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Das Tagebuch der blauen Dogge
Atlantis
Juli 2001
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6.7.2001:
Es hat 30° C im Schatten. Atlantis und Nero halten sich nur mehr im
Garten auf. Das Spiel wird sehr eingeschränkt, sie liegen lieber
unter den Bäumen im Schatten und dösen vor sich her.
Atlantis wird noch einmal mit
einer Tablette entwurmt.
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7.7.2001:
Das erste starke Gewitter mit
Blitz und Donner für unser kleines Hundemädchen. Ich bin
neugierig, wie sie darauf reagiert. Doch sie nimmt es sehr gelassen,
der starke Donner stört sie überhaupt nicht, sie läuft sogar bei Sturm
in den Garten und lässt sich den Wind um die Ohren pfeifen. Angst
kennt sie bis jetzt auf alle Fälle noch nicht. Da ist ihr Nero ein
gutes Vorbild, den auch absolut nichts aus der Ruhe bringen kann.
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8.7.2001: Heute bekommt Atlantis ihre 2.
Grundimpfung und zugleich die Tollwutimpfung. Auch dabei gibt es
nicht die geringsten Probleme. Sie scheint das Piken der Nadel nicht
einmal zu spüren.
Gewicht: 22,2 kg
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13.7.2001: Gewicht: 24,6 kg
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17.7.2001: Heute hat Atlantis das erste
Mal so richtig zugeschlagen. Es regnet fast den ganzen Tag, die
Hunde halten sich im Wohnzimmer auf. Herrchen hat eine
Schallplattensammlung mit vielen Singles aus den 50er und 60er
Jahren. Zum Großteil Erstpressungen. Und die werden nun von Atlantis
begutachtet. Da man aber alleine durch das Anschauen nicht feststellen kann
was das ist, werden sie auch gekostet. Und weil Atlantis kein
gewöhnlicher Hund ist, sucht sie auch keine gewöhnlichen
Schallplatten aus. Ganz gezielt werden Elvis Presley, Chubby Checker,
Paul Anka und noch andere Rock'n Roll Größen zerbissen :-(( . Es
schaut aus wie auf einem Schlachtfeld. Na ja, Herrchen hat sich
wirklich zusammen nehmen müssen, um das zu tun, was er anderen bei
der Hundeerziehung rät. Ruhig bleiben, nicht laut schimpfen und ja
keinen Klaps geben. Aber irgendwie ist es doch gelungen :-)).
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21.7.2001: Es ist soweit. Atlantis lernt
die weite Welt kennen. Am Vormittag mache
ich mit ihr, zunächst
einmal ohne Nero, einen ersten längeren Spaziergang. Und alles, was
ich mir in meinem Innersten erwünscht und erhofft hatte, wurde noch
weit übertroffen. Atlantis geht, wie ein alter Hund, am Gehsteig an
der Leine schön "Fuß", zieht nicht, schaut mich immer
wieder ganz aufmerksam an, ist einfach traumhaft. Autos und
Motorräder fahren vorbei, irgendwo wird geschossen, nichts lenkt
sie ab. Dann kommt der große
Augenblick. Ich mag ja keine Hunde an
der Leine. Ich will sie so bald wie möglich an das Laufen ohne
Leine gewöhnen. Ich löse daher mit etwas Herzklopfen auf einer
großen Wiese die Leine vom Halsband. Was wird geschehen? Große
Erleichterung. Atlantis läuft zwar umher, reagiert jedoch auf jeden
Zuruf und kommt sofort zu mir. Ich gehe davon, Atlantis läuft nach,
ich ändere die Richtung, sie kommt mit. Ich kann gar nicht
beschreiben, wie ich mich freue. Sie kommt dann auch sofort auf
Zuruf herbei und lässt sich ohne Probleme wieder anleinen.
Am Nachmittag dann Spaziergang mit Nero. Es ist für die Beiden DAS
Erlebnis. Sie toben wie wild auf der Wiese herum. Atlantis jagt
Nero, dann wieder umgekehrt. Ich sehe, dass ich gewonnen habe.
Spaziergänge werden mit diesen beiden Hunde keine Probleme.
Lassen Sie einem jungen Welpen, den Sie in Ihr Haus holen, lange
Zeit, sich an Haus
und Mitbewohner zu gewöhnen. Gehen an der Leine, erste
Gehorsamsübungen und dergleichen können Sie auch im Garten machen.
Für den Hund sind diese Übungen in der gewohnten Umgebung viel
leichter zu verarbeiten. Dafür werden Sie dann um so mehr Freude
haben, wenn Sie das erste Mal mit ihm "in die weite Welt
hinaus" spazieren.
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22.7.2001: Nachdem gestern alles so gut
geklappt hat, machen wir heute schon früh am Morgen einen
Spaziergang durch den Wald. Nero ist natürlich dabei und es wird
für Beide ein Erlebnis.
Besonders aber für Atlantis, die ja heute zum ersten Mal in ihrem
Leben im
Wald ist. Jeder Baum, jeder Strauch, jedes Grasbüschel wir
berochen, begutachtet und gekostet. Diese neuen Gerüche, diese
neuen Geräusche, und diese Versteckmöglichkeiten. Die Beiden
preschen durch das Unterholz, dass es nur so kracht. Einmal tauchen
sie da auf, dann dort, aber immer in meiner Nähe.
Atlantis ist nur auf dem kurzen Stück
Gehsteig angeleint, auf den Wiesenwegen und auch im Wald wird die
Leine gar nicht mehr benötigt. Ich brauche nicht zu rufen, nicht zu
pfeifen. Die beiden Hunde bleiben immer in meiner Nähe. Und auch
das Wetter ist traumhaft schön. Tiefblauer Himmel, angenehme
Temperatur, klare und würzige Luft, ein Tag zum genießen. Wir
legen uns unter einer riesigen Linde in das Gras und genießen den
Ausblick auf unser kleines Städtchen im Tal unten. Die Hunde
drücken sich an mich, lassen sich streicheln, rangeln dann wieder
ein bisschen herum, Atlantis jagt Käfern und Schmetterlingen nach
und Nero genießt einfach die Ruhe unter unserem Lieblingsbaum.
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23.7.2001: Gewicht: 25,8 kg
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24.7.2001: Kennen Sie Indische Laufenten?
Diese werden gerne gehalten, weil sie Nacktschnecken fressen. Der
Bauer, bei dem wir immer vorbeispazieren hat solche. Atlantis hat
sie wohl gesehen und ihnen bei ihrem Tun zu geschaut. Nachdem es bei
uns im Garten ja jetzt dank Atlantis keine Blumen mehr gibt,
brauchen wir auch keine Nacktschnecken mehr (diese haben ja nichts
mehr zu fressen). Also nimmt sich jetzt Atlantis ihrer an. Ganz
vorsichtig werden sie gepackt, in das Wohnzimmer getragen, und dort
in Reih und Glied aufgelegt. Na ja, Schneckenfallen brauchen wir
heuer nicht :-))
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25. bis 27.7.2001: Besuch aus Wien.
Christa und Günther, die wir per Internet kennen gelernt
haben,
besuchen und mit ihren schwarzen Möpsen Leopoldine Poem
(genannt Poldi) und Rosecoppice Boccanegra aus England, kurz
genannt Moley.
Es
sind wunderschöne Tage, die wir gemeinsam verbringen können. Das
Wetter ist herrlich, Zwei- und Vierbeiner vertragen sich prächtig,
die Zeit vergeht viel zu schnell.
Unsere kleine Prinzessin Atlantis aber hat ihren ersten Verehrer.
Lord Moley,
ein
schon etwas älterer und behäbiger Mopsrüde ist hinter ihr her.
Unermüdlich umwirbt er sie. Und Atlantis gefällt es. Immer wieder
fordert sie Moley zum Spiel heraus, legt sich hin, läuft davon,
lockt. Wir lachen Tränen mit den Beiden.
Es macht aber überhaupt Spaß, den vier Hunden, die ja so
verschieden sind, zuzuschauen. Sie vertragen sich ausgezeichnet
miteinander und sind jeden Abend todmüde von den vielen Spielen.
Schade, dass sie nicht länger bleiben konnten, aber - sie kommen ja
wieder.
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28.7.2001: Welpenparty bei der Züchterin
in Weyer. Es ist schon ein richtiges Familienfest. Bis auf die
"Auslandsgeschwister" von
Atlantis
sind alle gekommen. Und es wird wieder wild herumgetobt und
ausgelassen gespielt. Auch Vater Onassis und Mutter Semiramis, die
ihre Welpen noch immer kennen, sind dabei. Die Welpen haben sich
prächtig entwickelt, einer ist schöner als der andere.
Nach dem Fototermin wird gespeist und getrunken, sowie
ausführlich
über die Hunde diskutiert. Wobei aber diese Gespräche später eher
in den Hintergrund treten und die Party in einen lustigen Teil
übergeht. Es dauert bis 4:30 Uhr Früh, und Atlantis hat
Gelegenheit, bei der Heimfahrt zum ersten Mal in ihrem Leben einen
wunderschönen Sonnenaufgang mit zu erleben. Den nächsten Tag
verschläft sie allerdings fast zur Gänze.
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