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Das Tagebuch der blauen
Dogge Atlantis
Februar 2004
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01.02.2004:
Matthias
und Einstein waren heute beim angekündigten Tauwetter unsere
Begleiter. Bedingt durch den schwer en
Schnee gingen wir nur eine kleine Runde. Atlantis wurde von Matthias
mit Leckerlis verwöhnt und Einstein durfte natürlich im Anschluss
daran auch mitnaschen. Matthias hatte mit unseren Hunden sichtlich
Spaß und tollte sich im
Schnee
so richtig aus, wobei ihm bei der Bauchlandung Einstein Gesellschaft
leistete. Nachdem
unser
Sohnemann beim Spaziergang leider keine Ausdauer zeigte,
verabschiedete er sich vorzeitig von Atlantis und mir. Ehe Einstein
von Dannen zog, bekam er zum Abschied von meinem Mädchen noch eine
kleine Liebkosung, die er gerne annahm.
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13.02.2004:
Nach einem kurzen frühlingshaften Intermezzo ist der Winter mit
voller Power wieder zurückgekehrt. Atlantis muss in diesen Tagen
notgedrungen das Haus hüten, denn es scheint, dass sich bei ihr eine
kleine Blasenentzündung eingeschlichen hat. Sie bekommt jeden Abend
eine von der Tierärztin verordnete Tablette verabreicht, die etwas
lindernd auf sie einwirken soll. Unsere Tierärztin hält fest, dass
zur Zeit sehr viele Hunde an dieser Krankheit leiden. Diese
Veränderung bei meinem Mädchen bemerkte ich vor ein paar Tagen , da
unentwegt in regelmäßigen Abständen tropfte. Atlantis war dieser
Zustand sichtlich unangenehm, da sie immer wieder an ihrem After
schleckte, welches auch ganz leicht angeschwollen war. So zog ich es
vor, meinem Mädchen den Schnee und die damit verbundene Kälte zu
ersparen. Statt dessen vergnügt sie sich mit unseren drei
Samtpfötchen Laura, Lisa und Benjamin ganz vorzüglich. Atlantis ist
in diesem Zustand ziemlich anhänglich. Jeder Schritt von mir wird
genau registriert und um ca. 5 Uhr früh hüpft sie unaufgefordert in
mein Bett, um ihren Kopf auf meine Schulter zu legen und in dieser
Stellung bis zum Aufstehen zu verharren. In solchen Situationen ist
die Liebe eines Hundes mit nichts anderem zu vergleichen.
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15.02.2004:
Bei Atlantis dürfte sich eine leichte Besserung eingestellt
haben. Die auf ihrem Bettchen liegende Decke und andere Utensilien
weisen auf jeden Fall keine feuchten Spuren auf, was mich natürlich
sehr beruhigt. Doch vorsichtshalber sind noch ein bis zwei
Ruhetage eingeplant, um dann wieder richtig Gas zu geben.
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16.02.2004:
Nachdem es mein Mädchen endlich geschafft hat, bin nun ich an
der Reihe. Von gestern auf heute streikte meine Stirnhöhle. Mit
Aspirin, Inhalationen und Rotlicht versuche ich nun, dem Treiben ein
Ende zu bereiten, zumal ja Gerti und Hannes mit Atlantis's Schwester
Antje ab heute Freistadt für einige Zeit guten Tag sagen und
wir uns natürlich auf ausgiebige gemeinsame Spaziergänge freuen.
Leider musste ich mich jedoch für die kommenden zwei Tage bei ihnen
entschuldigen. Meine drei Samtpfötchen und natürlich auch Atlantis
trösteten mich über diesen Kummer hinweg.
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17. - 19.02.2004:
Da immer noch keine wesentliche Besserung eintrat, wurde der
Onkel Doktor am Abend herbeigerufen, der mich abhörte und mir gleich
Penizillin verschrieb. Meine liebe Nachbarin Margareta fuhr sofort
in die Apotheke und brachte mir das Medikament, von dem ich noch am
Abend eine Dosis einnahm, um ja schnell gesund zu werden.
Hannes war ganz lieb und holte jeden Tag Atlantis zu einem
Spaziergang ab. Mein Mädchen fasste sofort zu ihm Vertrauen und ging
brav mit ihm des Weges. Bereits beim Einparken des Autos spitzte
Atlantis die Ohren und lief schwanzwedelnd im Zimmer hin und her. So
lange, bis Hannes erschien und ihr Streicheleinheiten verabreichte.
Von ihm erhielt sie nur Lob ohne Tadel und mich ließ das Gefühl
nicht locker, dass auch er glücklich über die Anwesenheit meines
Mädchens ist.
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20.02.2004:
Mit dem heutigen Tag ging es auch mit mir wieder langsam bergauf. Obwohl
noch etwas müde, fuhr ich zum Quartier von Gerti und Hannes, um den
beiden entgegenzugehen. Nach einer stürmischen Begrüßung
seitens Antje und Atlantis folgte die offizielle Begrüßung mit
Gerti. Beide Hunde genießen offensichtlich ihre schwesterliche
Zweisamkeit, toben liebevoll miteinander und herzen sich gegenseitig
- Familienidylle pur!
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21.02.2004:
Heute war ein Mini-Doggentreffen angesagt, zu dem sich folgende
Vier- und Zweibeiner beim Gasthof Strasseder einfanden:
Bärbel, Christian und Ralf aus Leipzig mit Brutus
Gabi aus Linz mit Zoe
Gerti und Hannes aus Wien mit Antje (sind derzeit hier auf Urlaub)
Monika und Herbert aus Krems mit Archimedes und Aristoteles
(Geschwister von Atlantis)
Elfi aus Freistadt mit Atlantis
Maria aus Sandl ohne Hund
Unsere Leipziger Freunde haben die weite Reise nicht gescheut,
wollten sie doch Brutus, den sie bald ihr Eigen nennen dürfen,
knuddeln sowie Gerti und Hannes als alte Freunde begrüßen und Monika
und Herbert aus Krems kennen lernen. Da ich dem turbulenten
Spaziergang aus gesundheitlichen Gründen leider noch Tribut zollen
musste, gesellte ich mich erst in der Mittagszeit zu der
Runde, wobei ich noch voll und ganz auf meine Rechnung kam. Als ich
vom Auto ausstieg kam mir bereits die ganze Schar freudig entgegen.
Einige Zeit später stießen das Leipziger Königsrudel mit Brutus
sowie
Gabi mit Zoe zu uns. Brutus hatte es offensichtlich so eilig, dass
er gleich beim ersten Baum
das
Bein hob und sich unter Aufsicht von Christian seiner Reste
entledigte. Anschließend bekam er ein dickes Lob von Christian, dem
er besonders zugetan scheint. Auch bei
Antje,
eine Schwester von Atlantis, und Zoe fiel die Begrüßung besonders
herzlich aus. Als ob sie sich schon ewig kennen würden. Nach dem
allgemeinen Hände schütteln wartete bereits das Essen auf uns, wobei
wir
anfangs Mühe hatten, unsere Ranken auf die Plätze zu verweisen. Doch
nach einiger Zeit wurden wir auch dieser Situation Herr. Brutus und
Zoe durften sich neben Christian eines besonderen Platzes erfreuen,
der mit Streicheleinheiten nicht geizte. Beim harmonischen und
deftigen Mittagessen wurden Erinnerungen ausgetauscht und man
unterhielt sich prächtig, aber wie immer leider viel zu kurz.
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22.02.2004:
Atlantis wurde zu einem ausgedehnten Spaziergang abgeholt, dem
sie bereits entgegenfieberte. Im Anschluss daran traf man sich bei
Kaffee und Torte zu einem gemütlichen Plausch. Aber zuerst mussten
Atlantis
und Antje noch zur Schau stellen, wer denn die stärkere der beiden
Schwester ist. Dieses filmreife Szenarium spielte sich so lange im
Wohnzimmer ab, bis beide müde auf dem Teppich lagen und wir
Vierbeiner endlich den Kaffee genießen konnten. Auch Brutus und Zoe
machten es sich auf ihren mitgebrachten Decken gemütlich. Da Bärbel
mit Christian und Ralf am heutigen Tage noch die Heimfahrt nach
Leipzig antreten mussten, war auch dieser Kaffeetratsch leider nur
von kurzer Dauer. Doch in zwei Wochen gibt es ja ein
Wiedersehen,
denn dann darf sich Brutus auch "König" nennen und nach
Leipzig übersiedeln, was natürlich vorher ausgiebig gefeiert werden
muss. Als das Haus leer war, was Atlantis überhaupt nicht zur
Kenntnis nehmen wollte, nahm sie doch mit ihrem Bettchen Vorlieb und
schlief den Schlaf des Gerechten.
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24.02.2004:
Heute versuchte ich das erste Mal, mit Atlantis unsere
Freunde zu besuchen. Bei der Begrüßung zwischen Atlantis und Antje
kam mir erst zu Bewußtsein, was ich in den letzten Tagen durch meine
Krankheit versäumt hatte. Aber es bleibt ja noch genügend Zeit, den
Urlaub mit Gerti, Hannes und Antje zu genießen. Beide
Vierbeiner
tollten teils ungestüm, teils verliebt, mit einander durch die
verschneite Wiese. Obwohl sie meistens temperamentvoll an die Sache
herangingen,
mussten wir Zweibeiner nie Angst vor Verletzungen haben. Beim
anschließenden Kaffe Plausch in des Gästen Quartier standen sie uni
sono beim Tisch (Antje mit dem breiten Halsband) und warteten auf
bessere Zeiten, die auch in Form von Gertis mitgebrachten Leckerlis
eintraten.
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26.02.2004:
Da sich am späten Vormittag die Sonne noch leicht hervorwagte,
ging ich mit Atlantis
auf
unsere Wiese zu einem kleinen Spaziergang, bei dem ein kleiner, aber
süßer, Mischling versuchte, sich mit meinem Mädchen anzufreunden.
Blicke sagen allerdings mehr als viele Worte!
Waren doch ihre Gedanken bereits bei Antje, die sich mit
Gerti
und Hannes am Nachmittag zu uns gesellte. Kaum hatte mein Mädchen
Antje auf der Wiese fixiert, war sie auch nicht mehr zu stoppen.
Beide liefen sich erwartungsvoll entgegen und waren beim Ausüben
ihrer Liebkosungen durch nichts aufzuhalten.
Zu
Hause bekam Atlantis von unserem Besuch einen kleinen Plüschhund
geschenkt, der einen
Freudenausbruch
verursachte, aber auch für Antje interessant zu sein schien.
Atlantis dachte gar nicht daran, ihr neu erworbenes Kleinod mit
irgendwem zu teilen und verteidigte dies vehement. So kam der neue
Freund einfach zwischen Atlantis's Pfoten zu liegen, wobei Antje
leider das Nachsehen hatte.
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29.02.2004:
Obwohl der Winter noch einmal so richtig Einkehr hielt
und das Wetter zu wünschen übrig ließ, wurden wir von einem ganz
lieben Besuch in Form unserer Doggen- Taufpatin
Helma überrascht. Sie kam in Begleitung ihrer Vierbeiner, dem
Irischen Hirtenhundrüden "Yggdrasil" (1 Jahr), und dem weißen
Schäferrüden "Grisha" (11 Jahre). Nach einem gemeinsamen gemütlichen
Mittagessen fuhren wir zum Quartier von Gerti und Hannes, wo
sich unsere Vierbeiner auf der Wiese austoben
konnten.
Beim anfänglichen Kennen lernen war Atlantis noch etwas
misstrauisch
und beschnupperte Yggdrasil eingehend, was von diesem voll und
ganz akzeptiert wurde. Nun war Antje an der Reihe, den Neuankömmling
eingehend ins Visier zu nehmen. Nachdem die erste Hürde überwunden
war, übten alle Hunde - mit Ausnahme von Atlantis - ihr buntes
Treiben aus. Warum sich Atlantis eher in vornehmer Zurückhaltung
übte - ich kann es nicht beurteilen. Trotz mehrmaliger Aufforderung
zum Spiel war sie einfach nicht dazu bereit. Anders, wenn Antje auf
sie zulief - also mit einem Wort - ein klein wenig Eifersucht war im
Spiel. Musste sie doch Antje, die sie sonst ganz für sich alleine
beanspruchte, mit einigen anderen Spielgefährten teilen. Yggdrasil
und Grisha sind wohl
erzogene
und liebenswerte Vierbeiner, die man sofort ins Herz schließen
musste. Beide vergnügten sich auf der Schnee bedeckten Wiese, um
beim anschließenden Kaffeeplausch bei Frauchen Rast zu suchen und
sich ihr zu Füßen zu legen. Noch bei Tageslicht wurde Helma von
ihren Freunden stürmisch mit einem Danke schön herzlich
verabschiedet.
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