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Das Tagebuch der blauen Dogge
Atlantis
Oktober 2001
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2.10.2001: Tage wie aus dem Bilderbuch.
Jetzt ist der Herbst so, wie er sein soll. Glasklare Luft,
wolkenloser Himmel, angenehme Temperaturen, leuchtende Farben.
Wetter, das zum Spazieren
gehen
einlädt. Wir machen lange Wanderungen durch die Natur, über Felder
und Wiesen, durch den Wald. Immer wieder aber lange Rasten, damit
Atlantis ja nicht überfordert wird. Ist aber auch schön, auf einer
Waldlichtung zu liegen und einfach nur die Seele baumeln zu lassen.
Auch die Hunde erfreuen sich an diesem schönen Wetter. Sie leben
richtig auf, spielen ausgelassen, liegen in der Sonne, streifen
durch den Wald. Was kann es schöneres geben!
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4.10.2001: Das schöne Wetter ist
vorüber. Es regnet, ist kalt, na ja, wenigstens haben wir ein
paar
schöne Tage gehabt. Heute ist es im Wald nicht so ruhig wie sonst. Vor ein
paar Wochen wurden Bäume geschlägert. Nun wir das Abfallholz
verbrannt. Dichter Rauch steigt empor, an drei Feuerstellen schlagen
Flammen hoch auf.
Den beiden Hunden ist das zuerst nicht ganz geheuer. Schon auf der
Wiese beobachten sie das Feuer. Doch je weiter wir uns nähern,
desto interessanter wird es. Besonders die neugierige Atlantis
fürchtet natürlich wieder einmal gar nichts. Da darf Nero auf
keinen Fall zurückstehen. Und auf einmal laufen sie zwischen
den Feuerstellen umher, als wäre nichts da. Ganz schön mutig,
meine Beiden.
Am Heimweg schlägt bei meinem Mädchen dann das erste Mal ihr
"Raubtierinstinkt" durch. Ein Bauer ackert das Feld. Da
muss Atlantis natürlich nachsehen. Und stolpert dabei über ein
Mäusenest, das gerade frei gelegt wurde. Zuerst ein verdutzter
Blick auf all das, was sich da bewegt. Doch dann ein Sprung, na ja,
über das, was dann folgt, schweigen wir lieber, das ist nichts für
zarte Nerven. Voller Freude legt sie die "Beute"
vor meine Füße. Zum Glück ist alles so schnell gegangen, dass die
Maus sicher nichts gespürt hat.
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7.10.2001: Herrliches Wetter, langer
Spaziergang durch den Wald, ausgiebige Rast am Waldrand. Atlantis
und Nero sind heute eher faul, liegen dafür umso lieber in der
warmen Sonne
und
lassen sich ihr Fell wärmen. Da es so schön ist, liegen wir bis
zum späten Nachmittag einfach nur am Waldrand herum und lassen
unsere Seelen baumeln.
Beim Heimweg dann jedoch wieder einmal Schock für Atlantis. Sie
kann und kann es sich nicht merken, dass die Weidezäune elektrisch
geladen sind. Ich sehe, dass sie darauf zuläuft, warne sie noch,
doch Atlantis will nicht hören. Na ja, wer nicht
hören will muss fühlen. Und dieses Mal sind die Akkus voll geladen. Laut
schreiend und heulend jagt sie nach dem Stromstoß über
die Wiese. Nero ist ganz erschrocken. Heute hat es ihr wohl
doch gereicht.
Ich hole sie zurück, leine sie an und wir gehen durch den Wald
zurück. Doch kaum sind wir am Waldrand, und Atlantis sieht eine
Wiese, legt sie sich nieder und ist nicht mehr zu bewegen, vom Wald
hinauszugehen. Ich muss lange auf sie beruhigend einreden, damit sie
mit uns weiterläuft. Dabei bleibt sie immer ganz dicht neben mir
und will auch gar nicht weg.
Da sie zu Hause noch immer ganz unruhig ist, lege ich mich zu ihr im
Garten in das Gras, wir kuscheln etwas, und bald ist sie
eingeschlafen. Am Abend hat sie sich wieder beruhigt.
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14.10.2001: Noch immer diese schönen
Herbsttage. Wir machen einen langen Spaziergang durch den Wald. Dann
kommen wir wieder in die Nähe des Weidezaunes.
Heute nähert sich
Atlantis doch etwas zurückhaltender diesem komischen Draht, der ihr
diese Schläge versetzt. Doch dann ist Atlantis schon wieder nicht
zu bremsen. Im vollen Lauf ist sie Richtung Zaun unterwegs. Jetzt
genügt aber ein kurzer Pfiff. Es gilt wohl auch bei den Hunden:
Durch Schaden wird man klug !
Etwas Probleme hat Atlantis zur Zeit mit den Augen. Durch die Samen
der Gräser sind sie immer etwas entzündet. Die Behandlung mit der
Augensalbe lässt sie aber problemlos über sich ergehen. Ganz ruhig
sitzt sie da und genießt das Einmassieren der Salbe in ihre Augen.
Na ja, und auch ihre Schandtaten werden nicht weniger. Diese Woche
haben Herrchen neue Brille, Herrchens Schuhe, die Kaffeemaschine,
ein alter Mostkrug aus Ton (schon eine Rarität), ein Buch und so
manches andere auch daran glauben müssen. Und dass Atlantis 1 kg
Würfelzucker auf einen Sitz verschlingen kann, hat sie auch
schon bewiesen. Doch wer will diesem
Mädchen wirklich böse sein?
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16. bis 20.10.2001: Wir haben Besuch von
den "Schlunzis"
aus Berlin. Die gelbe Dogge Paulchen und
Riesenschnauzer Olli
verbringen mit ihren Zweibeinern Sybille
und Thomas einen Kurzurlaub bei uns. Zwei- und Vierbeiner verstehen
sich auf Anhieb prächtig, und es wird eine sehr schöne Woche, die
leider viel zu schnell vergeht.
Das Wetter ist herrlich, die Natur zeigt ihre prachtvollsten Farben,
die Hunde haben viel Auslauf - auch die Großstadtmenschen schwitzen
manchmal ein bisschen :-)) - wir haben viel Spaß miteinander.
Atlantis und Nero haben (abgesehen von einer ganz kleinen
Ausnahme) mit den beiden Hunden keinerlei Probleme. Bei den
Spaziergängen tollen sie herum und genießen es, frei laufen zu
können. Wir steigen auf Berge, wandern durch Täler, es ist einfach
schön, so netten Besuch zu haben.
Leider naht der Abschied viel zu schnell. Doch die "Schlunzis"
haben ja zugesagt, uns wieder einmal zu besuchen :-)).
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26.10.2001:
Gleich am Morgen machen wir
einen wunderschönen Feiertags - Spaziergang. Im Tal ist es noch
nebelig, doch je höher wir steigen, um so schöner wird
es.
Strahlender Sonnenschein dann in St. Peter. Der Mischwald leuchtet
in allen Farben. Die Temperatur ist angenehm warm, und so setzen wir
uns wieder einmal lange an den Waldrand um dieses herrliche Gemälde
der Natur zu genießen.
Am Nachmittag fahren wir dann zum Welpentreffen bei Züchterin Iris
nach Weyer. Atlantis wird von den Geschwistern Apanatschi, Angelo,
Aga Khan, Archimedes und natürlich auch von den Eltern Semiramis
und Onassis begrüßt. Ausgelassen toben sie umher, die Freude ist
bei allen riesengroß. Etwas später kommt dann noch Bruder Adam,
der ebenfalls freundlich aufgenommen wird.
Die Welpen haben sich zu
prächtigen, gesunden Junghunden entwickelt, denen die Lebensfreude
von weitem anzusehen ist. Herrchen und Frauchen der Hunde werden in
das Gerangel mit eingebunden und so vergeht der Nachmittag mit
Spiel, Spaß und natürlich auch Fotografieren sehr rasch.
Dann kommt noch Hundepatin Helma (Cerberus), die ihren Schützlingen
Paten- geschenke mitbringt, die von diesen auch freudig angenommen
werden.
Na ja, und wie bei Welpentreffen so üblich, sitzen wir dann noch
bis
spät in der Nacht zusammen.
Es werden Brathähnchen gespeist, es gibt Kaffee und Kuchen,
besonders gerne wird aber der selbstgemachte Nusslikör und der
Waldmeister angenommen. Es wird erzählt, diskutiert, getratscht,
gesungen, die Zeit vergeht im Fluge. Lediglich unsere Gastgeberin
schien von den Vorbereitungsarbeiten etwas müde gewesen zu sein.
Auf einmal war sie nicht mehr da - war in das Bett gegangen. Oder
lag es doch an etwas Anderem :-)) ?
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31.10.2001: Ein Herbsttag wie aus dem Bilderbuch. Der ganze
Oktober hat uns ja mit Sonne und
angenehmen
Temperaturen wie noch nie verwöhnt. Und der letzte Tag des Monates
setzt dem Ganzen noch die Krone auf. Es ist wie im Spätsommer. Ich
mache mit den Hunden einen fast 4-stündigen Spaziergang über die
Wiesen und durch die Wälder. Immer wieder
sitzen wir am Waldrand um die herrliche Herbstlandschaft in ihren
vielen Farben und mit den verschiedensten Gerüchen zu bewundern.
Kaum zu glauben, dass der Winter unmittelbar vor der Türe steht.
Die Temperatur steigt auf 18°, herrliche Fernsicht, kein Wölkchen
am Himmel, ich sitze nur da und lasse die Seele baumeln. Aber auch
die Hunde sind heute einfach nur faul. Sogar Wirbelwind Atlantis
liegt träge neben mir im weichen Gras und beobachtet das Treiben
rund um sie. Und bald darauf kuschelt sie sich an mich und Nero und
schläft tief ein. Lange liegen wir so ohne uns zu rühren. Erst
beim nach Hause Gehen wird sie wieder lebhaft. Ausgelassen springt
sie Nero an, jagt ihn, fordert ihn zum Spiel auf. Allerdings nur,
wenn weit und breit kein Weidezaun zu sehen ist, denn vor diesen hat
sie nun Riesenrespekt :-)).
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