer ihrer vielen Freunde - wer weiß?
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