| Das
Tagebuch der blauen Dogge Atlantis
Februar 2003
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04.02.2003:
Als ich in der Früh beim Fenster hinausblickte, bot sich mir eine
traumhaft frisch verschneite Schneelandschaft. Bei all ihrer Schönheit
war allerdings Schnee schaufeln angesagt, was sich heute ob dieser
Schneemenge besonders ausgezahlt hat
Dabei entschloss ich mich (nach Rückfrage beim Tierarzt) mit meinem
Mädchen die ersten Schritte an der Leine zu wagen. Ein Griff zur
vertrauten Leine und Atlantis war nicht mehr zu halten.
Wir spazierten bereits um 9.00 Uhr auf der weißen Pracht in Richtung
Schilift. Mehrmals musste ich mein Mädchen ermahnen, "Fuß"
zu gehen, was ein etwas schwieriges Unterfangen war. Am liebsten
wäre sie natürlich losgelaufen, was ihr beim Anblick eines Schäferhundes
beinahe geglückt wäre. Aufgrund von einigen notwendig gewordenen
Übungen ging Atlantis ganz brav bis nach Hause neben mir her.
Nach diesem zwar kleinen, aber feinen, Spaziergang gab es zur Belohnung
ein gutes Happi, das von ihr sofort verschlungen wurde, was in den
letzten Tagen nicht immer so war.
So werden mein Mädchen und ich bis zum Donnerstag, wo die Nähte
entfernt werden, diesen Spaziergang wiederholen und ihn täglich
etwas verlängern.
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06.02.2003:
Endlich haben wir es geschafft, Atlantis bekam heute die Fäden entfernt.
Bei diesem Vorgang verhielt sich mein Mädchen unter meiner Mithilfe
relativ ruhig, wobei vom Tierarzt wiederum bestätigt wurde, dass
sie ein ganz besonderes Wesen ihr Eigen nennen darf und ein
richtig braver Schatz ist. Dem ist meinerseits nichts mehr hinzuzufügen.
Zu Hause angekommen, musste mein Mädchen sofort "Lacki"
usw. ..............
Man hatte das Gefühl, dass sie das Erlebte überhaupt nicht mehr
tangierte. Für Atlantis war wohl die gewohnte Umgebung das Wichtigste,
wobei sie ihrem Bettchen den Vorzug gab. Sie schlief fast den ganzen
Nachmittag und beim Übergang zum Abend hat sich an dieser
Stellung nichts mehr geändert, was mich veranlasste, zur gegebenen
Stunde ihr das gleiche nachzutun.
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07.02.2003:
Hört, hört, Atlantis stapfte das erste mal nach ihrer Operation
wieder durch den Schnee, und zwar ohne Leine. Na, war das ein Spaß
für mein Mädchen. Auf
der Wiese angekommen, kam es dann zu einem richtigen "Hallo".
Jeder, der bei uns vorbeiging, sah belustigt dem Treiben meiner
Kleinen zu, die mir manchmal wie ein Känguru vorkam. Sie hüpfte
und juchzte dabei so ausgelassen, dass es eine reine Freude war,
ihr Treiben zu beobachten. Ich bin so glücklich für meinem Mädchen,
dass sie wieder Hund sein und die Natur in vollen Zügen genießen
kann.
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09.02.2003:
Ein Blick aus dem Fenster und einer der schönsten Wintertage mit
strahlend blauem Himmel erwartete uns, was mein Mädchen und mich
veranlasste, nach dem Frühstück mit dem Auto hoch zu fahren und
dort die traumhaft schöne Winterlandschaft
zu genießen. Außer einem Langläufer und einem älteren Mann mit Stock
war weit und breit niemand zu erblicken. Schnee und Sonne, wo man
nur hinsah. Atlantis und ich mussten in der vorgegebenen Traktorspur
dahinstapfen, sonst wären wir wahrscheinlich im Tiefschnee versunken.
Nicht nur mir, sondern auch meinem Mädchen ging offensichtlich das
Herz auf, in dem sie gar nicht mehr aufhörte, wie ein Windhund hin
und her zu laufen. Die erst kürzlich erworbene Narbe konnte man
nur mehr erahnen. Natürlich wurde auch fleißig auf den Auslöser
gedrückt, um die Natur und ihren Frieden bildlich festzuhalten.
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10.02.2003
bis 20.02.2003:
Besuch von Gerti und Hannes Brandl sowie Antje und Ninja:
Wie freue ich mich, Gerti und Hannes wieder gesund in Freistadt
begrüßen zu dürfen. Natürlich war ich schon auf das Geschwisterchen
von Atlantis, welches den Namen "Antje" trägt, neugierig
und ich wurde bei Gott nicht enttäuscht. 
Ein entzückendes, rankes und schlankes Temperamentsbündel stand
mir gegenüber. Aber nicht lange, denn beim Anblick von Atlantis
war es nicht nur um sie, sondern auch um mein Mädchen geschehen.
Das war ein Küssen und Herzen voller Geschwisterliebe. Aber natürlich
durfte die obligate Ranglerei nicht fehlen - und diese kann meiner
Meinung nach durch nichts mehr überboten werden. 
So verging nach einer anstrengenden Stunde für uns Besitzer das
erste Zusammentreffen der Geschwister Antje und Atlantis von den
Hammerherren.
Wenn die Leser des Tagebuches glauben, dass sich nach einigen Tagen
des Kennenlernens etwas am Temperament unserer Vierbeiner geändert
hat, der irrt gewaltig. Heraus aus dem Auto, dem Geruch von Antje
nach und beim Erblicken dieser ein Freudensprung und ab ging die
Post, wobei wir Zweibeiner dann das Nachsehen hatten.
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Besuch bei den Züchtern "Von den Hammerherren" in
Weyer:
Gerti, Hannes und ich einschließlich Züchterin und Godi
Helma konnten das Treffen mit Mutter Semiramis und Vater Onassis
sowie Schwester Apanatschi gar nicht mehr erwarten. Alle waren wir
auf die Reaktionen unserer Schützlinge gespannt und unsere Erwartungen
wurden mehr als erfüllt.
Nach einem turbulenten Begrüßungsgeknutsche unserer Ranken fand
jeder sein Plesierchen, was sich im Laufe der nächsten zwei Stunden
natürlich wieder änderte. Antje verguckte sich in Apanatschi und
Atlantis in das, was übrig blieb, und das sind ja schließlich ihre
Eltern.
Unsere Gastgeber Iris, Pold und Helma übertrafen sich wieder einmal.
Zuerst wurden wir mit Sekt und köstlichen Häppchen verwöhnt und
dann kamen die Dampfnudeln von Godi Helma auf den Tisch, welche
angeregt verzehrt wurden. Na ja, unsere Vierbeiner kamen dabei aber
nicht zu kurz und wurden auf unsere Art verwöhnt.
Abschließend stimmten wir alle überein, dass Atlantis und Antje
auf wunderbare Eltern und Züchter zurückblicken können.
Zum Abschluss wurde noch der Neuankömmling von Helma, ein irischer
Wolfshund, namens Yggdrasil, begrüßt und gefeiert. Ein richtig lieber
Hund, den wir alle schon ins Herz geschlossen haben.
Die nächsten Tage:
Man sagt ja, wenn Englein reisen, wird sich das Wetter weisen.
Dass dies nicht nur sprichwörtlich gemeint ist, zeigt die Tatsache,
dass wir auf unseren täglichen Spaziergängen nicht nur von
unseren Vierbeinern, sondern auch von einer lachenden Frau Sonne,
einem strahlend blauen Himmel und einer herrlichen Winterlandschaft
begleitet werden.
Einen Tag vor der Abreise wollten wir uns und unseren Vierbeinern
noch einen schönen Winterspaziergang schenken, der uns nach St.
Peter führte. Kitschig, aber wahr - auch an diesem Tag gönnte uns
Petrus bei strahlendem Sonnenschein unvergesslich schöne Stunden
im Schnee.
Aber nachdem alles Schöne einmal ein Ende hat, hieß es am 23.02.
Abschied nehmen.
Es waren nicht nur für mich, sondern auch für mein Mädchen unvergessliche
Tage mit unseren Freunden und deren Vierbeinern, wobei wir hoffen,
dass es im nächsten Jahr ein Wiedersehen gibt.
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24.02.2003:
Der Alltag hat uns wieder. Atlantis und ich nützten den herrlichen
Tag, um St. Peter unsicher zu machen. Entgegen der letzten Tage
ging mein Mädchen ganz gemächlich neben mir her und nichts mehr
erinnerte an das Temperamentsbündel neben Antje. Vielleicht war
Atlantis auch traurig, denn beim Aussprechen des Namens "Antje"
hob sie den Kopf und drehte ihn nach links und rechts. Aber da war
nur das Frauchen, mit dem sie sich jetzt begnügen muss.
Mein Mädchen wird sicherlich noch einige Zeit von Antje, dem Wirbelwind,
und Ninja, dem Schmusemädchen, träumen.
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26.02.2003:
Mein Mädchen hat einen neuen Spielgefährten. Kein quirliger
Vierbeiner, nein, ein gebrauchter Koala-Kuschelbär, den ich auf
den Namen "Antje" getauft habe. Und das hat seinen besonderen
Grund. Nicht nur, dass er ein Geschenk von Hannes und Gerti ist,
sondern auch den Geruch von Antje verbreitet, den Atlantis mit viel
Liebe in sich aufsaugt.
Beim Aussprechen des Namens "Antje" greift meine Kleine
sofort nach dem Tierchen, umarmt und liebkost es, als wollte sie
bekunden: "Antje, wo bist Du"´?
Beim heutigen Spaziergang mit lieben Freunden konnte man so richtig
beobachten, wie Antje meinem Mädchen fehlt. Obwohl in guter Gesellschaft
von süßen Vierbeinern, blieb sie doch die meiste Zeit an meiner
Seite und es fehlte der ganze Elan, den Atlantis in den vergangenen
zwei Wochen nicht missen ließ.
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27.02.2003:
Diesmal verlor ich nicht (wie schon gehabt) das Halsband, sondern
die Leine von Atlantis, was mir allerdings erst nach einiger Zeit
auffiel und mich veranlasste, eine kürzere Route zu nehmen und dann
umzudrehen, um das Kleinod zu suchen. Gut, dass der Schnee schon
hart gefroren ist und mir die Suche dadurch wesentlich erleichtert
wurde. Nach einiger Zeit lag das Gesuchte direkt vor mir und wurde
gleich sicher verstaut. Na ja, in Zukunft werde ich besser aufpassen
- versprochen.
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28.02.2003:
Mein Mädchen und ich hatten beim heutigen Spaziergang viel Spaß,
denn Atlantis hat die Gewohnheit, ohne Rücksicht auf Steilheit und
Schneebeschaffenheit, sich darin zu wälzen. Da aber der Waldweg
in Richtung St. Peter in der Mitte schon ziemlich vereist war, und
Atlantis dies negierte, kam sie am Rücken liegend mit den Beinen
in der Höhe ins Rutschen, was ihr offensichtlich noch Spaß bereitete.
Als ich die erste Schrecksekunde überwunden hatte, musste ich doch
herzhaft lachen, war aber froh, heil im Hause Pramhofer angekommen
zu sein.
Der letzte Tag im Monat neigt sich dem Ende und man kann abschließend
ruhig von einem Februar sprechen, der seinesgleichen sucht. Es verging
kein Tag, wo sich Atlantis nicht bei strahlendem Sonnenschein
im Schnee nach Herzens Lust austoben konnte, was auch für mich und
meine Seele Balsam war.
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