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Das Tagebuch der blauen Dogge
Atlantis
Juni 2001
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1.6.2001: Wir fahren am
Nachmittag nach Weyer (O.Ö.), um uns die beiden Doggenwelpen
noch
einmal anzuschauen. Und die Auswahl fällt sehr schwer. Beide
Mädchen sind ausgesprochen hübsch, lebhaft, drängen zu uns,
lassen sich streicheln,.... . Doch wir können - trotz kurzfristiger
anderer Gedanken - nur eines der beiden Mädchen nehmen. Und wir
entscheiden uns nach 2 Stunden für "Atlantis von den
Hammerherren".
Die Welpen sind schon sehr selbstständig. Die Züchterin hat sich
viel mit ihnen befasst, und so kennen sie schon alle wesentlichen
Dinge des Alltages wie Autofahren, Stiegen steigen, sind an
Geräusche gewohnt, und haben fallweise auch schon Halsbänder
getragen.
Da auch noch ein anderer Welpe zur gleichen Zeit abgeholt wird, wird
der Abschied der Hunde vom Züchter gebührend gefeiert. Bis spät
in der Nacht sitzen wir zusammen.
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2.6.2001: Atlantis schläft
die ganze Nacht in meinen Armen auf der Couch im Wohnzimmer durch.
Am Morgen wird sie von den anderen Hausgenossen begrüßt. Die
Katzen stehen ihr zuerst einmal sehr vorsichtig gegenüber. Vor
allem Benjamin, sonst ein sehr frecher Kater, ist mißtraurisch.
Nero nimmt das ganze sehr gelassen. Er hat
nicht die geringsten
Probleme mit dem Welpen. Ausgelassen spielen die Beiden im Garten.
Atlantis fühlt sich von Anfang an bei uns zu Hause. Sie erkundet
das ganze Haus, den Garten, spielt mit Nero hinter den Sträuchern
verstecken, sie ist, als ob sie schon immer bei uns wäre. Nicht
einmal die Arbeiter mit ihren lauten Maschinen, die bei uns eine
Voliere für die Katzen aufstellen, können sie beunruhigen.
Neugierig schaut sie ihnen bei der Arbeit zu.
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3.6.2001: Der Bann ist
gebrochen. Auch die Katzen haben nun Atlantis akzeptiert. Sie
spielen bereits mit ihr, streicheln um sie herum, liebkosen sie mit
ihren Zungen.
Atlantis große Liebe ist aber Nero. Ständig läuft sie hinter ihm
her. Frisst Nero, frisst auch Atlantis, legt sich Nero nieder,
kuschelt sie sich schon an ihn. Ganz selten benutzt sie ihr
Körbchen zum Schlafen, in das wir ihr eine Decke der Züchterin
gelegt haben, damit der Geruch ihrer Geschwister den
Abschiedsschmerz etwas lindert. Atlantis weint kein einziges Mal.
Gestern hat sie, wohl auch aus lauter Aufregung, zwei Mal ihre
Geschäftchen im Wohnzimmer erledigt. Heute geht sie schon in den
Garten und macht es genau so wie Nero.
Manchmal versucht sie auch, bei Nero zu saugen. Er ist wohl eine
Ersatzmutter für sie geworden.
Und Nero lässt alles geduldig über sich ergehen. Er macht ihr
Platz auf seinem Bett, lässt sich von Atlantis an den Ohren und
Lefzen ziehen, ist beim Spielen ganz vorsichtig, er hat einen
Riesenspaß mit ihr. Sogar bei unseren Spaziergängen dreht er sich
immer wieder um und versteht nicht, warum Atlantis noch nicht dabei
sein kann.
Am Abend liegen sie, eng aneinander geschmiegt, auf Nero's Matratze
und schlafen tief.
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4.6.2001: Atlantis wird
immer lustiger und lebhafter. Schuhe, Möbel, Sträucher, Finger,
Zehen, alles was in ihrer Nähe ist wird einmal angeknabbert,
begutachtet und wenn möglich zum Spielen benutzt. Wie ein
Wirbelwind taucht sie auf und ist schon wieder wo anders zu finden.
Und zwischendurch aber immer wieder Schlafpausen. Ganz tief schläft
sie dann, Zeit für uns, sie zu streicheln und zu liebkosen. Denn
auch das liebt sie sehr. Fest drückt sie sich an die Hand, um den
Körperkontakt zu genießen. Sie ist dann ein rundum zufriedener
Hund.
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5.6.2001: Atlantis ist immer mehr bei uns
zu Hause. Sie ist überall und nirgends, und
ein
Hurrican ist ein Windhauch gegenüber ihrem Temperament. Nero
bekommt das zu spüren. Ständig muss er mit ihr spielen. Doch er
tut
es mit Freude und Spaß, kein einziges Mal hat man das Gefühl, dass
er nicht will.
Und Atlantis ist zum absoluten Chef unserer Tiere geworden. Sie
wissen, dass sie mit ihr noch vorsichtig umgehen müssen uns
respektieren das auch.
Sie kennt aber auch keine Furcht. Kein Knall, kein lautes Auto, kein
ungewohntes
Geräusch
kann sie erschrecken. Neugierig schaut sie sofort nach, was das
gewesen sein mag.
Ihr absoluter Liebling aber ist Nero. Sie weicht keinen Schritt von
seiner Seite. Sie fordert ihn zum Spiel auf, sie zeigt ihm, dass sie
schlafen will, sie rangelt mit ihm, es ist eine Freude, die Beiden
den ganzen Tag zu beobachten.
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6.6.2001: Atlantis hat wieder die ganze
Nacht brav durchgeschlafen (noch immer in meinem Armen liegend auf
der Couch im Wohnzimmer :-)) ).
Am Morgen dann mit Nero hinaus in den Garten um ihr Geschäftchen zu
verrichten. Heute genießen die Beiden das besonders lange, da die
Sonne scheint und es warm ist.
Ein kleines Problem aber haben wir. Nero ist es gewohnt, am Morgen
einen langen Spaziergang zu machen. Das ist zur Zeit aber nicht
möglich, da ich Atlantis nicht so lange alleine lassen will. Also
wurde der Morgenspaziergang verkürzt, der Abendspaziergang (da ist
meine Frau wieder im Haus) verlängert.
Was aber tun, um der Kleinen die eine Stunde Alleinsein am Morgen
vergessen zu lassen. Auch im Wolfsrudel gehen ja die beiden
Elterntiere ab einem bestimmten Alter der Welpen gemeinsam auf die
Jagd und lassen ihre Jungen unter der Obhut einer Tante zurück. Das
will ich ausnutzen. Vor dem Spaziergang lasse ich daher Nero
und
Atlantis noch ausgiebig im Garten spielen, so dass das Mädchen
müde wird. Wenn sie sich von selbst in ihr Körbchen legt, wird sie
mit der Decke zugedeckt, lange gestreichelt und liebkost, das Radio
wird aufgedreht (leise Musik) und so schläft sie rasch ein. Und
wenn wir vom Spaziergang nach Hause kommen, wird ihr sofort unsere
Beute (Futter) gegeben. Das hat sich bestens bewährt. Es hat noch
kein einziges Mal eine verwüstete Wohnung oder Wehklagen während
unserer Abwesenheit gegeben. Wir haben wirklich ein ganz braves
Mädchen bekommen.
Heute hat aber Nero unser kleines Mädchen auch zum ersten Mal
gerügt. Sie kann es nicht lassen, Nero seine Kauknochen aus dem
Maul zu stibitzen. Nero hat das bis jetzt geduldet, und einfach
einen anderen Knochen genommen. Doch Atlantis will nun ausgerechnet
diesen Knochen wieder haben. Und so hat Nero heute einmal gebrummt.
Nicht böse, nein so, wie ein Elternteil eines seiner Kinder rügt.
Und Atlantis hat sofort verstanden. Seitdem ist jeder Knochen im
Maul von Nero für sie uninteressant. Ich kann nur darüber staunen.
Gewicht: 11,5 kg
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8.6.2001: Schön langsam beruhigt sich
wieder alles. Die Tiere haben sich zusammengewöhnt, Katzen und
Atlantis beschnuppern sich schon, Nero hat Atlantis gezeigt, dass
sie nicht Alles mit ihm tun kann, und diese hat sich in Haus und
Garten eingelebt. Ein Platz im Garten zum Geschäftchen verrichten
wurde auch gefunden (hinter der hintersten Staude), alle Blumen und
Pflanzen im Garten wurden verkostet und für gut befunden, was nicht
gepasst hat wurde ausgegraben, ja, es ist alles in Ordnung.
Atlantis ist zwar ein unheimlich lebhafter Welpe, aber man kann ihr
nicht Böse sein. Sie kann soooo unschuldig schauen, besonders dann,
wenn sie weiß, dass sie etwas angestellt hat.
Die Freundschaft mit Nero hat sich noch vertieft, wenn sie auch
nicht mehr ganz so ungestüm mit ihm umgeht. Die paar väterlichen
Mahnungen haben ihre Wirkung getan. Die Beiden sind jedoch den
ganzen Tag unzertrennlich.
Gewicht: 12,6 kg
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9.6.2001: Atlantis beginnt, den ihr noch
unbekannten Teil des Haus, das 1. Obergeschoss zu erkunden. Zum
ersten Mal steigt sie die Stufen empor. Bis zur Mitte zumindest.
Dann ein hilfesuchender Blick zu Herrchen, jetzt hat sie doch der
Mut verlassen. Ich nehme sie auf den Arm und zeige ihr die Räume
des OG. Dann wird sie wieder hinuntergetragen. Eine Stunde darauf,
ich sitze in meinem Büro im 1. OG, höre ich ungewöhnliche
Geräusche vor der Türe. Und was sehe ich? Atlantis hat still und
leise die Stufen bewältigt, zuerst einmal das Katzenzimmer
inspiziert (natürlich dabei auch sämtliches Katzenfutter
gefressen) und sucht mich jetzt. Schweifwedelnd kommt sie in mein
Büro und legt sich sofort unter den Schreibtisch. Na ja, und da
liegt sie jetzt auch noch.
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10.6.2001: Der Diebstahl des Katzenfutter
von gestern hat Atlantis nicht gut getan. Heute Früh hat sie daher
eine sehr gute Verdauung. Und so schafft sie es nicht mehr bis in
den Garten (sie versucht es eigentlich gar nicht einmal). Na ja,
über den Rest wollen wir schweigen. Das Wohnzimmer wurde auf jeden
Fall ausgiebigst gelüftet.
Jetzt am Nachmittag hat sich wieder alles normalisiert. Die
Gartentüre ist erreichbar und trotz Regen hält sie sich viel im
Garten auf um zu spielen. Wasserscheu ist sie auf jeden Fall nicht.
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11.6.2001: Es regnet den ganzen Tag in
Strömen. Hinaus können wir nicht, also wird heute mit den Katzen
gespielt. Einmal jagen diese Atlantis, dann wieder sie die Katzen.
Geschlafen wird heute kaum, es ist immer "Action". Nero
hat heute einmal halbwegs Ruhe und genießt das sehr.
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12.6.2001: Freude kommt auf. Atlantis
schläft jetzt die ganze Nacht in ihrem Körbchen
durch.
Sie wird jetzt überhaupt von Tag zu Tag braver und anhänglicher.
Auch Nero nimmt seine Ersatzvaterpflichten sehr ernst. Und Atlantis
lernt viel von ihm. Die Erziehung ist fast ein Kinderspiel. Die
Befehle "Komm", "Aus", "Pfui", "Lacki",
"Nein" befolgt sie schon ganz brav. Sie hat wohl bei Nero
gesehen, was bei diesen Worten zu tun ist.
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Sie ist einfach unser Prachtmädchen.
Heute ist sie bis zum Anbruch der Dunkelheit im Garten und schläft
anschließend sofort tief ein.
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13.6.2001: Besuch von der gelben Dogge
Danny aus Deutschland. Atlantis fürchtet
sich in keiner Weise vor dem fremden Rüden. Sie fordert ihn zum
Spiel auf, läuft um ihn herum, bellt und knurrt ihn sogar an. Danny
ist ganz irritiert von diesem kleinen Frechdachs.
Und noch etwas Freudiges: Atlantis hat jetzt auch begriffen, dass
man nicht nur das große sondern auch das kleine
"Geschäftchen" im Garten machen muss. Schön langsam
können die alten Teppiche aus dem Wohnzimmer wieder verschwinden
:-))
Gewicht: 13,2 kg
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15.6.2001: Welpentreffen bei der
Züchterin der Hammerherrendoggen in Weyer. Die
Welpen
erkennen sich sofort wieder und ab geht die Post. Es wird gespielt,
gerauft, gerangelt, ein Rüde verspürt sogar
schon den Drang seiner Hormone. Es macht uns allen großen Spaß,
den übermütigen Welpen zuzusehen. Die Dosis haben Speisen und
Getränke mitgebracht, und so wird es ein sehr vergnüglicher
Nachmittag und ein langer Abend.
Die Welpen sind am Abend durch ihre Spiele jedoch müde und schlafen
gut zugedeckt wieder wie früher in einem Knäuel.
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20.6.2001: Das Wetter ist seit langem
wieder einmal besser. Nero und Atlantis nützen
dies
zu ausgiebigen Wettläufen und Spielen im Garten. Sie genießen es
aber auch, im Gras zu liegen und sich die Sonne auf den Bauch
scheinen zu lassen.
Atlantis hilft jetzt auch schon bei der Gartenarbeit mit.
Hingebungsvoll entfernt sie alles Unkraut aus den frisch gepflanzten
Beeten. Pech für Frauchen, dass Atlantis frisch gepflanzte Blumen
und Unkraut nicht unterscheiden kann. Aber jedes frisch gezupfte
Kräutchen wird Herrchen ganz stolz vor die Füße gelegt. Wem soll
man da wirklich böse sein :-)) ?
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21.6.2001: Gewicht: 15,70 kg
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24.6.2001: Ein herrlicher Sommertag.
Atlantis ist von frühmorgens bis zum
Sonnenuntergang
im Garten. Geschlafen wird heute kaum. Nur gespielt, herumgetobt,
Nero geärgert, viel gefressen und viel getrunken.
Da heute auch die Katzen in ihrem Freilandgehege sind, müssen
natürlich auch diese etwas gejagt werden. Doch die wissen sich
besser zu wehren als Nero.
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28.6.2001: Gewicht: 19,00 kg
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29.6.2001: Welpentreffen in unserem Haus.
Und es ist ein Riesenspaß für die kleinen Geschwister, wieder
einmal gemeinsam herumzutoben, zu spielen,
zu
raufen, Züchterin und Golli (Patin) Helma wieder zu sehen, und sich dann am Abend
so richtig müde von Frauchen und Herrchen auf dem Schoß kuscheln
zu lassen. Aber auch die Zweibeiner verstehen sich ausgezeichnet,
und
so wird es ein sehr schöner und vergnüglicher Nachmittag und Abend
(der auch etwa länger dauert :-)) ). Es wird über Gott und die
Welt, vor allem aber über die Welpen gefachsimpelt, und da es in
dieser Woche eine Verlobung und einen Geburtstag zu feiern gibt,
wird auch das eine oder andere Glas Wein getrunken.
Die Welpen aber sind am Abend vom vielen Laufen so müde, dass sie
sich kaum mehr auf den Beinen halten können. Sie schlafen tief bei
Frauchen/Herrchen und träumen vom schönen Tag.
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6.7.2001:
Es hat 30° C im Schatten. Atlantis und Nero halten sich nur mehr im
Garten auf. Das Spiel wird sehr eingeschränkt, sie liegen lieber
unter den Bäumen im Schatten und dösen vor sich her.
Atlantis wird noch einmal mit
einer Tablette entwurmt.
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