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Das Tagebuch der blauen Dogge Atlantis
Juli 2003
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01.07.2003:
Regen war angesagt, aber er kommt nicht, obwohl Tier, Mensch und
die Fauna schon sehnsüchtig darauf warten. Der von Herrchen
liebevoll getaufte "Märchenwald" in St. Peter wurde am heutigen
Vormittag von Atlantis und mir nur zu einem kleinen, aber intensiven
Rundgang genutzt. Dort wurden wir von den im Wald lebenden Tieren
mit ihren unnachahmlichen Lauten begrüßt und begleitet. Obwohl wir
sie nicht sehen konnten, waren sie doch immer in unserer Nähe. Mein
Mädchen blieb immer
wieder
stehen,
um Ausschau nach einem Freund zu halten, was aber Schluss endlich
dazu führte, dass sie sich mit ihrem Frauchen begnügen musste. Mit
den unzählig herumflatternden Schmetterlingen wusste Atlantis nichts
anzufangen, flogen sie doch bei ihrem Anblick gleich wieder davon.
Nach
bestandener Wanderprüfung labte sich mein Mädchen im kühlen Gras und
freute sich offensichtlich schon auf den bevorstehenden Fressnapf
mit viel Wasser. Zu Hause angekommen, verkroch sie sich unter der
Essbank, um auf die ersehnte Abkühlung zu warten, die Gott sei Dank
am späten Nachmittag in Form von ausgiebigen Regenfällen einsetzte.
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12. Juli 2003:
Gedanken an Herrchen - Was bleibt, ist die Erinnerung:

Seit einem Jahr bist Du schon fort
Dein Heim ist nun ein andrer Ort
Wo Frieden Dich umgibt und Ruh
Still schließen wir die Augen zu
Den zu betreten, wir nicht wagen
Wobei wir immer wieder fragen
Warum Du uns verlassen hast
Für Frauchen eine schwere Last
Der Weg dort hin war lang und weit
Es hilft der Seele nur die Zeit
Ich bin und bleib ihr guter Freund
Damit sie nicht mehr so viel weint
" Herrchen" wirst uns immer sein
Mal lachend und im Sonnenschein
Wirst ewig uns Begleiter sein
In Liebe und Treue - Deine Atlantis
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Trotz der Hitzewelle,
die kein Ende zu nehmen scheint, stapfen Atlantis und ich doch hin
und wieder eine gemächliche Runde.
Leider ist mir zu guter Letzt meine Digitalkamera genau am 12.07.
auf das Pflaster gefallen und musste eingeschickt werden. Ich hoffe
nur, dass die Kamera gerichtet werden kann, ist sie doch ein
Erinnerungsstück an Heinz.
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25.07.2003:
Am heutigen Tag zeigte mir mein Mädchen das erste mal ganz bewusst,
wo sie lang gehen möchte. Ich meinerseits schlug einen für mein
Mädchen bekannten Waldweg ein, wo jedoch eine fast unsichtbar
elektrisch geladene Schnur angebracht war, die Atlantis vorher schon
registriert haben muss. Trotz ständigen Rufens und guten Zuredens
blickte mich Atlantis von einem weiter oben gelegenen Weg ganz frech
an und blieb wie angewurzelt stehen. Bis mir der Gedanke kam, dass
dieses ungewohnte Verhalten mit der Schnur zu tun haben mußte, was
sich auch bestätigte. Also machte ich kehrt und ging zu Atlantis
zurück, was voller Zufriedenheit quittiert wurde.
Zurück nach Hause gingen wir ganz langsam, als ich eine Richtung
einschlug, mit der mein Mädchen wiederum nicht einverstanden war.
Diesmal war es aber nicht die Schnur, sondern der Wunsch nach
Wasser. Atlantis machte mir dies begreiflich, indem sie meine Finger
in ihre Schnauze steckte und mich des Weges zog. Das war das erste
mal, dass Atlantis auf diese Weise ihre Wünsche äußerte und was
blieb mir anderes übrig, als lächelnd darauf einzugehen.
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26.07.2003:
Heute war ein Besuch bei unseren Freunden Gabi, Chris und Zoe in
Linz angesagt, der für alle positiv ausfiel. Obwohl beide Hündinnen
bereits gut Freund sind, wussten wir nicht, wie sie sich in der für
Atlantis ungewohnten Umgebung verstanden. Aber alle Bedenken wurden
vom Wind bzw. Sonne zerstreut. Denn mein Mädchen hat die Ehre, in
Kürze einige Tage bei Zoe verbringen zu dürfen, da Frauchen
unterwegs sein wird. Nach dem Mittagessen, das übrigens exzellent
ausgefallen ist, spazierten wir mit unseren Hunden durch den nahe
gelegenen Wald, der so richtig zum Herumtollen einlädt. Nachdem auch
hier von beiden Seiten Eintracht angesagt war, haben alle
Betroffenen keine Bedenken, Atlantis für einige Zeit bei sich
aufzunehmen, wofür ich mich im voraus bei unseren lieben Freunden
schon mal bedanken möchte.
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