| Das
Tagebuch der blauen Dogge Atlantis
Mai 2003
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05.05.2003:
Die vergangenen Tage waren so heiß, dass es vorzuziehen war, mit
Hund und Katzen im kühlen Haus zu verweilen oder sich sonst wo zu
verkriechen. Die Temperaturen lagen zeitweise bei fast 35° und man
fragte sich schön langsam, was da in den Sommermonaten noch auf
uns zukommen wird.
Den Temperaturen zum Trotz unternahmen Atlantis und ich heute bereits
um 8.30 Uhr unseren ersten gemeinsamen
Maispaziergang,
der uns nach Labach führte und den wir nicht bereuen sollten.
Wir wurden von einer herrlich gelb blühende Löwenzahnwiese begrüßt,
auf der es sich mein Mädchen gleich gemütlich machte. Es bedurfte
allerdings keiner Überredungskunst, Atlantis weiter zu bewegen,
wobei die obligate Atlantis-Rolle nicht fehlen durfte.
Die zweite kleine Pause wurde von Atlantis genützt, um zu ...
Bei Labach am Labach angekommen, wurde eine etwas längere Pause
eingelegt, die von Atlantis zu einer ausgiebigen Durstlöscherei
im Labach genutzt wurde. Auch ich ruhte mich auf einem Stein aus,
genoss einen saftigen Apfel und ließ meine Seele baumeln. Wir wurden
von einer so beruhigenden Stille eingehüllt, dass man das Vogelgezwitscher
von weit her wahrnehmen konnte. Sogar ein Hase ließ es sich nicht
nehmen, an uns vorbei zu huschen.
Mein
Mädchen machte sich in der Zwischenzeit einen Teil des Bächleins
zu Eigen und kam nach getaner Arbeit nass und gut gekühlt zu mir
zurück.
Aus der Ferne beobachteten wir das Treiben eines Storches,
wobei Atlantis Gott Lob keine Anstalten machte, ihn daran zu hindern.

In
diesen so kostbaren Minuten ließ ich meine Gedanken über die Felder
streifen und war nur glücklich, mit meinem Mädchen diese Augenblicke
gemeinsam genießen zu dürfen.
Auf dem Rückweg begegneten wir einen am Feld arbeitenden Bauern,
der mit dem Traktor seinen Beitrag zur bevorstehenden Ernte leistete.
Mein Mädchen und ich waren uns einig, diesen so besinnlichen Spaziergang
bald zu wiederholen.
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08.05.2003:
Heute entschlossen wir uns zu einem dem Wetter
entsprechenden
kurzen Spaziergang, der
uns von der Hauswiese aus an den Hochlandrinderbabys vorbei in den
Wald führte. Im Gegensatz zu Atlantis kann ich mich am Anblick dieser
kleinen Rinder nicht genug satt sehen, wobei unser Kommen von deren
Mütter jedes mal lautstark angekündigt wird.
Vorbei an der
Ruine und noch blühenden Bäumen,
spazierten mein Mädchen und ich den Waldweg entlang nach St. Peter.
In der angenehmen Kühle des Waldes verharrten wir länger als geplant
und genossen den Duft der Bäume und Sträucher, ehe es heimwärts
ging.
Wieder auf der Wiese angekommen wurden wir
durch
aufhüpfende Hasen und springende Rehe überrascht. Obwohl die Versuchung
groß war, wurde das rege Treiben von Atlantis mit verzogenem Gesucht
nur aus der Ferne beobachtet. Denn mittlerweile weiß meine Kleine,
dass es bei nicht Folgen Schelte gibt. Leider hatte ich immer
im falschen Augenblick den Finger am Auslöser, sodass ich auf Fotos
dieser Art zumindest am heutigen Tage verzichten musste.
Jetzt war es aber an der Zeit, zum nächst gelegenen Bächlein zu
gelangen, wo mein Mädchen nach Herzens Lust Wasser schlürfen und
die anschließende Mahlzeit zu Hause genießen konnte.
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13.05.2003:
Obwohl meine Wirbelsäule vom Ausheben der im Garten entstehenden
Terrasse noch stark in Mitleidenschaft gezogen war, wurden meine
müden Beine gemeinsam mit denen von Atlantis in Bewegung gesetzt.
Klein, aber fein war der Spaziergang, zu dem uns bereits summende
Bienen einluden, wobei Atlantis ihren Kopf ständig hoch hielt, um
ja nichts zu überhören.
Mein Mädchen wird sich bei den Bienen wohl überflüssig gefühlt haben,
als sie diesen tollen Zwischenspurt einlegte.
Der bereits verblühte Löwenzahn wurde von anderen heranwachsenden
Wiesenblumen ersetzt
und es ist schön mit anzusehen, wie sich die Wiese von Tag zu Tag
verändert.
Atlantis ließ ihren Blick
über die wachsende Wiese schweifen,
um vielleicht doch noch ein anderes Lebewesen zu erspähen.
Nach diesem kurzen Intermezzo fuhren wir wieder nach Hause, um dort
der Aufforderung nachzukommen, doch endlich mit der Gerätehütte
fertig zu werden, was denn auch der Fall war.
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14.05.
- 23.05.2003:
Damit der Garten für Frauchen und Atlantis noch lebenswerter
wird, war in der vergangenen Woche Tempo und Schwitzen angesagt,
damit die Terrasse endlich fertig wird. Es wurde wiederum Holz für
die Abtrennung gestrichen, die in der kommenden Woche, wenn das
Wetter mitspielt, aufgestellt werden soll.
Für
mein Mädchen waren auch in dieser hektischen Zeit tägliche Spaziergänge
angesagt, welche sie in gewohnter Manier absolvierte, wie Atlantisrolle,
Hin- und Herlaufen im hohen Gras,
nach
Hasen und Rehen Ausschau halten, sich das Gras schmecken lassen
usw., wobei auch auf unsere geliebten Hochlandrinder nicht vergessen
wurde und wir sie beim Mittagsschlaf überraschten.
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24.05.2003:
Nachdem die Terrasse soweit fertig gestellt ist, habe ich nun
endlich mehr Zeit für meine Haustiere. Die Samtpfötchen Laura, Lisa
und Benjamin lassen sich bereits in ihrer Voliere sonnen und Susi,
die Schildkröte spaziert ebenfalls in ihrer Umzäunung und lässt
sich den Salat im Freien schmecken. Ja, und meine Atlantis hat die
Terrasse bereits akzeptiert, in dem sie sich der Länge nach hinlegt
und die darauf gespeicherte Wärme genießt.
Heute unternahmen wir einen
kleinen Spaziergang, um anschließend auf einer Bank verharrend die
Natur auf uns einwirken zu lassen. Das Gras ist zur Zeit so
hoch, dass man von meiner "Kleinen"
nur
mehr den Kopf sehen kann. Ansonsten hat sie Spaß daran, sich zu
verstecken, um dann irgendwo wieder hoch erhobenen Hauptes
ihren Blick über die Wiese streifen zu lassen.
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25.05.2003:
Am heutigen Tage wurde die Terrasse bereits mittels eines ausgiebigen
Frühstückes eingeweiht, bei dem auch Mama und mein Mädchen nicht
fehlen durften. Im Anschluss daran unternahmen wir mit Nachbarshund
Einstein eine Wanderung nach Labach. Freund Einstein wurde von Atlantis
unentwegt zum Spiel aufgefordert, was bei ihm allerdings kein Gehör
fand.
Lieber blieb er in der Nähe von Frauchen Margret und Sohnemann Matthias.
Atlantis konnte dieses Verhalten gar nicht verstehen, ist es doch
normaler weise Einstein, der Atlantis zum Herumtollen auffordert.
Wir führten es darauf zurück, dass sich Einstein mit dieser Umgebung
erst anfreunden muss,
ging er doch heute das erste mal hier spazieren. Nach einiger Zeit
resignierte Atlantis und zog etwas missmutig alleine ihre Kreise.
Vielleicht klappt es beim nächsten Mal und beide haben dann den
gleichen Spaß.
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29.05.2003:
Doggentreffen in Weyer bei meinen Eltern und Geschwistern:
Sobald der Tag dieses Treffens feststand, wurde ich von
Frauchen täglich daran erinnert. So lange, bis dass ich es vor lauter
Freude und Neugierde auf meine neuen Geschwister fast nicht mehr
aushielt. Gut, dass Frauchen am Vortag zeitig das Bett aufsuchte,
denn Durchhaltevermögen war heute angesagt - und das lag nicht allein
an uns Vierbeinern. Aber alles der Reihe nach:
Um 10 Uhr wurde ich in das für mich weich gepolsterte Auto verfrachtet
und ab ging es nach Weyer, wo wir pünktlich ankamen. Als erstes
wurde ich von meiner Schwester Apanatschi so stürmisch begrüßt,
dass ich es vorzog, mich gleich zu ergeben, denn immerhin ist es
ja das Revier meiner großen Schwester. Aber nach wenigen Minuten
waren wir ein Herz und eine Seele - eben wie Geschwister sein sollen.
Dann wurde ich von meinen Eltern Onassis und Semiramis bestaunt,
als ob sie sagen wollten: "Na, unsere Kleine, bist Du aber
groß geworden".
Frauchen schüttelte in der Zwischenzeit die Hände der neuen Doggenbesitzer
aus dem Wurf meiner Eltern vom November 2002.
Für mich und meine Geschwister ging dann die Post ab. Wir tummelten
uns auf der Wiese und ich hatte das Gefühl, meine kleinen Geschwister
schon ewig zu kennen und ich erinnerte mich an unsere lustigen Welpentreffen
hier in Weyer, als ich noch klein war und wir viel Spaß miteinander
hatten - Kinder wie die Zeit vergeht.
Mein Frauchen unterhielt sich in der Zwischenzeit mit den neuen
Doggenfreunden und auch unsere Zweibeiner hatten viel Spaß miteinander.
Natürlich plauderten sie vorwiegend über uns und unsere Schandtaten
in der Jugend.
Am späten Nachmittag schaute unser aller Godi Helma vorbei, worüber
wir uns besonders freuten.
Irgendwann am Abend, als schon die meisten Freunde die Heimreise
angetreten hatten, wurden meine Augen müde und ich zog mich in die
kühle Diele zurück.
Mein Frauchen und ich sind meinen Zieheltern Iris und Pold sehr
dankbar, dass sie diese Treffen veranstalten, wo sich immer wieder
neue Freundschaften zwischen Zwei- und Vierbeinern entwickeln.
Zu später bzw. früher Stunde schlief ich mit Frauchen in einem für
uns gerichteten Zimmer ein, um dann am nächsten Tag die Heimreise
anzutreten.
Noch ein letztes Küssen und Herzen und ab ging es nach Freistadt,
wo ich dann auf meinem Bettchen noch in Erinnerung schwelgte und
im Traum mit meinen Freunden weiterspielte.
Ich freue mich schon auf das Doggentreffen im August hier in meiner
Heimatstadt und hoffe auf eine rege Teilnahme.
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