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Das Tagebuch der blauen Dogge Atlantis
April 2002


  • 1.4.2002: Ostermontag, herrliches Wetter, wir bekommen lieben Besuch von der blauen Zoe und Atlantis beim Spiel - 1.4.2002Dogge Zoe mit ihren Zweibeinern. Nach dem Mittagessen wird das schöne Wetter zu einem ausgiebigen Spaziergang genutzt. Die beiden Hunde - aber auch deren Zweibeiner - verstehen sich prächtig. Sie toben auf der Wiese herum, freuen sich ihres Lebens und genießen ihre Freiheit.
    Zoe beim Bad im Waldteich - 1.4.2002Beim Waldteich ist Wasserratte Zoe sofort im Wasser. Na ja, ein bisschen kühl ist es schon noch (am Mittwoch war der Teich noch zugefroren), doch das macht Zoe nichts aus. Immer wieder stürzt sie sich in das Wasser um Stöckchen zu holen.
    Weiter geht es durch den Wald den Berg hinauf. Dann durch den schattigen Wald immer auf dem Bergrücken entlang bis zu einem sonnigen Plätzchen Spaziergang durch den Wald - 1.4.2002mit Blick auf unser kleines Städtchen, auf dem ausgiebige Rast gemacht wird. Fast lädt dieser Ort zu einem Picknick ein, doch das wollen wir später einmal nachholen. Vier- und Zweibeiner liegen im Gras in der Sonne, die Hunde werden gekrault, man schaut ein bisschen herum und unterhält sich, ein wunderschöner Nachmittag.
    Dann querfeldein über die Wiesen wieder ins Tal, wo die Hunde in den Bach stürzen und darin herumtollen.
    Zu Hause sind sie dann allerdings müde. Während wir Kaffee trinken liegen sie in den Körbchen und träumen vom schönen Ausflug.

  • Atlantis an ihrem 1. Geburtstag - 4.4.20024.4.2002: Atlantis feiert ihren 1. Geburtstag. Na ja, ganz genau wäre es ja am 5.4. um 00.10 Uhr. Atlantis nach GeburtAber so genau wollen wir es nicht nehmen, der Großteil ihrer Geschwister ist ja heute vor einem Jahr zur Welt gekommen.
    So ein Tag muss natürlich gefeiert werden. Schon früh am Vormittag gehen wir in den Wald, machen einen schönen Spaziergang. Atlantis ist gut aufgelegt wie schon lange nicht. Sie läuft wie wild umher, spielt mit Hölzchen, rauft mit mir, man sieht ihr richtig an, wie wohl sie sich fühlt.
    Meine kleine Prinzessin, die mir sooo große Freude macht. Sie hat sich zu einer prächtigen Doggendame entwickelt. Nicht nur körperlich, nein, vor allem ihre Art ist es, die sie so liebenswürdig macht. Wesensfest, lebhaft, aber doch immer in Maßen, folgsam, anhänglich, friedlichAtlantis am 4.4.2002, einfach ein Hund, wie man sich keinen besseren vorstellen kann.
    Wir gehen bei herrlichem Wetter lange durch den Wald, sitzen im Gras auf Lichtungen, Atlantis wird gestreichelt und liebkost, und sie genießt es. Immer wieder drückt sie sich an mich, stupst mich mit der Schnauze an - "Herrchen, streichle mich!"
    Am heutigen Tag wird dieser freundlichen Aufforderung natürlich nachgekommen, noch viel mehr als sonst :-)).
    Und jetzt warten wir auf die Schlunzis, die ja heute zu Besuch kommen. Das wird jetzt eine tolle Zeit mit Olli, dem Riesenschnauzer. Viel Spazieren gehen, spielen, herumlaufen....
    Und am Samstag haben wir ja noch die große Geburtstagsfeier derer "von den Hammerherren". Fast alle Geschwister kommen, das wird ein Spaß werden.
    Ich wünsche auf diesem Weg allen Schwestern und Brüdern von Atlantis alles Gute zum Geburtstag und noch viel Freude in ihrem weiteren Leben. Ein besonderer Gruß zu Bruder Abalu nach Kenia, der ja leider am Samstag nicht dabei sein kann. Wäre wohl doch ein bisschen weit :-)).

  • Riesenschnauzer Olli und Frauchen vor Schloss Weinberg - 5.4.20025.4.2002: Die Schlunzis sind da. Olli und Atlantis kennen sich ja  SchlossWeinbergschon und so gibt es keinerlei Schwierigkeiten zwischen den Beiden. Am Vormittag machen wir gleich einen kleinen Spaziergang über die Wiesen zum Wald, besuchen die Hochlandrinder gehen zum Teich. Die Hunde können schön laufen.
    Am Nachmittag besuchen wir dann das schöne Die Kirche in St. MichaelSchloss Weinberg bei Kefermarkt und anschließend die Kirche in Olli mit Sybille und Thomas vor Kirche in St. Michael - 5.4.2002St. Michael mit ihren weitum bekannten Flügelaltären. Das Wetter ist zwar gut, doch auch etwas kühl. Na ja, in fast 1000 m Seehöhe auch kein Wunder :-)).
    Nach dem Abendessen dann ein gemütlicher Plausch bei einem Gläschen Wein. Und über was wird wohl gesprochen?

  • 6.4.2002: Heute ist große Geburtstagsfeier in Weyer. Am Vormittag mache ich mit Die GeburtstagstorteAtlantis noch einen kleinen Spaziergang durch den Wald, zu Mittag wird dann in Richtung Süden Oberösterreich aufgebrochen. Es wird ein Riesenspaß. Obwohl die Hunde jetzt doch schon 1 Jahr alt sind, vertragen sie sich relativ gut miteinander. Mit Ausnahme von ein paar kleineren Reibereien, die sich jedoch in Maßen halten und natürlich sind, gibt es keinerlei Probleme. Sie kennen sich doch noch und nach den kleinen Anfangsschwierigkeiten spielen sie ausgelassen miteinander.
    Geburtstagsfeier der Welpen von den Hammerherren am 6.4.2002 in WeyerEs ist ein herrliches Bild. Alle haben sich zu prächtigen Doggen entwickelt und ein sehr gutes zu Hause gefunden. Und fast alle sind gekommen. Sogar Bruder Aladin aus Slowenien hat die Reise nicht gescheut.
    Bis spät am Nachmittag sind die Hunde im Garten und auf der Pferdekoppel, wo sie ihre ersten Wochen verbracht haben. Die blaue Dogge Zoe, die alsGeburtstagsfeier der Welpen von den Hammerherren am 6.4.2002 in Weyer Gast gekommen ist, wird freundlich in der Runde aufgenommen. Und auch die kleine blaue Dogge Thijs von Manuela, gerade ein paar Wochen alt, fühlt sich in dieser Runde doggenwohl. Am Abend sind die Hunde dann aber müde und es wird etwas ruhiger.
    Atlantis hat sich bei den Spielereien wohl etwas zu viel zugemutet. Ihre Verletzung vom Februar ist doch noch nicht ganz ausgeheilt, und so hinkt sie jetzt etwas. Es ist jedoch nicht so schlimm, jetzt etwas Ruhe, dann passt wieder alles.
    Geburtstagsfeier der Welpen von den Hammerherren am 6.4.2002 in WeyerHerrchen, Frauchen und Hunde sitzen ab dem späten Nachmittag in gemütlicher Runde im "Palmenhaus", genießen die guten Backhenderl und auch so manchen guten Tropfen. Dann kommt Hundepatin Helma mit ganz nettenGeburtstagsfeier der Welpen von den Hammerherren am 6.4.2002 in Weyer Geburtstagsgeschenken und  es wird auch noch die Geburtstagstorte angeschnitten. Erstaunt horchen die Hunde auf, als das "Happy Birthday" von den Zweibeinern angestimmt wird. Na ja, die kleinen Naschereien haben sie wohl mehr interessiert :-)).
    Der Abend dauert natürlich auch etwas länger. Der Geburtstag dieser prächtigen Hunde muss doch entsprechend gefeiert werden. Und bei der nach Hause Fahrt haben wohl alle Hunde und Beifahrer tief geschlafen und von dieser diesen so edlen Hunden würdigen Geburtsgasfeier geträumt.
    Abschließend noch einen schönen Dank an das Züchterehepaar Iris und Leopold samt Tochter und Sohn für diesen schönen Nachmittag, den wohl alle sehr genossen haben.

  • 8.4.2002: Wir machen mit den Schlunzis einen Spaziergang nach St. Peter, dann eine Olli und Atlantis am 8.4.2002Runde durch den Wald, vorbei am Teich im Wald. Atlantis und Riesenschnauzer Olli verstehen sich prächtig miteinander.
    Thomas und Sybille beim Anstieg nach St. Peter - 8.4.2002Für die Zweibeiner aus Berlin ist der Anstieg jedoch etwas mühsam. Besonders Olli Herrchen kann gar nicht verstehen, wie man diese Strecke täglich gehen kann. Mit etwas gerötetem Gesicht und leicht verschwitzt schafft er es aber dennoch. Beim nächsten Mal werden wir wohl Pickel, Seil und Sitzgurt mitnehmen müssen :-)).
    Spaziergang am 8.4.2002Auch die unebenen Wege im Wald sind für ihn, der nur den Asphaltdschungel kennt, etwas mühsam. Doch mit etwas Ausdauer und Übung wird er sicher auch noch das schaffen. Dass es aber im Wald keine Kaufhäuser gibt, das kann er nun wirklich nicht verstehen.
    Am Abend werden dann durch einen Berliner Koch und eine Mühlviertler Köchin Bouletten (bei uns heißt's Faschiertes) gekocht. Trotz alledem, es hat allen geschmeckt und Appetit auf Zweigelt gemacht.

  • 9.4.2002: Heute besuchen wir Helma und Cerberus sowie die Züchterin von Atlantis in Weyer.
    Die Schlunzis beim Flößermuseum in Weyer - 9.4.2002Nach einer Fahrt durch das schöne Ennstal schauen wir uns das Flößermuseum an. Anschließend Mittagessen bei Cerbi. Schlunzi Herrchen ist ganz begeistert von der Österreichischen Küche (es gibt ein Schweinsbratl mit Mehlknödel) und überlegt ernsthaft, ob er überhaupt noch einmal nach Berlin zurückkehren soll.
    Nach einem guten Nusslikör zur Beruhigung des Magens machen wir eine Wanderung (auf Wunsch von Schlunzi Herrchen eigentlich eine Fahrt) auf den Heiligenstein in der Nähe von Weyer. Von hoch oben haben wir einenDie Schlunzis mit Helma (Cerbi) auf dem Heiligenstein - 9.4.2002 herrlichen Blick auf die umliegenden Täler und schneebedeckten Berge. Schlunzi Herrchen ist von der langen Gehzeit (immerhin etwas 10 Minuten) so erschöpft, dass er mit einem klaren Kräuterwasser gelabt werden muss, was ihm aber offensichtlich gut tut. Wie eine Gämse klettert er in den Felsen herum um zu fotografieren.
    Leopold (Pold) mit Kolkrabe - 9.4.2002Dann besuchen wir die Züchterin von Atlantis. Bei ihr lebt ja eine ganze Menagerie. Kolkraben, Schimmel, Katzen, Doggen, ... . Für Schlunzi Frauchen gibt es da natürlich viel zu Streicheln, aber auch zu staunen. Besonders die Kolkraben sind für unsere Berliner Freunde sehr interessant.
    Und da Schlunzi Herrchen die Fruchtsäfte aus der Gegend so gut sIm "Palmenhaus" der Züchter von Atlantis - 9.4.2002chmecken, fahren wir in eine Kräuterküche um welche zu kaufen. Auch Berliner wollen ja einmal etwas Gutes trinken. Es wird gekostet, gefachsimpelt, gekostet, und wieder gekostet. Liebe Berliner Freunde und Bekannte von den Schlunzis, er hat genug mitgenommen. Ihr braucht die Schlunzis jetzt nur mehr besuchen, wenn sie wieder zu Hause sind :-)).
    Dann sitzen wir noch lange gemütlich im Palmenhaus der Züchter von Atlantis beisammen, trinken das eine oder andere Glas, unterhalten uns - es war ein schöner Tag und wir bedanken uns für die Gastfreundschaft in Weyer recht herzlich!

  • Atlantis beim Waldteich - 11.4.200211.4.2002: Die Schlunzis besuchen heute und morgen Wien. Ich mache also mit Atlantis bei herrlichem Wetter alleine einen Vormittagsspaziergang. Nach den letzten kalten Tagen ist es wieder warm geworden, richtig angenehm. Lange sitzen wir am Waldrand, beobachten Rehe und Hasen, genießen die Sonne.
    Und die Schlunzis? Die werden wohl schon bei Purzel im Gästehaus Atzgersdorf sein und auf Poldi und Thijs warten. Wird wohl wieder ein etwas längerer Abend werden :-)).

  • 15.4.2002: Der Besuch der Schlunzis ist fast schon wieder vorüber. Bei gemeinsamen Spaziergängen, Besichtigungen, gemütlichem Beisammensitzen ist die Zeit rasch vergangen.
    Atlantis und Olli vertragen sich bestens, spielen und laufen viel miteinander. Olli ist ja ein ganz lieber und anhänglicher Hund, der sich auch die vielen Atlantis Herrchen Streicheleinheiten mit Ausdauer gefallen lässt.
    Schlunzi Herrchen hat in der Zwischenzeit so ziemlich alle Kaufhäuser in unserem kleinen Städtchen kennen gelernt. Den Wald, die Wiesenwege, die rundum steil ansteigenden Berge, die hat er allerdings vermieden. Wäre auch schade um die paar Schweißtropfen :-)).
    Thurytal bei Freistadt - 15.4.2002Am letzten Tag wollen wir aber jetzt doch noch einen kleinen Spaziergang in das Thurytal machen. Schlunzi Herrchen hat genau 1 Stunde für den Hinweg veranschlagt. Wir wandern entlang der Feldaist immer durch Wald, an steilen Felsen vorbei, an alten Hammerschmieden vorbei, das Wetter ist ganz passabel, auch den Hunden gefällt es. Ein paar Mal machen sie einen Abstecher in den Bach, klettern an den Hängen hoch, sind einmal vorne dann wieder hinten.
    Olli und Atlantis in der Feldaist im Thurytal - 15.4.2002Nach genau 58 Minuten ein Blick auf die Uhr von Schlunzi Herrchen, dann Umkehr, wieder zurück. Ein anderer Rückweg, der jedoch etwas steiler verlaufen wäre, wird dankend abgelehnt. Na ja, die Umgebung von Berlin ist doch etwas flacher.
    Rast mit den Schlunzis im Thurytal - 15.4.2002Ich nehme mir nun vor, mit dem Bauern zu reden, dass er bis zum nächsten Schlunzi Besuch alle Waldwege asphaltiert und möglichst einebnet. Damit auch Olli Herrchen wieder Freude an Spaziergängen hat. Ob aber der Bauer mitspielt ? :-)).
    Na ja, wir werden sehen. Am Abend dann noch ein Glas Rotkäppchen Sekt zum Abschied, gemütliches beisammen sitzen, Tratsch. Der Urlaub ist leider viel zu schnell vergangen.

  • 17.4.2002: Ich bin müde! Nach einem arbeitsreichen Tag in Weyer wollte ich gestern Atlantis am 17.4.2002Abend noch kurz bei den Züchtern von Atlantis vorbeischauen. Na ja, und wie es bei den Weyrern so ist, es wurde seehhr lange. Mussten doch die Eltern von Atlantis und Schwester Apanatschi gekrault werden, ein Gläschen Wein, ein Nusslikör, ein guter Käse, es war einfach zu gemütlich, um gleich wieder weg zu fahren.
    Und heute muss ich es büssen. Also auf, mein kleines Mädchen Atlantis, machen wir einen Spaziergang um frisch zu werden. Es hilft auch. Das Wetter ist schön, die ersten Kirschbäume beginnen zu blühen, lange sind wir unterwegs.
    Atlantis am 17.4.2002Grille am Wegrand - 16.4.2002Grillen zirpen uns am Wegrand entgegen, überall Farbflecken in den Wiesen, die von Tag zu Tag bunter werden. Ach, es ist schon schön zu dieser Jahreszeit. Auch Atlantis spürt das. Wild hetzt sie herum, überschlägt sich fast bei ihrer Lauferei. Es kann gar nicht steil genug sein, einmal ist sie mir voraus, dann wieder hinter mir. Na ja, Herrchen redet ja auch heute nicht all zu viel. Der Kopf muss erst klar werden.
    Wieder zu Hause fühle ich mich dann aber pudelwohl (na ja eher doggenwohl), der Spaziergang hat wirklich gut getan.

  • 20.4.2002: Am Vormittag ein recht nasser Spaziergang mit Atlantis durch den Wald. Atlantis am 20.4.2002Lange war jetzt das Wetter halbwegs schön, trocken. Doch heute, es regnet in Strömen. Jila vom Sonnenschein - 20.4.2002Fast habe ich es ja erwartet. Denn wir bekommen Besuch - von den "Sonnenscheins". Noch immer, wenn Gudrun Tempel bei uns war, hat es geregnet. Doch das tut der Freude keinen Abbruch. Nach dem Mittagessen machen wir mit "Jila vom Sonnenschein" und Atlantis einen kleinen Spaziergang - natürlich im strömenden Regen. Den beiden macht es jedoch Spaß. Ausgelassen toben sie auf der Wiese herum. Wir müssen sie sogar etwas bremsen. Jila soll doch morgen zur Ausstellung in Wieselburg und Atlantis muss wegen ihres Kreuzbandeinrisses noch etwas geschont werden.
    Ralf und Gudrun Tempel mit Jila zu Besuch - 20.4.2002Nach dem Abendessen sitzen wir noch gemütlich beisammen, reden über die Hunde, mit Ralf wird gefachsimpelt, viel zu schnell vergeht die Zeit. Und morgen ist ja frühes Aufstehen angesagt. "Jila", dieses wunderschöne Doggenmädchenmädchen,  mit dem sich auch Atlantis Herrchen recht gut versteht, muss in den Ring. Wir wünschen viel Erfolg dafür.

  • 21.4.2002: Schon am Sonntag Vormittag bekommen wir die Nachricht, "Jila" ist Erste geworden. Gratulation dazu - aber wir haben ja eigentlich nichts anderes erwartet :-)).
    Übrigens: Das Wetter hat sich wieder gebessert!

  • 27.4.2002: Ich schaue aus dem Fenster. Dunkle Wolken hängen über dem Freistadt am 27.4.2002Waldrücken, alles ist grau in grau, Regentropfen hängen an den Ästen. Na, heute werden wir nur einen kurzen Spaziergang machen. Doch nach den ersten paar Metern Richtung Wald ändert sich die Meinung schnell. Ist doch wunderbar heute. Alles leuchtet in kräftigen Farben, eine herrliche Luft, viele Gerüche, diese Ruhe; auch Regenwetter hat seine schönen Seiten. Der Wetterwechsel regt den Kreislauf an, man wird abgehärtet, man muss es einfach positiv sehen (und wie viel Medikamente könnten eingespart werden).
    Atlantis am 27.4.2002Atlantis stört Regen sowieso nicht. Sie liebt es, sich im nassen Gras zu wälzen, im dampfenden Wald im Unterholz herumzustreunen, die frischen Gerüche des Waldes in sich aufzunehmen. Sie läuft vor mir her, stöbert im Gras einige Rebhühner auf, läuft hinterher, erwischt sie natürlich nicht. Aber was soll's, das Leben ist auch so lustig genug.
    Langsam steigen wir die Trasse des Schiliftes hoch. Ganz oben äsen 2 Rehe, schauen uns neugierig entgegen. Sie kennen uns, fürchten uns nicht, fressen ganz ruhig weiter. Instinktiv wissen sie wohl, dass wir ihnen nichts tun, wir ihnen nur zuschauen wollen.
    Dann hinein in den Wald, vorbei an den steilen Felsen, die Atlantis natürlich wieder zum Klettern animieren. Doch heute nur ein kurzer Spaß, denn die Steine sind nass und glatt, also schnell weiter.
    Atlantis am 27.4.2002Im Wald trotz der vielen Vogelstimmen tiefe Ruhe und Frieden. Meine Gedanken sind bei den ermordeten Schülern und Lehrern in Erfurt. Wie schrecklich! Ich denke an die Hinterbliebenen, die betroffenen Schüler(innen), Lehrer(innen), was muss in ihnen vorgehen. Wie kann so etwas passieren?
    Ich denke auch an den Nahen Osten, was wird dort im Namen der Gerechtigkeit gemordet, was wird den Menschen dort angetan! Warum gibt es überhaupt Krieg und Terrorismus? Könnten wir nicht alle friedlich neben einander leben? Aber bei den derzeitigen "diplomatischen" Politikern ist das wohl eher nicht denkbar. Aber wahrscheinlich hat sich die Menschheit schon viel zu weit vom natürlichen Leben entfernt. Jeder Hund ist ja in den Großstädten schon eine Beißmaschine, jeder Kontakt zur Natur ist verloren gegangen. Dabei könnten wir gerade von den Tieren und unserer Umwelt so viel lernen. Aber auch das ist uns Menschen abhanden gekommen - auf unsere Mitgeschöpfe zu achten.
    In den Medien ist nur mehr "Action" gefragt, Sensationslust, Mediengeilheit; im Fernsehen Gewalt, Horror, Krieg, gewaltsame Spiele auf dem PC - und es gäbe doch so viel andere, schönere Dinge zu berichten, wertvolleres, besseres. Wann werden wir uns endlich wieder auf Wesentliches besinnen, wieder nachdenken, nicht nur auf finanzielle Interessen achten, einfach wieder nur Menschen sein?
    Meiner kleinen Freundin Atlantis soll es wenigstens gut gehen. Sie soll ihr Leben in Frieden und möglichst viel Freiheit verbringen können. Was sie natürlich auch ausnützt. Sie, die mir schon so an das Herz gewachsen ist. Mein kleines Mädchen, dass sich zu einer so tollen Begleiterin entwickelt hat.
    Trotz des nassen Wetters dehnen wir unseren Spaziergang immer weiter aus. Es gibt so viel nachzudenken, zu schauen, sich zu erfreuen. Alleine die Blüte des Löwenzahnes, die je nach Witterung und Tageszeit stets anders ausschaut. Waren die Wiesen gestern bei Sonnenschein noch tief gelb, sind die Blüten heute geschlossen. Die vielen Bienen, die gestern Nektar gesucht haben, sind heute in ihren Nestern. Dafür sehen wir heute viele Schnecken und andere Regenspezialisten.
    WeinbergschneckeLange sitze ich im nassen Gras, um eine Weinbergschnecke zu beobachten. Ein Wunder der Natur. Zuerst zurückgezogen in ihrem Schneckenhaus, doch als sie merkt, dass ich ihr nichts tue, kommt sie zutraulich auf mich zugekrochen. Ganz groß schauen mich die Augen auf ihren Fühlern an. Was hat die Natur in Millionen von Jahren nur alles zustande gebracht? Und wir Menschen zerstören das in wenigen Jahren. Wie oft tritt man achtlos auf eine Schnecke, tötet sie, denkt sich nichts dabei. Doch wenn man sie so nahe sieht, ihr in die Augen schaut, merkt man, dass auch sie Lebewesen sind, für den Kreislauf der Natur wichtig, und daher unseres Schutzes bedürfen.
    Biene auf LöwenzahnblüteAber für uns Menschen ist es viel wichtiger und leichter, in die Ferne zu schauen, dorthin, wo wir vielleicht etwas tun könnten! Der Blick auf das Kleine in unserer unmittelbaren Nähe aber fehlt uns. Und gerade da gäbe es so viiiel zu sehen.
    Über eine halbe Stunde liegen wir dann noch im Gras unter den schützenden Ästen einer Fichte. Atlantis hat sich an mich gekuschelt. Sie mag diese ruhigen Rastpausen, wenn ich nur für sie da bin, sie streichle, mit ihr rede. Aufmerksam schaut sie mich an, scheint jedes Wort zu verstehen. Und was ich ihr sage? Das ist unser Geheimnis, das wird nicht ausgeplaudert :-).
    Aus unserem kurzen Spaziergang ist übrigens eine Wanderung von über 3 Stunden geworden!

  • 28.4.2002: Herrliches Wetter. Sonne, am Morgen etwas kühl, klare Luft, das Wetter lädt zu einem frühen Spaziergang ein. Wir sind um diese Zeit noch ganz alleine Blühende Bäume an unserem Spazierweg - 28.4.2002unterwegs. Langsam spazieren wir entlang der blühenden Kirschen- und Äpfelbäume über die taunassen Wiesen Richtung Wald. Viele Rehe sind zu sehen, Hasen, Vögel, alle freuen sich über die ersten Sonnenstrahlen.
    Im Wald dampft der Boden, Kleeblüten leuchten uns im hellen Weiß entgegen, es duftet nach frischem Reisig. Ganz still wandern wir auf dem Waldweg dahin, es ist traumhaft schön und ruhig. Am Rand einer Waldlichtung steht Atlantis plötzlich wie angewurzelt, aufmerksam, gespannt. Da muss etwas zu sehen sein. Langsam nähere Atlantis und Reh am 28.4.2002ich mich. Ein Reh steht vor uns, keine 20 m entfernt, und schaut uns genau so erstaunt an wie wir es anschauen. Atlantis bleibt ganz ruhig, gibt mir sogar Zeit, zu fotografieren. Auge in Auge stehen sich Reh und Hund gegenüber. Und was tut das Reh? Es senkt seinen Kopf und äst weiter. Atlantis ist wohl im Wald unter seinen Atlantis am 28.4.2002Bewohnern schon gut bekannt, jeder weiß, dass man sie nicht fürchten muss. Ich bin tief erfreut darüber. Langsam verschwindet dann das Reh im Wald. Jetzt wird Atlantis natürlich ausgiebig gelobt, gestreichelt - es ist einfach eine Freude mit ihr.
    Nun ein kurzes Sonnenbad im weichen Gras (es ist doch noch etwas kühl), dann weiter durch den Wald zum Teich und zu den Hochlandrindern.
    Atlantis und Vega am 28.4.2002Dort begegnen wir Vega, unserem Nachbarhund, der auch mit seinen Zweibeinern einen Spaziergang macht. Mit diesem wird wild herumgetollt, gelaufen, gespielt. Doch dann sehen wir Reiter daherkommen. Mein Gott, fast wäre mir die Zeit davongelaufen. Heute ist ja Georgiritt, ein Fest der Reiter, bei dem ich fotografieren soll. Also, jetzt aber schnell nach Hause. Und wenn Sie Bilder vom Georgiritt sehen wollen, finden Sie sie unter Freistadt-Info.at, Reiter.

  • 29.4.2002: Frühling, die Zecken sind wieder unterwegs. Bei uns zwar nicht unbedingt gefährlich, aber Vorsicht und Schutz sind besser. Daher wird Atlantis heute von der Tierärztin gegen  Borreliose geimpft und bekommt ein Zeckenschutzmittel aufgetragen.

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