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Das Tagebuch der blauen Dogge Atlantis
Jänner 2003


  • 01.01.2003: Atlantis und ich haben den Jahreswechsel samt Knallerei gut überstanden.
    Sie war ganz brav und hat die meiste Zeit unter den Tischen verbracht mit Ausnahme der Mahlzeiten. Da versuchte sie natürlich, den einen oder anderen Happen abzubekommen. Um Mitternacht wurden auch bei uns einige Raketen verpulvert, was Atlantis mit einem kleinen Augenaufschlag quittierte und brav in das neue Jahr hinüber schlief.
    Als ich das morgendliche Tap Tap meines Mädchens im Schlafzimmer vermisste, wusste ich, dass auch Atlantis noch müde vom Feiern war. Also wurde beschlossen, noch ein wenig nach zu schlafen, was jedoch von meiner boshaften Schwägerin durch ihren Telefonanruf um 7.00 Uhr vereitelt wurde.
    Ab ging es dann auf die frisch verschneite Wiese. Zwar ließ Frau Holle einiges zu wünschen übrig, aber meine Kleine genoss es trotzdem, auf dem bisschen Weiß herumzutoben.
    Wir kamen uns wie richtige Einsiedler vor, denn es war weit und breit kein Mensch zu erblicken. Zwar überkam auch mich manchmal eine gewisse Müdigkeit, doch Atlantis zog mich fest nach sich und dieser ausgiebige Spaziergang hat uns beiden gut getan.
    Der Rest des Neujahrstages wurde dann ganz gemütlich im Kreise unserer Samtpfötchen verbracht.

  • 03.01.2003: Atlantis und ich samt Samtpfötchen hatten eine schlaflose Nacht hinter uns gebracht. Grund dafür war der plötzlich aufkommende Orkan, der unser Haus unsicher machte. Aber das ging wahrscheinlich nicht nur uns so.
    Der Spuk begann um ca. 1 Uhr Früh, als Atlantis fürchterlich zu jaulen und anschließend herzzerreißend zu bellen begann. Ich lief natürlich gleich zu Atlantis in das Wohnzimmer, um sie zu streicheln und zu trösten, was in diesem Fall einige Zeit in Anspruch nahm. Als sie sich einigermaßen beruhigt hatte, schlenderte ich zurück in mein Bett und versuchte zu schlafen. Zweimal kam Atlantis wie ein Baby zu mir ins Zimmer gekrochen und legte sich vor mein Bett, wo sie von mir Streicheleinheiten bekam und dann einschlief. Kurze Zeit später begann das Ganze von vorne. Ich habe mein Mädchen noch nie so bellen gehört und ich dachte, einmal muss sie doch aufhören. Aber mein Wunsch wurde nicht erhört, sodass der Spuk erst am frühen Morgen, als sich der Wind legte, sein Ende fand. Meine Kleine und ich waren so fix und fertig, dass wir beide bis Mittag unser Bett hüteten, um anschließend ein paar Runden in der freien Natur zu drehen.

  • 05.01.2003: Heute waren Gabi und Chris mit Zoe bei mir und brachten herrliches Winterwetter mit. Nach einem ausgiebigen Truthahnbraten wurden die angehäuften Kalorien im Neuschnee abgebaut. Wir gingen durch einen tief verschneiten Wald, was Atlantis und Zoe sowie wir Zweibeiner sichtlich genossen. Beide Mädls verstanden sich ausgezeichnet und alberten im Schnee herum. Es ist eine richtige Freude mit anzusehen, wie gut sich die beiden verstehen.
    Gott sei Dank gab es heute keine Probleme beim Einschlafen.

  • 06.01.2003: Ein strahlend blauer Wintertag bei minus 10° neigt sich dem Ende. Aber leider wurde nichts aus einem Spaziergang mit meinem Mädchen, denn ich bekam in der Nacht plötzlich Halsschmerzen und begann zu schwitzen. So zog ich es vor, Atlantis und mir einen gemütlichen Tag im Haus zu bereiten. Als Belohnung dafür bekam meine Kleine einen geselchten Kalbsknochen, über den sie sich mit Leidenschaft stürzte und an dem sie den ganzen Tag herumknabberte.

  • 08.01.2003: Gestern und heute musste ich leider bei herrlichem Winterwetter das Haus hüten, da ich noch immer starken Husten und eine Rotznase vorzuweisen habe.
    Doch Atlantis macht das gar nichts aus, sie genießt dafür unsere Zweisamkeit, die ich großteils bei ihr im Wohnzimmer verbringe. Wenn ich auf der Bank liege,  sieht sie mich an, als wolle sie mich fragen, was ich denn da überhaupt mache. Heute am Nachmittag war es ihr wahrscheinlich zu blöd und mein Mädchen sprang ganz frech zu mir auf die Eckbank und belegte einen Großteil davon. Dann blieb sie einfach über mir stehen und ich konnte mich ihrer Liebkosungen kaum erwehren.
    Wenn ich in den ersten Stock unseres Hauses gehen will, dann muss ich schon aufpassen, dass sie mir nicht heimlich hinter her läuft. Doch wenn meine Büroarbeit längere Zeit in Anspruch nimmt, darf sie schon mit mir hinauf, wobei sie dann bei offener Türe gemütlich auf dem Teppich meine Anwesenheit genießt. Wenn es Atlantis aber dann zu langweilig wird, kommt sie ganz unauffällig in mein Zimmer geschlichen, um mich zu stupsen und ihre Streicheleinheiten zu verlangen.
    Nachdem morgen noch Pause angesagt ist, werde ich am Freitag mit meinem Mädchen einen kleinen Luftschnapper wagen, auf den ich mich schon sehr freue, denn an Schneemangel und Kälte leidet Freistadt zur Zeit nicht - brrrrrrrrrrrrrrr.
    Noch immer habe ich Probleme mit dem Verlinken meines Tagebuches, aber Christoph ist eine große Stütze für mich und gibt mir regelmäßig telefonisch Anweisungen, die ich zwar brav befolge, aber wahrscheinlich nicht immer richtig ausführe - schitt.

  • 12.01.2003: Heute spricht Atlantis für Frauchen
    Frauchen geht es heute schon viel besser, aber wir müssen immer noch zu Hause bleiben, ist auch besser so. Denn wenn ich bei minus 15° in den Garten Lacki gehe, dann bin ich froh, wenn Frauchen wieder die Türe öffnet und ich mich wieder auf mein warmes Bettchen legen kann. Dieses kann ja gar nicht auskühlen, weil ich es die ganze Woche ausgiebig benützt habe und ich es mir mit Frauchen gemütlich mache. Morgen hat mein Frauchen vor, mit mir ein paar Schritte auf die Wiese zu wagen und ich freue mich schon darauf. Aber ich habe Verständnis für meine Große, denn ich will ja ein gesundes Frauchen haben, das mit mir wieder herumtollt. Ich werde sie anbellen, damit sie sich ja warm anzieht.
    Momentan sitzt Frauchen vor dem Computer und ihr laufen unentwegt Tränen auf die Tastatur. Ja, im Gästebuch hat sich meine Ziehmutter aus Weyer bei meinem Herrchen über der Regenbogenbrücke ganz rührend bedankt, aber das müssen alle meine Freunde selber lesen.
    Ich, sprich Atlantis, möchte mich für die schönen Zeilen an mein Herrchen ganz herzlich bedanken, kann man doch aus diesen Zeilen herauslesen, dass mein Herrchen noch nicht in Vergessenheit geraten ist, was wahrscheinlich nie möglich sein wird und was wir auch nicht wollen. Wie schön, dass mein Herrchen von der Regenbogenbrücke aus auf uns so viel spürende Kraft ausstrahlt.

  • 13.01.2003: Heute musste es einfach sein, das Waten durch den Schnee. Atlantis und mich hielt nichts mehr zu Hause. Nachdem ich mich warm eingepackt hatte, ging es los. Mein Mädchen zog und zog, dass ich zu tun hatte, sie an der Leine festzuhalten. Weg von der Straße und ab ging die Post - Atlantis flog förmlich durch den Schnee. Kurz nach der ersten Biegung entdeckte sie unsere Nachbarshündin Vega, mit der sich mein Mädchen ausgezeichnet versteht. Wir gingen dann alle zusammen eine kleine Runde und ich war froh, dass Atlantis einen Spielgefährten an ihrer Seite hatte. Vega zog immer ein Stück Holz mit sich, das natürlich Atlantis auch für sich in Anspruch nehmen wollte. Doch Vega, ein entzückendes Mischlingsmädchen, verteidigte ihr Eigentum so vehement, dass mein Mädchen keine Chance hatte. Es war lustig, dem Treiben unserer Vierbeiner zuzusehen und wir freuen uns schon wieder auf morgen.

  • 17.01.2003: Oje, zwei Tage nicht im Schnee.
    Im Hause von Frauchen und Atlantis wurde wieder einmal gewerkt, sodass mein Mädchen dabei etwas zu kurz kam.  Mit dem Mobiliar von Heinz bekam ich ein richtig gemütliches Arbeitszimmer. Fotos und Erinnerungsstücke wurden aufgehängt bzw. aufgestellt, die mich immer an meinen Mann erinnern werden. Es ist jetzt richtig gemütlich, wenn ich vor dem PC sitze und meine Eintragungen in das Tagebuch von Atlantis vornehme. Rund um mich ist meine Rasselbande vereint, bestehend natürlich aus Atlantis sowie meinen Samtpfötchen Laura, Lisa und Benjamin.
    Aber nach getaner Arbeit ging es heute wieder durch den mittlerweile hart gefrorenen Schnee, was Atlantis jedoch nicht davon abhalten konnte, sich darin zu wälzen. Es war lustig mit anzusehen, wie sie durch die Glätte immer leicht weg rutschte und ihre Beine in die Höhe hielt. Nach dem man ja in dieser (Hunde)Stellung keinen festen Halt bekommt, blieb auch meinem Mädchen eine Rutschpartie nicht erspart. Dieser Vorgang wiederholte sich alle paar Meter und ich kam aus dem Lachen nicht mehr heraus.
    Für ihr Ausharren bekam Atlantis heute eine Sonderration, gemischt mit gutem Ham Ham.
    Heute am Nachmittag begab ich mich mit meinem Mädchen in den verschneiten Garten, um die drei Vogelhäuschen mit frischem Futter zu versorgen. Atlantis hat bei dieser Tätigkeit immer viel Spaß, zum einen ist sie im Schnee und zum anderen versucht sie ständig, etwas Vogelfutter abzubekommen, was allerdings von mir - so gut es geht - vereitelt wird, in dem ich die Häuschen hoch genug gehängt habe. Jedoch gelingt es ihr immer wieder, sich durch Hochziehen an die frei hängenden Maisbällchen heranzutasten und diese zu vernichten. Na ja, ich kann meinem Mädchen deshalb nicht allzu böse sein, Hauptsache es schmeckt.

  • 19.01.2003: Bei Prachtwetter fuhren Atlantis und ich in das zur Zeit noch romantisch verschneite St. Peter, von wo aus wir eine große Runde in Richtung Labach gingen. Freunde von uns wissen ja, wo das ist. Nachdem es eisig kalt war, konnten wir auf der mit Schnee vereisten Oberfläche dahinmarschieren, ohne dabei einzusinken. Mein Mädchen unternahm dabei die übliche Rutschpartie - Beine in die Höhe und ab gehts. Gedankenverloren trabten wir dahin, da und dort eine Langlauf- oder Schlittenspur, aber sonst kein Mensch weit und breit. Auf einigen Bäumen hing der Raureif, welcher durch eine intensive Sonnenbestrahlung noch zusätzlich intensiviert wurde. Mit dieser Erinnerung fuhren wir wieder heimwärts, um noch einen gemütlichen Tag zu verbringen.

  • 20.01.2003: Nachdem sich die Sonne erst gegen Mittag blicken ließ, zogen Atlantis und ich es vor, am frühen Nachmittag unseren Spaziergang zu unternehme. Die heutige Runde führte uns über den Kreuzweg nach St. Peter, wo uns der Rehbock Hansi und sein Weibchen begrüßten. Na ja, mein Mädchen hielt den üblichen Respektabstand. Als sie sah, wie ich Hansi streichelte, sah sie mich fragend an. Es ist lustig, mit anzusehen, wie sie in dieser Gegend ihre eigenen Kreise zieht, um ja nicht zu nahe an das Gehege zu gelangen. Ich nenne dann meine Kleine eine "feige Nuss", was ihr aber ziemlich egal sein mag, denn sie würdigt mich in dieser Situation keines Blickes. Als wir dann unseren üblichen Weg einschlugen, hatte sie sich wieder beruhigt und lief vergnügt durch den Schnee bis nach Hause.

  • 21.01.2003: Atlantis und ich kamen gerade von einem herrlichen Winterspaziergang nach Hause. Uns bot sich ein traumhaft schönes Winterpanorama in St. Peter, wo wir zuerst mit dem Auto hochfuhren. War es vorher noch nebelig, kam nach und nach die Sonne zum Vorschein. Um diese romantische Stimmung festzuhalten, wurde fleißig fotografiert. Obwohl in den letzten Tagen kein Neuschnee fiel, waren alle Bäume und Sträucher mit Raureif angezuckert. Ursprünglich wollte ich mit meinem Mädchen durch den Wald gehen, was aber durch unentwegte Schießerei vereitelt wurde. Was mich wunderte, Atlantis verzog ob diesen Lärms keine Miene und ging brav neben mir her.
    Meine Kleine genoss den heutigen Spaziergang ganz besonders und sie bekam dafür zur Belohnung (aber nur ausnahmsweise) eine mit Kakao überzogene gebrannte Mandel. Beim Auto angekommen, war das Sackerl leer und der Magen von Frauchen voll.

  • 24.01.2003: Heute war Spurensuche angesagt. Trotz des anhaltenden Regens und der Ungemütlichkeit am Vormittag wagte ich mich mit Atlantis auf die durch den Regen eisig gewordene Wiese, wobei ich den Spuren von Atlantis folgte. Mein Mädchen ist nämlich ganz gescheit. Sie sucht sich den Weg, wo sie und Frauchen nicht ins Rutschen kommen können.  Wir begegneten einer Schulklasse, die vergebens versuchte, in noch gestern vorhandenen Langlaufspuren ihre Runden zu drehen. Am liebsten wäre Atlantis zu jedem Einzelnen zwecks "Abschnuppern" hingelaufen. Diese kleine Untugend kann ich ihr beim besten Willen nicht abgewöhnen. Auch wenn wir auf dem nach Hause Tripp sind, kann ich sie nicht davon abhalten, Fremde jeder Altersgruppe abzuschnuppern  Sie ist auch brav dabei und tut niemandem etwas, was aber die Beteiligten nicht immer wissen können.
    Morgen erfahre ich, wann ich Atlantis sterilisieren lassen kann. Bei dieser Gelegenheit werden auch die Augenlider korrigiert. Der Eingriff wird in einer Linzer Tierklinik vorgenommen, von wo ich mein Mädchen nach einem Tag Aufenthalt wieder abholen kann. Hoffentlich geht alles gut.

  • 26.01.2003: Also, morgen um 9.00 Uhr ist es soweit - Atlantis wird sterilisiert. Ob dabei die Augenliderkorrektur vorgenommen werden kann, wird erst vor Ort entschieden. Der Eingriff wird in der Leondinger Tierklinik Dr. Steininger vorgenommen, welche einen sehr guten Ruf nachweisen kann und ich habe auch vollstes Vertrauen zu ihr. Aber ich bin doch etwas nervös und will natürlich für mein Mädchen nur das Beste.
    Atlantis und ich unternahmen heute noch einen ausgedehnten Spaziergang und im Anschluss daran gab es für heute das letzte Essen, sonst nur mehr Wasser. Edith, die Cousine von Heinz wird mich auf diesen schweren Weg begleiten und dafür bin ich ihr sehr dankbar, denn geteiltes Leid ist halbes Leid, und Edith liebt ja mein Mädchen ganz toll.

  • 27.01.2003: Heute ist es soweit, Atlantis fährt mit mir und Edith in die Tierklinik. Im Auto ist sie ganz wissbegierig und hält Ausschau, denn sie könnte ja etwas versäumen. In der Ordination angekommen, sah sich mein Mädchen einmal um, wo sie denn überhaupt ist. Nach den ersten Erledigungen sollte Atlantis gewogen werden. Nun, es war nicht möglich, mein Mädchen auf dieses Gestell zu bringen. Auch als ich mich zuerst darauf stellte und sie mit viel Liebe locken wollte, hatte ich keine Chance. Frau Doktor gab w.o. und so wurde das Gewicht von Atlantis geschätzt, wobei festgestellt wurde, dass sie jetzt nicht mehr an Gewicht zulegen solle. Also heißt es in Zukunft aufpassen.
    Die Augen werden nicht korrigiert, da die zur Zeit bestehende Entzündung abklingen muss. Auch ist Frau Doktor der Meinung, dass man sich diesen Eingriff sparen könne, na mir ist das nur lieb und recht.
    Bei der Beruhigungsspritze war mein Mädi ganz brav und wir gingen anschließend in das Vorbereitungszimmer, wo sie sich ganz langsam unter meinen Streicheleinheiten beruhigte und einschlief. Wir holten vom Auto noch ihr Bettchen mit dem Überwurf, noch ein letztes Bussi Bussi und alle guten Wünsche begleiteten sie.
    Um 13 Uhr rief ich das erste mal und um 18 Uhr das zweite mal an, wobei mir jedes mal versichert wurde, dass es ihr gut geht und ich sie morgen Vormittag abholen könne. Es wurden lediglich die Eierstöcke entfernt, da die Gebärmutter nicht in Mitleidenschaft gezogen war.
    Wenn ich auf das leere Bettchen von Atlantis blicke, stimmt mich das zwar etwas traurig, aber ich glaube, der Eingriff war zu ihrem Besten und morgen kann ich sie ja wieder in meine Arme schließen und knuddeln.

  • 28./29.01.2003: Ich konnte es kaum erwarten, mein Mädchen wieder in die Arme zu schließen, und so fuhren Edith und ich auch zeitig nach Leonding in die Tierklinik. Dort angekommen, mussten wir noch einige Zeit warten, bis uns der Tierarzt die Tür zu dem Zimmer öffnete, in dem  Atlantis in ihrem Bettchen die Nacht verbrachte. Oh, war die Freude groß. Sie sah uns mit großen Augen an und stand gleich auf, um mit uns mitzugehen.
    Meiner Kleinen wurden ausschließlich die Eierstöcke entfernt, da die Gebärmutter gesund ist. Die Narbe ist sehr schön und weist eine Länge von ca. 10 cm auf.
    Der Tierarzt sprach nur Gutes über mein Mädchen und ich war sehr stolz auf sie. Am Abend ging Atlantis mit ihm zwei mal in den Garten, um ihr Geschäftchen zu verrichten und er lobte sie als einen ausgesprochen braven Hund. Bei so viel Lob ging mir natürlich das Herz auf.
    Atlantis stieg seitlich ohne Probleme in das Auto ein und so konnten wir unsere Heimfahrt antreten, wobei Edith immer wieder Atlantis Streicheleinheiten verabreichte. Zu Hause angekommen stieg mein Mädchen frisch und fröhlich aus und trabte über die Kellerstiege hinauf in das Vorzimmer, wo sie sich einmal umsah. Sie war noch sichtlich matt von der Narkose, worauf sie es vorzog, sich gleich auf ihr Bettchen zurückzuziehen.
    Am Abend blieb ich etwas länger als sonst bei ihr und es gab noch ausgiebige Streicheleinheiten und Knutschereien. Anschließend wurden die Augen von Atlantis gereinigt und mit einer Augensalbe versehen, was ich laut Tierarzt nun 10 Tage bis zur Kontrolle durchführen muss.
    Um 1 Uhr in der Früh kam meine Kleine das erste mal zu mir in das Schlafzimmer, um mir anzudeuten, dass sie Lacki gehen muss. Dieser Vorgang wiederholte sich noch drei mal, aber nicht, um Lacki zu machen, sondern zu kontrollieren, ob ich noch im Bett liege und ja nicht fort bin. Bei jedem Nachtbesuch von ihr stellte sie ihre Vorderpfoten auf die Bettkante und steckte ihren Kopf in meine Armbeuge. Oh, war das niedlich zu sehen, wie mich mein Mädchen lieb hat.
    Ansonsten verlief der erste Tag zu Hause ohne Aufregung, wobei es Atlantis vorzog, fast den ganzen Tag zu schlafen und ich ließ sie gewähren.

  • 30./31.01.2003: Bei dieser Gelegenheit möchte ich mich bei allen Freunden von Atlantis für ihr Mitgefühl bedanken. Meinem Mädchen geht es so weit schon wieder ganz gut, bis auf den Appetit, der ihr momentan aufgrund der mangelnden Bewegung fehlt. Atlantis schläft fast den ganzen Tag und hängt mehr oder weniger herum. Aufgrund der gegebenen Situation komme ich kaum aus dem Haus, und wenn, dann höchstens zum Einkaufen. Vielleicht ist dies auch übertrieben, aber ich empfinde es nicht als Belastung, bei meiner Kleinen zu bleiben, zumal sie momentan mehr als anhänglich ist. Gehe ich in den ersten Stock, liegt sie schon im Vorhaus und wartet, dass ich wieder herunter komme. Wenn sie mich sieht, ist die Welt in Ordnung, dann liegt sie und beobachtet mich. Ja, und die nächtlichen Besuche haben sich auch noch nicht reduziert. Im Gegenteil, heute in der frühen Dämmerung konnte ich es nicht fassen, als mein Mädchen mit einem Ruck in meinem Bett landete und sich zwar nicht breit, jedoch lang machte und einfach und wie selbstverständlich weiterschlief, was mich veranlasste, das gleiche zu tun. Bei dieser einmaligen Einlage soll es auch bleiben (hoffentlich).
    Ab Montag werde ich Atlantis an die Leine nehmen und mit ihr einige Runden im Garten drehen. Denn wenn ich mit ihr auf die Wiese gehe, kann ich nicht dafür garantieren, ob ich sie beim Anblick ihrer Freunde/innen halten kann, und laufen, das darf sie laut Aussage vom Tierarzt, noch nicht. Und dass ich für mein Mädchen nur das Beste will, ist doch selbstverständlich. Aber auch die paar Tage werden vorübergehen, zumal wir ja am kommenden Donnerstag in die Klinik zum Fäden ziehen fahren.
    Die Augen werden drei mal am Tag gereinigt und mit einer Salbe versehen, was auch vom Tierarzt an Ort und Stelle kontrolliert wird und die weitere Vorgangsweise davon abhängt.

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