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Das Tagebuch der blauen
Dogge Atlantis
Jänner 2004
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01.01.2004:
Herzlich willkommen, Du Neues Jahr. Aber auch herzlich und mit
Freuden willkommen, Ihr Könige. Nein, nicht die heiligen drei
Könige, sondern unsere Freunde aus Leipzig, Bärbel und Jörg König
mit ihren Sohnemännern Christian und Ralf sowie Gabi aus Linz samt
ihrer süßen Zoe.
Nachdem das Königsrudel den Silvesterabend bei Gabi in Linz
verbrachte, war es mir ein echtes Anliegen, sie am Neujahrstag nach
Freistadt einzuladen. Der Besuch meiner Freunde war aber noch mit
einem tieferen Sinn verbunden.
Brian, ihre gelbe deutsche Dogge und der Liebling der Familie,
musste aus gesundheitlichen Gründen vor kurzem über die
Regenbogenbrücke gehen. Atlantis und auch ich verloren dadurch einen
lieb gewonnenen Freund und waren sehr traurig über diesen Verlust.
Brian und unserem unvergesslichen Nero sowie Karl-Heinz haben wir es
zu verdanken, dass zwischen der Königsfamilie und uns eine tiefe
Freundschaft entstand, welche ich nicht mehr missen möchte.
Nun hatte das Schicksal seine Hand im Spiel. Durch Zufall erfuhren
wir von einem dreijährigen gestromten Doggenrüden, der in einer
erfahrenen und liebevollen Familie ein neues Zuhause finden und
heute das erste mal Bekanntschaft mit meinen Freunden schließen sollte.
Gesagt, getan.
Beim
Mittagessen wurde natürlich ausgiebig über BRUTUS diskutiert und
alle freuten wir uns schon auf sein Erscheinen. Aber zuerst wurde
natürlich Atlantis liebevoll begrüßt und geherzt. Sie konnte es
schon gar nicht mehr erwarten, ihre lieben Freunde knuddeln zu
können. Mein Mädchen wurde mit einem Spielball überrascht,
mit dem sie sofort Freundschaft schloss und ihn sogleich als ihr
Eigentum verteidigte. Nachdem wir unsere wichtigsten Neuigkeiten
ausgetauscht hatten, fuhren Bärbel, Christian und Ralf los, um
Brutus von seiner Familie zum ersten Kennen lernen abzuholen.
Wir
verabredeten
uns im verschneiten St. Peter beim Gasthaus Brunngraber, wo sich auch
Maria aus Sandl mit ihrem Bruno dazugesellte. Oh, war das spannend,
als Brutus aus dem Auto stieg und vorgezeigt wurde. Trotz der
imposanten Erscheinung blickten mich zwei treuherzige Augen an,
deren Zauber ich mich nicht mehr entziehen konnte. Brutus erinnerte
mich wahrscheinlich in gewissen Zügen an unseren unvergesslichen
Nero. Nach der ersten Begrüßungsphase
spazierten
wir durch den Schnee in Richtung Labach. Gespannt waren wir, wie
sich die Hunde untereinander verstehen würden. Atlantis und Brutus
schnupperten sich immer wieder neugierig ab und gingen dann
friedlich ihrer Wege. Anders gesehen bei Zoe, wo die Liebe
eingeschlagen
haben dürfte. Immer wieder suchte Brutus die Nähe von Zoe, um dann
kurz bei ihr zu verweilen ("Verweile doch, Du bist so schön").
Dies war sicher der Grund, warum er Bruno mit gemischten
Gefühlen gegenübertrat.
Ja, ja, die Eifersucht, die Leiden sucht.
Doch dann wurde im Schnee
Versöhnung gefeiert und alle vier Ranken genossen wie aus einem Guss
das Spiel im Schnee.
Bevor
die Dämmerung hereinbrach und wir nach Hause fuhren, verabschiedeten
wir uns von Bruno und seinem Frauchen mit dem Vorsatz, uns in zwei
Tagen in Sandl wieder zu sehen.
Zu Hause angekommen, wurde Brutus eine Matratze von Atlantis zur
Verfügung gestellt, auf der er sich wohl fühlte und auch ein wenig
die Augenlider fallen ließ. Zoe machte es sich wie üblich auf dem
Bettchen von Atlantis gemütlich,
wobei die ihrerseits sich unter der
Bank verkroch, um beim Kaffeetisch ja nichts zu versäumen. Bevor Brutus zu seinen Besitzern zurückgefahren wurde, gab es noch eine
herzliche Umarmung für Chris und alle Anwesenden waren von einem
vollen Erfolg des ersten Treffens angetan und freuten sich
bereits auf den nächsten Tag mit dem neuen Gefährten.
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02.01.2004:
Nach einem ausgiebigen am späten Vormittag eingenommenen
Frühstück gesellte sich die Jugend aus Linz kommend zu uns. Abermals
wurde Brutus zu einem
Spaziergang
abgeholt und ab ging es dieses mal auf die nahe gelegene Wiese, wo
sich Brutus gemeinsam mit Atlantis und Zoe austoben konnte. Voller
Eintracht spazierten sie zu Dritt durch den tiefen Schnee.
Allen
voran als Hausherrin Atlantis, gefolgt von Brutus und Zoe. Von
Christian wurden sie dann aufgefordert, mit einem von Kindern
gebauten Schneemann Bekanntschaft zu machen, wobei sie sich nicht
einig
waren,
wer zuerst das Ungetüm in Angriff nehmen sollte. Einigkeit verspürte
man hingegen beim gegenseitigen Beschnuppern,
zu
dem sich heute auch Atlantis dazugesellte. Na ja, mit zwei Mädels
lässt es sich eben besser leben. Nach getaner Arbeit stolzierte
Brutus allerdings alleine durch den Schnee. Am Teich vorbei, ging es
anschließend wieder nach Hause,
wo
man es sich bei Kaffee und Kuchen gemütlich machte. Brutus mit
einbezogen wurde man das Gefühl nicht los, dass er schon zu
unserer Doggenfamilie gehörte. Nachdem sich natürlich in diesen
Tagen "fast" alles um Brutus drehte, wurde ein weiteres Treffen am
nächsten Tag im Mühlviertel vereinbart.
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03.01.2004:
Heute hieß es endgültig Abschied nehmen. Zum einen von meinen
lieben Freunden aus Leipzig, und zum anderen von Brutus, der heute
nochmals kurz auf Stippvisite in Freistadt mit seiner hoffentlich
neuen Familie vorbeikam.
Als
Atlantis den Motor des Autos vernahm, sprang sie sofort auf die
Fensterbank, um ihre Freunde zu begrüßen. Leider war nur Zeit für
ein kurzes
Abschied nehmen, da Brutus wieder nach Hause gebracht werden musste
und meine Freunde weiter nach Sandl zu Maria und ihrer Familie
fuhren. Mein Mädchen und ich haben Brutus bereits ganz fest in unser
Herz geschlossen und hoffen natürlich auf eine glückliche
Vereinigung zwischen Mensch und Tier.
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04.01.2004:
Mein Mädchen und ich waren heute sehr traurig. Keine Freunde,
die uns durch den herrlich verschneiten Winterwald begleiteten.
Atlantis stapfte durch den tiefen Schnee und kam sich dabei ganz
verlassen vor. In diesem Moment hielt ein Jeep mit zwei
Jagdaufsehern an, die mich auf das in Kraft getretene neue
Hundegesetzt aufmerksam machten, indem sie mich darauf hinwiesen,
dass Hunde an der Leine zu führen sind. Entsetzt wehrte ich mich
dagegen, Atlantis in der freien Natur auf Wiese und Feld anleinen zu
müssen. Beide Aufseher zeigten sogar dafür Verständnis, erhoben
jedoch gegen jene Hundebesitzer Vorwürfe, die ihre Vierbeiner nicht
zur Raison bringen
können.
Nach einer längeren Diskussion ging ich mit Atlantis des Weges
weiter in den Wald, wo uns niemand mehr stören konnte, aber ohne
Leine.
In diesem Moment überkam mich eine unendliche Traurigkeit. Kann ich
denn meinem Liebling eine artgerechte Freiheit nicht mehr
ermöglichen? Atlantis ist so brav und weicht keinen Moment vom Weg
ab. Die Gesetze können schon sehr grausam sein.
Wenn
ich mein Mädchen so glücklich und fragend im Wald sitzen sehe, dann
weiß ich, was ich in Zukunft zu tun habe. Ich werde ihr nach wie vor
die Freiheit ermöglichen, die sie sich verdient, nämlich ein Leben
ohne Leine und Maulkorb. Leine nur dann, wenn es der Gesetzgeber
unbedingt verlangt und niemand anderer gefährdet ist.
Es heißt, die Hunde sind unberechenbar - und die Menschen?
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05.01.2004:
Am späten Vormittag lag über Freistadt eine eigenartige und
trostlose Stimmung, welche sich dann zur Mittagszeit in einen
starken Schneesturm verwandelte. Ich ließ mich jedoch davon nicht
anstecken und kaufte mir spontan eine lange Schneejacke, die ich -
als sich der Sturm etwas legte - mit Atlantis gleich einweihte.
Allerdings zogen wir uns nach einer guten viertel Stunde wieder in
unsere warme Stube zurück und ließen es dabei bewenden.
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06.01.2004:
Ein herrlicher Dreikönigstag, welcher sich bereits am Vorabend
durch Vollmond und sternenklaren Himmel bei minus 26 Grad
abzeichnete, erwartete uns.
Was
blieb mir anderes übrig, als mich warm anzuziehen und mit
meinem Mädchen nach St. Peter zu fahren, wo wir von einer tief
verschneiten Winterlandschaft, gepaart mit viel Pulverschnee,
verzaubert wurden.
Atlantis
erfreute sich immer wieder an den herabhängenden Ästen und genoss
wie eine Königin den leichten Neuschnee.

Wir stapften langsam durch das tiefe Weiß, um beim anschließenden
Ort Dreißgen rechts abzuzweigen. Da ich diese Route mit Atlantis
noch nie gegangen bin, waren wir daher voller Erwartung. Immer mehr
versanken wir in
den
Schnee und mussten uns anhand der Fußabdrücke von Reh und Hase
orientieren. Wie Rübezahl im Märchenwald kam ich mir vor und blieb
immer wieder stehen, um die unvergleichliche Schönheit der Natur zu
bestaunen.
Der
Weg führte uns an schwer mit Schnee behangenen Bäumen vorbei, wobei
wir dann doch einen mir vertrauten Pfad fanden, der
uns
zur Waldandacht führte, wo ich mit Atlantis einige Zeit in Gedanken
verweilte. Gut gelaunt und frohen Sinnes traten wir den Rückweg an.
Obwohl es für Atlantis doch sehr anstrengend war, hatte sie
viel Spaß an dieser Wanderung. Jedes Fleckchen Schnee betrachtete
sie voller Entzücken, lief immer wieder vergnügt
neben
mir her, ohne das ihr erlaubte Terrain zu verlassen. Die
Jagdaufseher hätten ihre wahre Freude mit meinem Mädchen.
Nun hatten wir noch das letzte steile Waldstück vor uns, das auch
von Frauchen mit Bravour gemeistert wurde, und uns nach zwei
und
einer halben Stunde am Marterl vorbei wieder zum Auto zurückbrachte.
Entspannt, aber doch etwas müde, ließen wir zu Hause unsere Seelen
baumeln und waren glücklich, diese Dreikönigswanderung gegangen zu
sein. Zwei meiner Samtpfötchen, Laura und Lisa, hatten es sich in
der
Zwischenzeit
gemütlich gemacht und betrachteten uns aus ihren müden Augen, wobei
Benjamin unauffindbar war. Atlantis bekam zur Belohnung einige
Knabberlis, legte sich anschließend auf ihr Bettchen, um dann
einzuschlafen und schnarchend vielleicht von der Schönheit des
heutigen Tages zu träumen.
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08.01.2004:
Mein Blick aus dem Fenster
verriet wiederum einen Bilderbuchtag. In der Stadt wurden noch
einige Erledigungen getätigt, um dann schon mein ungeduldig auf mich
wartendes Mädchen auf diesen Spaziergang einzustimmen.
Atlantis und ich setzten
unsere
Spuren in den stark verschneiten Waldweg, der an der Kirche von St.
Peter vorbeiführte. Nachdem zu diesem Zeitpunkt der Schilift
Mittagspause hielt, konnten wir das Gelände in Ruhe
betreten,
ohne dabei Kinder zu belästigen. Etwas erschöpft kamen wir in St.
Peter an, wobei es sich mein Mädchen im Schnee gemütlich machte.
Eine Neuschneedecke von 30 cm lag über der Wiese, die uns das
Weitergehen zusehends erschwerte. Nach längerer Pause wollte ich
meinem Freund Hansi und seiner Kuh einen Besuch abstatten, der Dank
Atlantis' Respekt allerdings
nur
aus einer bestimmten Entfernung vorbei an der vom Jäger liebevoll
ausgelegten Futterkrippe erfolgen konnte. Schön mit anzusehen, wie
sich die Tiere in diesem Gehege wohl fühlen. Der Weg führte uns
weiter über eine lang gestreckte Wiese oberhalb des Schihanges
hinein in den nächsten Wald. Von dort stapften wir gemütlich an den
uns so vertrauten Hochlandrindern vorbei nach Hause.
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09.01.2004:
Leider kam Atlantis heute nicht so ganz auf ihre Kosten. Der
Staub, welcher sich über die Feiertage im Haus ansammelte, musste
auch wieder einmal entfernt werden -
und
das war eben heute der Fall. Schon beim Anblick des Staubsaugers
trat mein Mädchen den Rückzug an, der sie auch ab und zu in den
Garten führte und wo sie sich mit ihrem neuen Ball abreagieren
konnte. Da dieser sich immer wieder im Neuschnee vergrub,
wurde mein Mädchen angehalten, ihn auch dort zu suchen. So verging
für Atlantis der Putztag ohne besondere Erlebnisse, außer, dass sie
ihrem frischen Bettchen frönen durfte.
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11.01.2004:
Nach zwei Tagen Abstinenz wurde der Motor von Atlantis heute
wieder gestartet. Der
Motor
wurde angelassen und ab ging es auf die Wiese, wo mein Mädchen ihren
Bedarf an Laufübungen nachholte.
Weiter
ging es den Hang hinauf, wobei wir von den Jagdaufsehern mit dem
Auto durch ein freundliches Winken begrüßt wurden. Nach einer
kleinen Runde fuhren sie wiederum mit einem Lächeln an uns vorbei.
Diese Reaktion der
beiden
Beamten war am heutigen Tage eine positive Erfahrung für mich. Da
das Wetter nicht sehr einladend war, spazierten wir noch weiter in
den Wald hinein, hielten uns dort ein wenig auf, um dann gut
gelaunt nach Hause zu stapfen, wo das von Mama Herta zubereitete
Essen schon auf uns wartete. Es gab gekochtes Rindfleisch, von dem
Atlantis ihren Anteil bekam und ihn mit Freuden hinunterschmatzte.
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14.01.2004:
Endlich fanden wir Zeit, gemeinsam mit unserem Freund Einstein
und seinem Frauchen den ersten Spaziergang im neuen Jahr zu
absolvieren. Obwohl das Wetter
zu
wünschen übrig ließ, starteten wir durch und gingen zum Schilift,
der zur Zeit ob des Tauwetters nicht in Betrieb ist. Doch für unsere
zwei
Ranken
gab es Schnee genug, um sich darin auszutoben. Besonders Atlantis
war nicht zu halten. Immer wieder pirschte sie sich langsam an
Einstein heran, um ihn dann zärtlich und liebevoll zum Spiel
aufzufordern. "Genug des Guten": sagte sich Einstein und zog sich zu
seinem
Frauchen zurück und Atlantis hatte das Nachsehen. Als wir von einem
starken Schneesturm überrascht wurden, gingen wir schnellen
Schrittes
zurück nach Hause. Und siehe da, als wir das Haus betraten und uns
die Nässe abschüttelten, zeigte sich die liebe Frau Sonne in ihrem
prächtigsten Kleid, was mein Mädchen veranlasste, sich ein Sonnenbad
am Teppich zu genehmigen.
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16.01.2004:
Nach einem Faulenzertag taten Atlantis und ich uns schwer, die
Beine zu heben. Ein Blick aus dem Fenster kam gerade zur rechten
Zeit, als uns Vega mit Frauchen Birgit zu einem Kaffeeplausch
einlud, dem sich natürlich auch Einstein mit Frauchen Margret
anschloss. Bei diesem Dreiergespann und unserer Anwesenheit schwand
meine Müdigkeit schnell dahin. Live-Show unserer Vierbeiner war
angesagt, die auch wir Zweibeiner nicht versäumen durften. Bis wir
zu Kaffee und herrlich frischen
Semmeln
gelangten, verging einige Zeit, die unseren Hunden gewidmet war. Als
Birgit mit einigen Leckerlis erschien, standen alle Drei habt Acht
und warteten auf das Geheiß der Hausherrin. Nach dem Verzehr dieser
kleinen Aufmerksamkeiten hofften wir auf etwas Ruhe beim
Kaffeetratsch.
Von wegen - Atlantis war die erste, die sich an den Tisch
heranpirschte und in Margret ein geeignetes Opfer fand, die ihrem
flehenden Blick nicht widerstehen konnte.
Dann
ging am Teppich die Post ab, wobei es sich um einen im Eigentum von
Vega befindlichen Ball handelte, den sie auch nicht bereit war, zu
teilen. Einstein war das Treiben zu bunt und er machte es sich auf
seine Art gemütlich. Vega
hingegen
forderte Atlantis immer wieder auf, mit ihr das bunte Treiben
fortzusetzen, dem sich mein Mädchen auch nicht entzog. Es ging
natürlich wieder um den Ball
und das Leistungsverhältnis bei diesem Spiel wurde auf eine
harte Probe gestellt. Nach diesem Lustspiel wurden wir von Birgit
mit Nachschub herrlich duftenden Kaffees verwöhnt. Der Gang in die
Küche hat Atlantis zum Spionieren angeregt, könnte es doch irgendwo
ein Gutes geben. Doch auf mein Geheiß verließ sie das Reich
der
Hausherrin, um etwas beleidigt von Dannen zu ziehen. Nach dem
Kaffeegenuss verabschiedete man sich, denn immerhin schlug die Uhr
fast 12 Uhr und die Hausfrauen gingen zum Kochen über. Ich hingegen
- mittlerweile putzmunter - vertrat mir
mit Atlantis noch die Beine. Am Rückweg kam uns Matthias, Sohnemann
von Margret, entgegen, der sich immer wieder an meinem Mädchen
erfreuen kann und sie herzlich umarmte. Gemeinsam gingen wir ein
Stück des Weges zusammen, wobei wir von einem Teil der Schulklasse
neugierig nach Hause begleitet wurden.
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21.01.2004:
Die letzten Tage wurden von wechselhaftem Wetter begleitet,
welches auch heute
 zu
wünschen übrig ließ. Doch eine eigenartige Stimmung machte sich an
diesem Mittwoch breit und zog uns hinaus in den Neuschnee, wo sich
Atlantis wieder einmal austoben konnte. Sie sprintete aus voller
Lust, wobei sie ihre Hinterbeine in die Höhe schnellen ließ, als ob
sie noch etwas besonderes im Schilde
führen
würde. Dieses Besondere wurde dann auch im Tiefschnee auf der weiten
Wiese erledigt, um an Ort und Stelle ihre Spuren
zu
hinterlassen. Nach getaner Arbeit erspähte mein Mädchen im Lauf
einen Spaziergeher, der von ihr ganz genau ins Visier genommen
wurde. Gemächlichen Schrittes ging Atlantis auf ihn zu und vor ihr
stand ein
Schülerjunge,
der ohne Angst und Panik mein Mädchen streichelte, was sie natürlich
ohne zu Murren über sich ergehen ließ. Es ist immer wieder schön,
mit anzusehen, wie Kinder liebevoll mit Atlantis umgehen, was
ihnen mein Mädchen auch mit Zuneigung dankt.
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23.01.2004:
Nachdem das Wetter in den letzten Tagen zu wünschen übrig ließ,
sandte uns heute bereits am frühen Vormittag die liebe Frau Sonne
ihre Strahlen. Aus einem gewohnt ausgedehnten Frühstück wurde ein
dezimiertes, da Atlantis bereits ungeduldig hin-
und
herwedelte. Sie bestieg ohne zu Murren das Auto, mit dem wir dann
hoch nach St. Peter fuhren. Eine prächtige Winterlandschaft machte
sich
vor uns breit, deren Zauber wir uns nicht entziehen konnten.
"Oh, wie schön ist Deine Welt,
Vater, wenn sie golden strahlet"
Immer wieder drückte ich auf den Auslöser, um die
einzigartige weiße Pracht der Natur festzuhalten, in der
natürlich mein
Mädchen nicht fehlen durfte. Die Schönheit der Landschaft ließ uns
die bittere Kälte, der wir über eine Stunde lang ausgesetzt waren,
fast vergessen.

Als wir schon glaubten, alleine die Einsamkeit genießen zu dürfen,
kam uns eine liebe Bekannte mit ihren zwei etwas "kleineren"
Vierbeinern entgegen, die von Atlantis ausgiebig begrüßt und geherzt
wurden, wobei uns wir Zweibeiner einer kleineren Plauderei
unterzogen. Die Gelegenheit wurde am Schopf
gepackt, um mein Mädchen und mich gemeinsam im Schnee zu verewigen.
Anschließend ging jeder seiner Wege und wir waren wieder alleine.
Die Sicht an diesem Tag war so klar, dass
wir
beim Wegweiser Labach/ St. Peter direkt auf die Schitrassen nach Bad
Leonfelden hinüberblicken konnten. Atlantis und ich meisterten mit
Bravour den Tiefschnee, der uns weiter in den Wald führte, wo es die
Kälte etwas
milder mit uns meinte. Dem schnellen Tempo meines Mädchens konnte
ich nur langsam folgen. Aber brav und umsichtig, wie sie eben ist,
blieb sie immer wieder stehen, um mir entgegenzulaufen und mich
aufzufordern, doch das Tempo etwas zu beschleunigen.
Als
wir wieder die Lichtung erreichten, gingen wir an der ehemaligen
Rastbank von Herrchen Heinz vorbei - und siehe da - Atlantis ging
ohne Aufforderung direkt auf sie zu, schnupperte einige Male davor
und blieb kurz verweilend im Schnee sitzen. Mir wurde dabei ganz
warm ums Herz und ich konnte mich dabei einer melancholischen
Stimmung
nicht
entziehen. Der Weg führte weiter an der uns so vertrauten
Picknickbank vorbei, die wir mit lieben Freunden
bereits im Sommer als solche ausgiebig eingeweiht hatten. Durch die
Bäume beobachteten wir einen einsamen Langläufer, der noch auf
Spurensuche war. Leider ging dieser tiefgehende Eindrücke
hinterlassende Spaziergang dem Ende zu. Aber Atlantis und auch ich
waren schon etwas müde vom anstrengenden Schneetreten. Von der
Mittagssonne wurden wir noch bis zum Auto begleitet, welches
uns auch sicher auf einer Schneefahrbahn nach Hause brachte.
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24.01.2004:
Obwohl das Wetter traumhaft war, musste Atlantis aufgrund der
Abfahrtslaufübertragung aus Kitzbühl, den ich mir noch in keinem
Jahr entgehen ließ, bis zum Nachmittag auf ihren Auslauf warten.
Aber dafür kam sie dann auf ihre Rechnung. Quer feldein an
unseren
Freunden vorbei stapften wir hoch durch den Wald, wobei
Atlantis von Vega kurz begrüßt wurde. Leider ließ sich die Sonne im
Wald kaum mehr blicken und so war es auch empfindlich kalt. Aber gut
eingepackt und frohen Mutes ging es nach einer kleinen Rast am Teich
wieder nach Hause in die warme Stube.
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25.01.2004:
Starker Schneefall ermöglichte uns heute einen Ruhetag, der zum
worken im Haus genutzt wurde.
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26.01.2004:
Was für ein herrlicher Wintertag! Aber zuerst besuchten wir Vega
mit Frauchen Birgit. Da Vega zur Zeit leicht hinkt, ging es auf
Geheiß von Frauchen ab auf das Sofa - und Ruhe wäre angesagt
gewesen, die ihr aber offensichtlich sehr schwer fiel. Immer wieder
bekundete sie, lieber mit Atlantis spielen zu wollen.
Nach
einer kleinen Plauderei hieß es "St. Peter, wir kommen". So gingen
wir durch eine frisch verschneite Sonnenlandschaft, welche von
einigen Nebelschwaden durchzogen war, aber sich jedoch rasch wieder
auflösten.
Atlantis und ich stapften gemütlich ohne besonderes Ziel dahin. Mein
Mädchen setzte sich hin und wieder in den Schnee, um alles um sie
herum genau zu
beobachten.
Die Weite der Landschaft kam heute besonders zum tragen.
Abschließend suchten wir uns einen neuen Waldweg, der auch von
Atlantis genau ins Visier genommen wurde und uns zum geparkten Auto
führte.
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28.01.2004:
Atlantis
entpuppte sich heute als Wirbelwind. Immer wieder suchte
sie Kontakt zum Neuschnee, der sie ungemein zu faszinieren schien.
Wir gingen unsere übliche Waldrunde und wurden von einer frisch
verschneiten Waldlandschaft überrascht. Heute hatte es mein Mädchen
besonders auf "Holz" abgesehen. Zuerst
wurde
ein kleines Stückchen davon vom Boden ausgegraben und unsicher
gemacht, wobei sie sich davon gar nicht mehr trennen wollte. Dabei
übersah Atlantis die rund um sie liegenden Holzstücke. Als ich mein
Mädchen dann doch zum Weitergehen überreden konnte, versuchte sie in
weiterer Folge, einen herunterhängenden
Ast zu erreichen. Doch dieser blieb standhaft und Atlantis musste
sich erfolglos mit Kleinholz begnügen. Auf dem Weg nach Hause
begegneten uns Schulkinder, die mich fragten, ob sie Atlantis
streicheln dürften. Schön mit anzusehen, wie furchtlos Kinder meinem
Mädchen gegenübertreten, sind doch die Erstklassler nicht wesentlich
größer als Atlantis. Was die Schulkinder zu der Äußerung hinreißen
ließ, Atlantis sähe aus wie ein "Pferdehund", um sich dann
korrigierend auf "Hundepferd" zu einigen. Nachdem ich mich von den
Schülern verabschiedet hatte, ging ich lächelnd mit meinem "Pferd"
nach Hause.
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31.01.2004:
Ein
kleiner Spaziergang in St. Peter, war es doch der letzte
angekündigte schöne Jännertag, den wir auszunützen bereit waren. Der
Schnee unter den Füßen gab immer mehr nach, sodass in den
nächsten Tagen mit Schneeschmelze zu rechnen sein wird. Atlantis
nahm sich entgegen den schlechten Wetterprognosen ein Stück Holz und
spielte ausgelassen damit. Schade, sollte der Winter jetzt schon von
uns Abschied nehmen.
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